Puddeling


Heute verstarb Ellis Kaut nach langer Krankheit im Alter von stolzen 94 Jahren. Erwartungsgemäß wirbelt diese Meldung gerade die deutschen Sphären des Internets auf und es ist einer dieser traurigen Anlässe, bei dem man automatisch in Erinnerungen schwelgt. Immerhin gibt es neben meinen Eltern wahrscheinlich kaum eine Person, die derart großen Einfluss auf meine Kindheit hatte, wie Ellis Kaut.

Es fing damit an, dass ich bereits im jungen Kindesalter zum Einschlafen Hörspiele vorgesetzt bekam. Meine erste Kassette war eine Folge „Panki aus Pankanien“ und direkt darauf folgten diverse Pumuckl Kassetten. Die erste war die Folge „Die Bank vor der Werkstatt“ und jedes Mal, wenn meine Mutter alle paar Monate bei einer Fortbildung war, brachte sie aus der großen Stadt eine Pumuckl Kassette für mich mit aufs Dorf. Insgesamt dürften es zwar nur 15 Stück sein, die noch heute fein säuberlich sortiert im Schrank liegen und doch habe ich diese Sammlung verehrt und konnte jede Folge mitsprechen.

Die dazugehörigen Ausgaben der Fernsehserie sowieso. Wahrscheinlich kommt auch durch den Pumuckl meine Liebe zur verschnörkelten bayrischen Urigkeit. Als ich vor einigen Jahren das erste Mal in München war, wollte ich natürlich zum Drehort der Werkstatt und wie sollte es anders sein: Das Gebäude der Werkstatt wurde vor vielen Jahren abgerissen und an ihrer Stelle steht mittlerweile ein Bankgebäude.

Wenn ich heute darüber nachdenke war es wohl die Mischung aus Anarchie und klarer Ordnung, die mich beim Pumuckl begeisterte. Während ich alte Pippi Langstrumpf Filme heute eher nervig finde, freue ich mich jedes Mal, wenn eine Folge „Pumuckl“ im TV läuft. Beziehungsweise braucht es ja gar keinen Fernseher mehr, denn letztes Jahr entdeckte ich, dass es zahlreiche Folgen auf YouTube gibt und gewöhnte es mir über den Winter an, morgens eine Folge zum wach werden zu schauen. Hier meine Lieblingsfolge: Pumuckl und der Pudding

Es ist auch heute noch dieses einzigartige warme Kindheitsgefühl in mir drin, wenn zum Beginn jeder Folge die Buchstaben über die Ziegeldächer springen und die letzten Töne der Zither am Ende des Intros ausklingen. Immerhin ging es damals bei mir so weit, dass ich Pläne machte, um ein eigenes kleines Holzbett zu bauen. Schließlich wollte ich verdammt noch mal auch so einen Kobold haben!

Im Übrigen bin ich froh, dass ich zwar gern „Pumuckl TV“, aber im Kindheitsalter nie den Kinofilm „Pumuckl und der blaue Klabauter“ sah. Am Anfang des Films gibt es nämlich eine Szene, die mich heute noch so sehr mitnimmt, dass es damals wahrscheinlich mein kleines Kinderherz in tausend Stücke zerrissen hätte. Und zwar:

„Da Gustl Bayrhammer nach den Dreharbeiten für den Film verstarb, musste dieser von Wolf Euba nachsynchronisiert werden. Der Film beginnt mit einer Widmung an Gustl Bayrhammer. Pumuckl sitzt auf seinem Bettchen in Eders Werkstatt vor einem Bild von Bayrhammer als Meister Eder und spricht mit Tränen in den Augen die Worte: „Diesen Film widme ich Dir, lieber Meister Eder.““

Ich werde mir heute Abend jedenfalls die ein oder andere Folge des Pumuckls anschauen und in Erinnerungen schwelgen, wie viele tolle Geschichten Ellis Kaut in mein Leben als kleiner Möchtegern-Kobold brachte. Von Herzen vielen Dank dafür.

Die Internet-Piraten der Karibik


Wenn ältere Bekannte und Verwandte davon erzählen, was sie früher für Umwege auf sich nahmen, um an die ein oder andere Platte zu kommen, denke ich oft daran, wie die DDR wohl heute aussehen würde. Also vor allem im Bezug darauf. Wie würde das Internet in der DDR aussehen? Und was würde es für Folgen haben, wenn man mittlerweile ganze Musikkataloge auf einem winzigen USB-Stick packen kann?

Kuba ist wahrscheinlich der beste Ansatzpunkt, wenn man sich ein Bild von einer „modernen DDR“ machen möchte. Internetzugang gibt es kaum und wenn dann ist die Verbindung meistens verschwindend langsam und ein Großteil der Inhalte sowieso gesperrt. Die Lösung? Ein lokales Internet. Netflix, Hulu und Spotify in Festplattenform. Sämtliche Inhalte wie Kinofilme, Musik, TV-Serien, Magazine, Apps und sogar Screenshots von Online-Artikeln werden von ein paar ausgewählten Personen aus dem Netz gezogen oder per geheimen Satellit aus dem US-Fernsehen aufgenommen. Gegen eine kleine Gebühr kann man sich dann Inhalte aus dem Offline-Internet auf eine eigenen USB-Stick ziehen.

