Akustisch gesehen muss es zumeist alles andere als angenehm sein, in meiner Nähe zu schlafen. Ich schnarche, erzähle und lache herzhaft im Schlaf. Neuerdings klackere ich auch. Klackern? Ja, das habe ich mich auch gefragt. Aber meine Liebste hat mich in letzter Zeit mehrmals nachts geweckt mit der Bitte, doch endlich mit dem Klackern aufzuhören.

Ich konnte mir das nicht so recht vorstellen, also bat ich sie, dass doch mal aufzunehmen. Und sie da, im Videobeweis habe ich es dann auch gesehen: Ich klackere im Schlaf! Keine Ahnung wie ich das Geräusch mache, es klingt jedenfalls so, als hätte ich mal ungünstig den Deckel einer Punica Flasche verschluckt. Klack … … Klack … … Klack … … Klack … … Klack. Wie das halbdefekte Thermostat einer Heizung höre ich mich an. Ein Hermostat?

Aber wenn ich schlafe, ist auch immer einiges los in meinem Kopf. Da kann es schon mal sein, dass ich das entsprechend kommentieren muss. Ich glaube, da mal etwas von der alten Nickelodeon Serie „The Adventures of Pete & Pete“ im Hinterkopf behalten zu haben. In der dritten Folge der Serie. In dieser Folge sah es der jüngere Pete nicht mehr ein, um 9 Uhr abends ins Bett zu gehen bzw. überhaupt noch zu schlafen. Schließlich ist es total unfair zu schlafen, während die Kinder anderswo auf der Welt noch wach sind. Was man da nicht alles verpasst! So wird als einzig logische Konsequenz mit anderen Kindern aus der Nachbarschaft der Verbund der Nachtschwärmer gegründet. Sie halten sich dann über mehrere Tage mit Hilfe von stark überhöhtem Zuckerkonsum wach. Doch, kann gut sein, dass da etwas hängen geblieben ist bei mir.

Allerdings scheint alles etwas durcheinander gekommen zu sein – Ich schlafe, es passieren aber trotzdem tausende Dinge. Und damit meine ich nicht die berauschende Geräuschkulisse meinerseits, sondern eher das in meinem Kopf drin.

Letzte Nacht zum Beispiel.

Aaaaalso: Zuerst war ich mit meinem Vater zu Gast im Quatsch Comedy Club zu Gast. Dort trat gerade Cindy aus Marzahn auf und ich habe keine Ahnung was ich da wollte, da ich weiß, dass weder mir, noch meinem Vater diese Kombination sonderlich viel zusagt. Zum Schluss wurde er sogar noch auf die Bühne geholt. Zur Überraschung gefiel es ihm aber so gut, dass er mich später zum Dank och einmal anrief und etwas organisieren wollte. Er würde den papierkram noch mal durchgehen und dann wäre es wahrscheinlich möglich, dass der FC St. Pauli den anstehenden Urlaub meiner Freundin und mir bezahlt. Das könne man schon irgendwie absetzen. Hä? Weder arbeitet mein Vater für den FC St. Pauli, noch hege ich große Sympathie zu diesem Verein. Die Äufklärung dazu ist, dass ich tatsächlich meinen Vater mit Holger Stanislawski, dem derzeitigen Trainer des FC St. Pauli verwechselt habe. Ob der den nächsten Urlaub finanzieren will, ist aber unklar.

Aber da war der Traum noch lange nicht zu Ende. Nächster Schauplatz: Wald. Gemeinsam mit den beiden Fernsehpolizisten Toto und Harry war ich drauf und dran ein Drogenversteck ausfindig zu machen. Und siehe da, in einem Baumstumpf habe ich jede Menge Kokain gefunden. Ha!

Aber da kam auch schon der Druglord um die Ecke und wollte mir den Gar ausmachen. Toto und Harry waren auf einmal weg, also blieb mir nichts anderes als zu fliehen. Na toll. Ich bin die ganze Zeit gerannt, hab einerseits gedacht, dass der Typ mich gleich umlegt und andererseits, dass für die Sendung von Toto und Harry ja bestimmt gerne mal geflunkert wird, weshalb das vielleicht alles gar nicht echt ist. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf und gerade entkommen, traf ich auf Toto und harry in einem kleinen Stadtpark. Sie waren grad auf Streife. Vollkommen ausgelaugt sprach ich sie an: „Eeeyyy dassssdoch nichhecht oder?!!“ Die kurze, sehr bestimmte Antwort der beiden (im Chor!!) war: „Darüberdürfenwirkeineaussagemachen.“ und sie gingen einfach weiter. Na toll.

Das Traumpotpurri war an dieser Stelle aber immer noch nicht vorbei. Nach kurzer Unterbrechung (womöglich habe ich einfach mal ruhig geschlafen) ging es weiter. Ich habe leider keine Ahnung wie es dazu kam, aber ich saß mit Zach Braff in irgendeiner gemütlichen Bar. Nach kurzem, unterhaltsamen Gespräch teilte er mir mit, dass er bei uns in die WG einziehen werde. Danach sangen wir den Rest des Abends immer „Mmm Mmm Mmm“ von den Crash Test Dummies und fanden das total lustig.

Äh doch, also ich glaube, mein Medienkonsum ist vollkommen in Ordnung.