17. Januar 2013 | 14:19 Uhr


Beim Kauf von Comics (oder “Graphic Novels”, wenn man gerne Hemden trägt) habe ich mir etwas bewahrt, was ich früher™ bei CDs gern gemacht habe: Etwas kaufen, wenn das Cover wirklich toll ist. In 80% der Fälle hat das sogar gut funktioniert. Wenn ein Künstler meinen Geschmack derart gut in der Gestaltung des Covers trifft, dann doch sicherlich auch in der Musik dazu. (Oder in der B-Version: Wenn ein Künstler diverse Marketingleute davon überzeugen konnte ein derart gutes Design zu verwenden, dann hat er es irgendwie verdient, dass man seine Platte kauft)

Nach eben diesem Prinzip bin ich vor wenigen Tagen auf “Skyscrapers of the Midwest” gestoßen.

Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Comics von Joshua Cotter. Darin verarbeitet er in mal mehr mal weniger abstrusen Geschichten seine Kindheit. Die Geschichten sind stets sehr feinfühlig und beinhalten immer wieder die Großartigkeiten, wie auch schlimme, prägende Momente. Erst Recht weil Joshua Cotter wohl eine klassische Jugend als Nerd und Verlierertyp durchlebt hat. Während er in einem Moment wunderbare Träume um seine Roboterspielzeugfigur aufbaut, wird er im nächsten Moment dafür verspottet.

In diesem Review wurde der Kern des Buches sehr gut zusammen gefasst:

This is the work of an artist with a strong voice and a unique vision of his own childhood. A childhood filled with moments of joy and pain, uncanny situations and flights of fantasy, but above all, a sense of frustration and sadness that rings all too true. This is one of the most accurate visions of childhood that I have ever seen, in any medium.

Eine große Kaufempfehlung meinerseits. Erst recht natürlich auch, weil es im Bücherregal sehr schön aussieht. Hier kann man ein Preview als PDF davon anschauen und mit dem Bestellen ist das wohl gar nicht mal so leicht, wie ich hier hier gerade sehe.

PS: Ein Grund warum mich das Buch sofort gepackt hat, war übrigens dieser sehr emotionale Einstieg:

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