Dazu gibt es eine kurze, äußerst interessante Doku:

Ach Lucien


Dank einer schlauen Internetdatenbank weiß ich, dass ich am 18. Mai 2008 an einem regnerischen Tag in Paderborn im Hermann-Löns-Stadion war. Es war der letzte Spieltag der Saison 2007/08 in der 2. Bundesliga. Als Vorletzter war der SC Paderborn zu diesem Zeitpunkt bereits in die 3. Liga abgestiegen, während die Gäste von Borussia Mönchengladbach als Tabellenführer den Aufstieg in der Tasche hatten. Das Spiel endete 2:3, wobei ich mich daran aber nur wenig bis gar nicht erinnern kann, weil ich die meiste Zeit ein „Scheiß DSF!“ Banner oder die Kimme eines untersetzten Herren, der auf dem Zaun saß, im Blickfeld hatte.

Es war zugleich das letzte Spiel im altehrwürdigen Hermann-Löns-Stadion, weshalb nach Abpfiff Fans von allen Seiten auf das Spielfeld rannten und das Stadion liebevoll in seine Einzelteile zerlegten. Jeder wollte ein kleines Andenken mitnehmen, bis auf den (weiteren) untersetzten Mann, der ins Tornetz gefallen war und sich dort wie in einer Venusfliegenfalle hoffnungslos verfangen hatte.

Vielleicht ist es dieser Tag, welcher der Beginn meiner Leidenschaft für Borussia Mönchengladbach war. Ich spreche dabei gern von fußballerischer Polyamorie, da mein Herz nicht nur für einen Verein schlägt. Von Geburt an war und bin ich schon immer Anhänger des FC Bayern, hatte in der Hochphase meines Daseins als Teenagers allerdings zunehmend das Interesse an Fußball verloren. (Unvorstellbar aus heutiger Sicht!) Nach wenigen Jahren der Abstinenz zogen mich zu Beginn meines Studiums zum Glück gleich zwei Menschen zurück in die Fußballwelt. Richtige Entscheidung meinerseits, schließlich sind die beiden auch fast 10 Jahre später noch meine besten Freunde.

Einer kam aus Duisburg und brachte mir die Zebras näher. Dem MSV Duisburg nah zu stehen, heißt in erster Linie sehr viel Leid zu ertragen. Man bekommt nichts geschenkt und selten gibt es Lichtblicke. Wenn, dann werden diese aber umso ausführlicher gefeiert. Klar. An dieser Grundsituation hat sich bis heute nicht viel geändert. Der MSV ist dem Ruin nur knapp entgangen und nun mit „Einmal Hölle und zurück“ Shirts zurück in der 2. Bundesliga, wo er mit 2 Punkten aus 7 Spielen Tabellenletzter ist. In der Vereinshymne heißt es passend dazu: „Früher gab’s hier nur Kohle, früher war hier nur Stahl. Für die Zukunft kämpfen – das ist für uns normal.“, denn so ist es irgendwie immer.

Bei Mönchengladbach ist das anders. Seit den 70ern besinnt man sich auf die 70er und hofft, dass diese Erfolge eines Tages zumindest ansatzweise zurückkehren würden. Genau das spürte man auch, als die Borussia nach dem Ausrutscher in Liga 2 zurückkehrte und das Hermann-Löns-Stadion auseinander geschraubt wurde. Ein Neuanfang. Jetzt aber wirklich!

Statt Neuanfang gab es aber wieder Abstiegsangst bis zum letzten Spieltag. Hans Meyer kehrte zu alter Wirkungsstätte zurück und das Team erreichte mit 31 Punkten gerade so Platz 16. Bis heute ein Rekord. Ein anderer Aufsteiger (hinter!) Gladbach war damals übrigens ein gewisser Club namens Hoffenheim, die mit überragendem Fußball aus dem Stand mal eben Herbstmeister wurden. Wenn auch nicht sonderlich beliebt, klar.

Hans Meyer ging nach der Retteraktion und auch dieses Mal sollte es einen Neuanfang mit Hand und Fuß geben. Michael Frontzeck hatte sich bislang keinen großen Namen als Trainer gemacht, kannte die Borussia aber bestens und wirkte wie ein passender Baustein auf der Trainerbank. Gewiss kein Meistertrainer, aber auf lange Sicht könnte sich da vielleicht etwas Konstantes entwickeln. Funktionierte auch ganz gut und am Ende der Saison 2009/10 gab es Tabellenplatz 12.

