Flappy Bird macht mit seinem rasanten Aufstieg und Fall (haha!) derzeit Schlagzeilen. Verrückt, diese App-Welt. Der Macher macht mit dem Spiel derzeit $50.000 pro Tag. Bei „Candy Crush“ sind das ganz andere Dimensionen, mit mehr als $700.000 pro Tag. King, die Firma dahinter, hat sich deshalb mittlerweile sogar die Rechte am Begriff „Candy“ gesichert und geht angeblich recht forsch gegen Spiele und Apps vor, die auch nur annähernd so klingen, aussehen oder was auch immer. Bizarr ist es dann, wenn man diesen offenen Brief hier durchliest. Mein Candy Crush Herz ist gebrochen.

Doch darauf wollte ich gar nicht hinaus, mir geht es um einen anderen Aspekt diverser erfolgreicher Apps. In regelmäßigen Abständen gebe ich mich einem neuen Spiel mit viel zu hohem Suchtpotential hin. Das macht anfangs Spaß, wird dann aber meist wahnsinnig frustrierend. Bei kostenlosen Spielen reichen Werbeeinblendungen scheinbar schon längst nicht mehr, stattdessen erreichen sie irgendwann einfach ein Level, was nur unter übernatürlichen Begebenheiten lösbar ist. Oder man spielt ein Level und muss dann 24 Stunden warten, um weiterzuspielen. Urghs. Die Lösung dafür: Natürlich Geld bezahlen. Über In-Game-Käufe kauft man sich irgendwelche Extras oder verkürzt Wartezeiten.

Im folgenden Video testet ein junger Herr das Spiel „Dungeon Keeper“, wird dabei sehr böse und bringt ausgesprochen gut auf den Punkt, was an dieser scheinbar immer bizarrer werdenden Entwicklung bei Publishern so wahnsinnig nervig ist. Sehr sehenswert, auch wenn man weder Interesse an noch Ahnung von diesem Spiel hat.

* Ich weiß, dass „Handyspiele“ ein sehr doofes Wort ist und ich hasse auch nicht durchweg alle.