Dementsprechend lang hielt man am Trainer fest, bis der nächste Abstieg eigentlich gewiss war, als man wichtige Spiele gegen die direkten Abstiegskonkurrenten VfB Stuttgart und FC St. Pauli verlor. So gut wie an den Tag im Hermann-Löns-Stadion, erinnere ich mich noch an den Tag der Niederlage gegen St. Pauli. Auf einer Borussia-Fanseite schrieb man von der unangenehmen Gewissheit des Abstiegs. Und das bereits am 22. Spieltag. Immerhin genug Zeit um den nächsten Neuanfang in Liga 2 zu planen. Selbst für erfahrene Feuerwerhmänner auf dem Trainerkarussell (was für ein schönes Bild) war die Nummer zu heiß. Tabellenletzter, 7 Punkte Rückstand zum Relegationsplatz. Nein, danke.

Überraschend kam Lucien Favre als neuer Trainer. Ausgerechnet dieser ruhige Trainersonderling dem zuvor das Wunder gelungen war, dass ich die Hertha aus Berlin zumindest etwas sympathisch finde. Es sollte nicht sein letztes Fußballwunder bleiben.

Als hätte er bei „Anstoss 2“ ein paar Regler verschoben fruchteten seine Ansätze sofort. Jeder Spieler war plötzlich doppelt so gut und Borussia gelang eine Aufholjagd sondergleichen. Ich kann Spiele an einer Hand abzählen, bei denen ich derart angespannt war, wie am letzten Spieltag besagter Saison. Es tat sein übriges, dass wir wie nervliche Wracks zusammensaßen und die Bundesligakonferenz über einen wackeligen Onlinestream mit überdrehtem, arabischen Moderator schauten. Der Nachmittag im Paderborner Hermann-Löns-Stadion war der Auftakt und spätestens dieser nervenraubende Nachmittag hat mich fest an die Borussia geschweißt.

Alles gut gegangen, inklusive Relegation. Schon zu diesem Zeitpunkt war Favre eine Legende, egal was danach kommen sollte. Es sollte allerdings noch lange nicht genug sein.

Im Jahr darauf gab es den 4. Platz in der Tabelle. Etliche Vereinsrekorde purzelten, zumindest einmal wurde die Champions-League-Hymne im Borussia Park gespielt und Marco Reus wurde Deutschlands Fußballer des Jahres. Es trat der seltene Fall ein, dass man am Niederrhein nicht sehnsüchtig in die Siebziger blicken musste, weil die Gegenwart schlichtweg gut genug war. Wären da nicht immer diese Tiefschläge. Wichtige Spieler verließen den Verein und man musste gefühlt wieder (fast) von vorne anfangen. Doch auch das gelang Lucien Favre. Er schien für alles eine Lösung zu haben, brachte den Verein konstant auf einstellige Tabellenplätze und in seinem Meisterstück in der vergangenen Saison brachte er die Borussia erstmals in die Champions League.

Nachdem er zuvor schon immer gern mit taktischen Finessen die Großen der Bundesliga ärgerte, dürfte er sich nun an den ganz Großen Europas versuchen. Ein Traum. Favre und Gladbach waren ein gegenseitiger Glücksgriff der besser kaum sein konnte. Denn so gut wie Favre ist, so schwierig konnte er auch sein. Er hat in vielen Dingen seine ganz spezielle Art und mit der wusste man in Mönchengladbach bestens umzugehen. Eigentlich sollte er statt Tuchel zu Saisonbeginn in Dortmund sitzen und war schon so manches Mal in München im Gespräch, doch beide Seiten wussten, was sie an dieser einmaligen Kombination hatten.

Und jetzt? Zackbumm alles aus. Die schmerzliche Erinnerung daran, wie sehr einen der Fußball doch bestimmen kann. So muss es sich angefühlt haben, als Robbie Williams damals Take That verließ. Nur noch schlimmer. Bislang dachte man, die Mannschaft würde sich schon irgendwie wieder fangen und nun liegt alles vollends in Scherben. Lucien Favre hat die Scheidung für die Vorzeige-Ehe eingereicht und das – wie sollte es auch anders sein – auf sehr speziellem Wege. Denn so ist er nun einmal: Speziell.

Ich mag keine Prognosen über das wie und warum machen, da sich wahrscheinlich gerade die Meldungen minütlich ändern. Aber immerhin habe ich zur Eigentherapie mehr als 1000 Wörter geschrieben und bin ein weiteres Mal erstaunt darüber wie einen die Nähe zum Fußball doch derart bestimmen kann. So schön es manchmal ist, so sehr kann es einen auch aus der Bahn werfen. Letzteres wahrscheinlich weitaus emotionaler.

Denn mal ehrlich, was soll jetzt noch kommen? Wer soll in diese einst perfekte Lücke passen? In die Lücke eines Trainers, der ursprünglich viel zu gut für diesen Verein war? Wen sollen die Spieler denn noch ernst nehmen, nach so einem Perfektionisten? Fragen über Fragen und nebenbei die Erkenntnis, wie bizarr das Fußballgeschäft doch sein kann.

Vor wenigen Wochen gab es noch die Meldung, dass „keiner so sicher im Sattel sitzt wie Favre„. Und jetzt? Zumal es auf jede andere Arbeitswelt abseits vom Fußball übertragen noch bizarrer wirkt. Gibt es irgendwo einen essentiellen, administrativen Job in einem millionenschweren Unternehmen, den man einfach so von heute auf morgen beenden kann? Man nennt es einfach „Rücktritt“, teilt es der Presse mit und kommt nie wieder? So ganz ohne Kündigungsfrist und alles? Hm.

Ach Lucien, komm doch einfach wieder und mach deinen wunderbaren „Anstoss 2“ Spielstand weiter. Der einzige klitzeklitzekleine Lichtblick der in dieser Situation bleibt ist, dass man einst dachte, dass nach Hans Meyer nicht mehr viel besseres kommen kann. Und das es letztlich doch nur Fußball ist. Wobei das natürlich nicht zählt. Sonst könnte ich ja jetzt auch ganz einfach einschlafen.

Hallo Reeperbahn Festival! (+ Gewinnspiel)

Als Experte für Pralinenschachteln hätte Forrest Gump seine wahre Freude am Reeperbahnfestival, schließlich gibt es dort auf (gefühlt) kleinsten Raum jede Menge gute Musik und Kultur zu entdecken. Oder wie es offiziell heißt: „Es verbindet Konzerte verschiedener popkultureller Genres mit künstlerischen Formaten und einer Plattform für Musik- und Digitalwirtschaftende.“ Oder anders gesagt, die Bands, von denen euch eure Kollegen aus dem Kegelclub in zwei Jahren von Rock am Ring oder dem Hurricane Festival vorschwärmen werden, die sind bereits dieses Jahr beim Reeperbahn Festival.

Mit mehr als 600 Programmpunkten (davon über 400 Konzerte) ist es das größte Clubfestival Deutschlands und hat mit 70 Locations von der Großen Freiheit 36 über die St. Pauli Kirche bis hin zum Schulmuseum alles dabei. Es ist also wahrscheinlich auch das einzige Festival weit und breit, bei dem man eine Garantie aussprechen kann, dass man immer etwas für den eigenen Geschmack findet oder positiv überrascht sein wird. Was so sonst für die Reeperbahn glaube ich nur teilweise gilt.

In der mittlerweile zehnten Ausgabe gibt es in diesem Jahr mit Aus Finnlanderstmals einen thematischen Länderschwerpunkt. (Auch wenn das leider nicht bedeutet, dass überall Black Metal gespielt wird) Die besonderen, kleinen Eigenheiten des Festivals werden in einer Doku zum Jubiläum auch ganz gut deutlich:

GEWINNSPIEL

Und jetzt das allerbeste: Ihr könnt hier 2×2 Tickets für das Reeperbahn Festival 2015 gewinnen und euch die Tage und Nächte damit um die Ohren hauen. Also um euch kulturell fortzubilden.

Schreibt dafür einfach bis Morgen Abend (17. September, 22:00 Uhr) in die Kommentare, welches kulturelle Highlight unbedingt mal ins Reeperbahn Festival Line-Up sollte. (Keine Sorge, die Auswahl erfolg per Zufallszahl ohne jegliche inhaltliche Wertung, haha.)

Weil das immer noch nicht genug ist, gibt es zu den Tickets auch jeweils noch ein Merchpaket obendrauf. Ein derart gutes Angebot haben nicht mal Wurst-Achim und Käse-Maik!

PS: Zur Vorbereitung uns Verkürzung der Wartezeit könnt ihr schonmal die Spotify-Playlist für dieses Jahr hören.

Regenbogenbombe


Wenn man an Filialen von „Lush“ vorbeiläuft riecht das immer, als wäre da eine Glücksbärchenfabrik erst auf- und dann in die Luft geflogen. Übrigens auch die perfekte Anlaufstelle für Verwandtschaft aufm Land! Ich selbst halte mich mit Einkäufen dort eher immer zurück, weil die Gefahr zu groß ist, dass ich da dann tatsächlich mal reinbeiße oder so. (Alles mit Seife drin schmeckt wahnsinnig bitter! Örghs!)

Meine Liebste hat mir jedenfalls kürzlich so eine Badewannen-Superbombe von Lush geschenkt. Irgendwas mit Weltraum stand drauf. 2 von 2 Punkten für mich also und Grund genug, das Ding am Wochenende in der Badewanne zu versenken. Wenn man die übergroße Kugel ins Wasser fallen lässt, schäumt sie direkt los als wäre sie wütend darüber, dass man das nicht viel früher gemacht hat. Das Wasser wurde tiefblau und nahm zwischendurch noch ein paar weitere Farben an, die in besagtem Superball mit eingebaut waren.

Ein von @kleinexeule gepostetes Video am

Weil ich es lustig fand und zudem für jeden billigen Gag zu haben bin, habe ich mir mit den Überresten der blauen Kugel erst die Hände und dann das Gesicht eingerieben. ICH BIN EIN SCHLUMPF! Wenig überraschend schien meine Frau nur mittelmäßig begeistert davon und dafür sehr überraschend ging das – obwohl es doch Seife ist – erschreckend schlecht ab.

Deshalb ein Tipp an dieser Stelle, wenn ihr aus unerklärlichen Gründen Sonntagnachmittag in die Badewanne geht und danach noch mit Freunden verabredet seid: MACHT EUCH KEIN BLAUES SEIFEZEUG INS GESICHT! Ausser ihr wollt aussehen wie ein Klabautermann.

Als ich das blaue in etwa so weit entfernt hatte, dass es nur noch nach leichtem Sauerstoffmangel in meinem Gesicht aussah, fiel mir ein weiteres Feature auf: Glitter! Überall Glitter! An mir dran und in der Badewanne. Die Badewanne sah dann aus, als hätte ich diverese Teilnehmer eines Mauerpark-Raves in der Badewanne in Frostschutzmittel ertrunken.

Nach dem kurzen Kuchentreff mit Freunden am Nachmittag wollten wir noch zum Sport. (Am Sonntag! Woah!) Dabei kamen mir zwei Erkenntnisse:

1) Wenn man sich mit Freunden zum Kuchen essen trifft und dabei eine Sporttasche mitbringt ist das mit das passiv aggressivste was man überhaupt machen kann.

2) In der Umkleidekabine des Fitnessstudios fiel mir auf, dass ich am ganzen Körper Glitter habe. Wie ein teigiges Einhorn. Ich hoffe, ich wurde für einen Wrestler gehalten. Oder He-Man.

Ich kann noch schreiben, yay!

Auf diesem Blog ging es in den letzten Wochen und sogar Monaten so aufregend zu wie in einem geschlossenen Salzbergwerk. Das hat verschiedene Gründe. Zum Beispiel, dass ich kleine Geschichten eher bei „Gästeliste Geisterbahn“ erzähle, als sie aufzuschreiben oder mich lieber mit Fußball befasse. Denn ganz ehrlich, diese Welt und das Geschehen auf ihr beschäftigt mich gerade so sehr, dass ich mich wirklich schwer tue, ein paar lockere oder gar lustige Worte aus dem Ärmel zu schütteln.

In den vergangenen Wochen erschien ein Foto, welches den neuen humanitären Tiefpunkt der Flüchtlingsproblematik darstellte. Ein Kind liegt regungslos am Strand. Man könnte bei einem schnellen Blick fast meinen, es würde dort nur schlafen. Tatsächlich ist es aber tot, da es die Flucht aus Syrien nicht überlebt hat. Es fiel von einem gekenterten Schleuser-Schiff ins Wasser und wurde an den Strand geschwemmt.

Genau an den Strand, wo ich vor ein paar Monaten noch mit meiner Liebsten im Urlaub lag und vergeblich versuchte, meinen käsigen Colabauch zu bräunen. Es könnte einem also gar nicht besser vor Augen gehalten werden, wie gut es einem doch geht, wie dankbar man dafür sein sollte und das man aus dieser Situation heraus nie aufhören sollte, anderen zu helfen.

Am vergangenen Wochenende bin ich in die thüringer Heimat gefahren. Das mache ich ganz gerne, um den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Zwar sind familiäre Befindlichkeiten auf Dauer auch ganz schön anstrengend, aber was ist das schon gegen einen riesigen Wald direkt vor der Haustür.

Als hätte ich mein Leben derzeit mehr im Griff als je zuvor, hörte ich die Audio-Version der letzten beiden ZEIT Ausgaben (!) während ich im Mietwagen (!) in Richtung alte Dorfheimat fuhr. Nein, ich trug keinen Rollkragen Pullover dabei. Im Zeit Magazin gibt es dabei immer die schöne Reihe „Ich habe einen Traum“, in der bekannte Menschen des Zeitgeschehens davon erzählen ob und wie sie ihren Träumen gerecht werden. Zum Beispiel Cem Özdemir, der mich teilweise an meine eigene, frühe Jugend erinnerte:

Als Jugendlicher habe ich die Träume meiner Eltern zerdeppert, zumindest anfangs. Als türkische Einwanderer waren sie einem großen Traum gefolgt: Ihr Sohn solle es besser haben als sie. Mein Vater hat in der Türkei Armut und Hunger erlebt, er ist ohne Vater aufgewachsen und konnte nicht zur Schule gehen. Ich sollte in Deutschland Abitur machen und Arzt, Ingenieur oder Anwalt werden. Aber trotz ihrer Mühen habe ich mich anders entwickelt: Ich war schlecht in der Schule, musste sogar eine Klasse wiederholen. Nach meiner mittleren Reife habe ich dann entschieden, Erzieher zu werden. Für meinen Vater ein Schlag ins Gesicht – sein einziger Sohn will mit Kindern spielen! Und weigert sich, zur Armee zu gehen, und beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Und dann tritt dieser Sohn auch noch in eine Partei ein mit Männern, die stricken!

Hihi. In der Ausgabe davor erinnert sich Claus Kleber an seine Albträume, wie er in den ersten Wochen beim heute-Journal jede Nacht davon träumte, zu spät im Studio anzukommen und berührte mich danach mit einer Aussage plötzlich sehr:

Dafür erinnere ich mich an einen Tagtraum, der eng mit der Realität verknüpft ist, sogar mit einem konkreten Datum: Am 7. Dezember 1988 war ich mit meiner Frau auf dem Weg in eine Klinik in Alexandria, außerhalb von Washington, wo wir damals lebten. Ich war Juniorkorrespondent für das Radio des Südwestfunks. Wir erwarteten unser zweites Kind, das eine Amerikanerin werden sollte. Meine Frau ging noch in ein Geschäft, ich blieb im Auto und hörte im Radio live eine Rede von Michail Gorbatschow vor den Vereinten Nationen. Er sprach über Abrüstung und den Wandel seines Landes. Wir konnten noch nicht ahnen, dass ein Jahr später die Mauer fallen würde, aber diese Rede gab mir die Hoffnung, dass der Kalte Krieg zu Ende ging. „Was für ein Tag“, dachte ich, „jetzt kann unser Kind zur Welt kommen.“

Meine Generation fragte sich ja ernsthaft, ob man ein Kind in eine Welt setzen dürfe, in der ein Atomkrieg droht. Einen Tag später wurde Alexandra geboren. Sie wuchs auf, während dieser alles beherrschende Konflikt in der Geschichte versank. Es gab eine realistische Chance, dass die Menschheit beginnen würde, gemeinsam Lösungen für die eigentlichen Probleme zu finden: Hunger, Durst, Seuchen und Klimawandel. Das schien zum Greifen nah. Tatsächlich ist es nun wieder so wie immer – und schlimmer: Krieg in der Ukraine, der Terror der Gotteskrieger, Menschenrechtsverletzungen in China, der nie endende Nahostkonflikt … all dieser schreckliche Mist.

Er sprach dann weiter davon, dass er sich trotzdem nie eine positive Denkweise nehmen lässt und genau das berührte und bestätigte mich zugleich. Denn auch wenn ich noch einen gewissen Sicherheitsabstand zu eigenen Nachfahren habe, so sind diese Gedanken darüber doch sehr ernst und jedes Mal komme ich an einen Punkt, ob ich das überhaupt will. Nicht weil ich mich nicht bereit dafür fühlen würde, sondern weil ich mich jedes Mal frage, ob ich überhaupt ein Kind in diese Welt setzen möchte, die mich im Kleinen und im Großen oftmals mehr als enttäuscht. Dieser Tage wieder mehr denn je. So viel Lautes, so viel Dummes, so viel Kaputtes. Meine Güte.

Und dann waren es die Worte vom verträumten Claus Kleber, die mich so trafen. Schließlich ist die Welt ja immer irgendwie, irgendwo schlimm und das gute wird nur selten bei mehr als 49% liegen, aber letztlich kommt es ja doch drauf an, was man selbst draus macht. Meine Güte, ich rede wie ein Baseball-Coach aus einem Film der Disney-Filmparade. Aberisdochso!

Die ausführlichen Stunden im Wald haben jedenfalls ihr übriges dazu getan. Ich habe mich kurzzeitig verlaufen, einen Hirsch gesehen, einen Fuchs gesehen, Pilze gesammelt und – am wichtigsten – überlebt, als ich eben diese gegessen habe. Ab einer gewissen Zeit werde ich dabei immer so kitschig poetisch. Wenn zum Beispiel der Wind durch einen Hang voller Bäume zieht, gibt es dazwischen immer ein paar wenige Bäume, die ganz leise knarzen. Mit dem Wind machen sie das alle nacheinander, wodurch es klingt als würden sie stille Post spielen.

Okay, das ist wirklich kitschig, aber während ich diese Zeilen gerade schreibe, sitze ich im OnePiece im Dunkeln aufm Balkon und höre dabei Yann Tiersen. Was soll dabei auch anderes herauskommen? Wie auch immer … ich hab jedenfalls wieder Lust aufs Bloggen und ihr solltet viel häufiger raus in den Wald Pilze sammeln gehen und nicht nur auf Tastaturen drücken.

PS: Nein, solltet ihr nicht. Weil Pilze sammeln ist illegal und wenn man dann nicht aufpasst … ach ach ach.

Was heisst „frittiert“ auf türkisch?


Was ist denn hier los?! Mein Blog ist noch eingestaubter als der Wasser-Max in unserer Küche. Dasdarfdochwohlnichtwahrsein! Und das, wo ich mir doch im Urlaub an der türkischen Ägäisküste sogar Notizen gemacht habe. Einen ganzen Monat nach Strand und Sonne hier also meine Aufzeichnungen über einen Türkei-Urlaub:

– Das Hotelfernsehen hat 2 deutsche Sender, SAT1 und ProSieben. Es laufen Luke Mockridge auf dem einen und Daniel Aminati auf dem anderen. Deutschland wirkt aus der Ferne noch unangenehmer.

– Apropos Deutschland. Es gibt erstaunlich wenige Deutsche im Hotel, aber ab und an sieht man doch ein Prachtexemplar. Beziehungsweise eben nicht. Man könnte es so als Foto in die deutsche Botschaft in der Türkei hängen: Schon vorm Frühstück sind 2 große Liegen nebeneinander belegt mit einem kleinen Handtuch. Aufdruck: Der WM Pokal, dazu die Aufschrift „Weltmeister 2014“.

– Ich dachte es gibt überall Falafel-Berge und Wannen voller Hummus. Aber nein, das ist ja arabisch, wie ich heute gelernt habe. Kreuzberg was machst du mir da vor?!

– Hammam kammamamachen. Man fühlt sich auf dem warmen Marmorklotz wie ein Stück Butter auf einem warmen Toast. Allerdings ging ich ja davon aus, dass sich ein dicker stark behaarter Mann mit Ellenbogen voran per Bodyslam auf mich wirft. Stattdessen dann eine kleine Thailänderin, die aber, glaube ich, mehr Kraft als ein solcher Hammammamammann hatte. In jedem Fall fühle ich mich jetzt wie ein lauwarmer Octopus.

– Wenn ich das richtig verstanden habe, ist Bodrum ein bisschen das Sylt der Türkei. Also ein hübscher Küstenort, wo Männer mit grauen Schläfen ihre Yachten parken. Trotzdem gibt es rund um den Hafen fast kilometerlang Geschäfte, die nichts als Fälschungen verkaufen. Lustig, wie einem da doch der verrückte Markenwahn vor Augen geführt wird. Und erstaunlich auch, wie problemlos das geht. Wenn man in Deutschland „Adidos“ und „Nyke“ Shirts verkauft, ist man mit einem Bein im Gefängnis und hier gibts es das alles ohne Schreibfehler zu schleuderhaften Paketpreisen. Schon erstaunlich was sich im Bereich der Trikotfälscherei auch alles getan hat. Die sehen nicht nur (auf den ersten Blick) überraschend echt aus, es gibt sogar Designs, die gerade mal vor zwei Wochen veröffentlicht wurden. Am bizarrsten sind übrigens die Markenfälschungen der zweiten Generation, wo dann alles Mögliche vermischt wird. Mein Liebling bisher ist ein Nirvana Shirt im Starbucks Design oder ein gangstermäßiges Basketballshirt von Rammstein.

– Ich habe den glücklichsten Traktor der Welt getroffen.

– „Danke“ heißt auf türkisch „Teşekkür ederim“. Nach zwei Tagen konnte ich es mir immerhin merken, aber das kann man gar nicht so elegant mit einem Grinsen wegnuscheln wie ein „Takk“ oder „Gracias“. Fühlt sich eher wie ein Vortrag an. Einmal hab ich es schon an einem kleinen Fischerboot beim Gehen ausprobiert, aber der Mann hat einfach nicht reagiert. WASSOLLDAS?!! (Ansonsten sind hier alle Menschen wahnsinnig freundlich übrigens)

– Am Pool ist mir am dritten Tag in Folge ein Familienvater aufgefallen, der jeden Tag eine türkisgrüne Badehose und eine Kapitänsmütze vom Markt trägt. Irgendwie finde ich den Gedanken lustig, morgen sein Outfit nachzukaufen und dann immer bei ihm vorbeizulaufen.

– Ich habe ein neues Feindbild: Schreiende Kinder. Wobei, nicht direkt schreiende Kinder, das ist okay. Schlimm sind schreiende, unzufriedene Kinder. In meiner Kindheit habe ich für einen Urlaub meistens ungefähr 8 Stunden in einem Backofenauto auf dem Brenner gesessen. Angekommen in den Bergen sind wir mit einer Gruppe befreundeter Rentner durch irgendwelche Geröllfelder gewandert. Ich war immer das einzige Kind der Gruppe und sollte erst 20 Jahre später verstehen, was genau an Wandern so toll ist. Hier hingegen ist das anders. Meer, Pool, Palmen, Hunde, Katzen und wann immer man will, gibt es Eis. WARUM HEULT DER DANN, DASS IHM LANGWEILIG IST?! Oder ein anderes Kind hat in einer Burg geweint, weil er keine Lust mehr hatte. Eine tolle, verwinkelte Burg mit echten Kanonenkugeln überall, Rittern, freilaufenden Tieren und ganzen Räumen voller versunkener Schätze, die man in der Bucht davor gefunden hatte. WASGEHTLOSDAREIN?!

– Apropos Hunde und Katzen. Es gibt sehr viele Straßenhunde und -katzen hier. Wirklich ungewohnt, Hunde zu sehen, die einfach niemandem gehören. Glücklicherweise gehen alle Leute sehr nett mit den Tieren um und geben ihnen weitestgehend Wasser und Futter. Am Liebsten würde ich alle mitnehmen. Geht aber nicht, also habe ich an die benachbarte türkische Dependance des Berliner Tierheims gespendet. Kannmanauchmamachen.

– Kleine Bootsfahrten sind sehr praktisch, wenn man in einsame Buchten zum Baden und Tauchen möchte. Hat ein Boot allerdings mehr als anderthalb Passagiere an Bord, kommt ein Fotograf mit, der zu Beginn der Tour wahnsinnig romantische Fotos macht, die am Ende der Tour in ebenfalls wahnsinnig schönen Mappen verkauft werden. An Bord ist ein älteres englisches Pärchen, die sich sehr wahrscheinlich bei einer Kneipenschlägerei kennengelernt haben. Sie ist braun und untersetzt wie eine aufgeschwemmte Mokkabohne, während er krampfhaft versucht, die ganze Zeit seine Muskeln anzuspannen, um die alten Tattoos in voller Pracht wirken zu lassen. Dabei hat er sich so leuchtend rot verbrannt, dass ich mir sicher bin, dass man ihm vom Mond sehen kann. Die beiden kooperieren seit 10 Minuten mit dem Fotografen und bekommen immer neue Tipps für besonders romantische Posen. Gerade halten sie ihre Arme, um ein großes Herz zu bilden. Ich überlege mittlerweile, ob ich am Ende der Tour nicht einfach ihre Mappe kaufe und die Fotos mit einem „Uns geht ey gut, Grüße aus der Türkei.“ als Postkarten an Oma und Opa schicken soll. Oder auf Din A0 im Wohnzimmer.

– Ich bin wirklich überrascht davon, wie fast schon unsichtbar der Islam hier ist. Wären nicht die Minarette hier und da, würde man es nicht erahnen können. (Wie auch immer ich mir das in meinem einfach gestrickten Hirn so vorgestellt haben mag) Gerade ist Ramadan und ich frage mich, was wohl in Deutschland los wäre, wenn die Hälfte der Leute den ganzen Tag nichts Essen und trinken würde. Man stelle sich das mal vor! Eine Berliner U-Bahn gegen 19:00 Uhr im Berufsverkehr und die Hälfte der Leute hat nichts gegessen und getrunken. Weltuntergang!

– Manchmal, wenn der Muezzin fertig mit seiner ähhh Botschaft über die kratzigen Lautsprecher am Minarett ist, hört man den Tastenton eines Telefons. Das spricht für mich dafür, dass die Lautsprecher an eine Telefonanlage gekoppelt sind. Da sitzt also jemand irgendwo in einem Kabuff und ruft lauter Sachen in sein Telefon rein, haha! Noch besser wäre allerdings, wenn sich jemand verwählt und man das dann in der ganzen Stadt hört.

– Ich habe für gewöhnlich den größten Pro-Kopf-Zuckerkonsum im Raum Deutschland/Österreich/Schweiz, aber was die Türken da anstellen ist selbst mir ein Rätsel. Allein der Fakt, dass mir etwas zu süß ist, dürfte schon verwunderlich genug sein. Zucker wird mit Zuckersoße übergossen und ein weiteres Mal mit Zucker bestrichen. Es gibt kaum süße Spezialitäten bei denen man sich nach drei Stück nicht so fühlt, als könne man nie wieder etwas Süßes zu sich nehmen. Und damit übertreibe ich nicht. Es scheint als wären die Spezialtäten weitestgehend Zucker mit Zucker und frittiertes Frittiertes. Ich gehe seitdem fest davon aus, dass die Einwohner/innen der Türkei an Diabetes sterben, wenn sie nicht vorher bei einem Verkehrsunfall an einer Kreuzung umkommen.

– Ich bin großer Fan des Dosenpfands, denn so fühlen sich kalte Soft Drinks aus Dosen gleich viel exklusiver an. In der Türkei gibt es sogar blaugefärbte Cola-Dosen. Ich denke mal, im Bereich Corporate Identitiy ist bei Coca Cola Türkei gerade eine Stelle frei geworden.

Alles in allem ein wunderbarer Urlaub und ich lasse mich gerne bald wieder mal blicken. Dann lerne ich hoffentlich auch ein paar mehr Wörter.

PS: Eine schönere und vor allem bildreichere Zusammenfassung hat meine Liebste hier gemacht.

Proberaum in den Ohren



Dienstagmorgen ist immer mein persönlicher Top-Chaosmoment der Woche, da hier mein Wecker bereits um 6 Uhr morgens klingelt und ich in einem ausgeklügelten Zeitsystem zum Zug muss. Um nicht ganz so verwirrt und übermüdet, dafür halbwegs gesellschaftsfähig zu sein, versuche ich mittlerweile akribisch am Abend vorher spätestens um 23 Uhr einzuschlafen. Für meinen Kopf muss sich das in etwa so anfühlen, wie wenn man einer Katze sagt, sie solle sich da bitte nicht hinsetzen.

Mittlerweile klappt es meistens, aber manchmal fallen mir Dinge ein, die in diesem Moment superwichtig erscheinen. Wie in den letzten Momenten eines erfolgreich geglaubten Einsatzes am Greiferautomat fällt der Schlaf kurz vorm Ziel dann einfach runter.

So hielt ich es gestern Abend zum Beispiel für eine gute Idee, endlich mal meine von Samsung bereitgestellten, neuen „Level On Wireless“ Kopfhörer auszuprobieren. Das Ergebnis war, dass ich nur vier Stunden Schlaf bekam, weil ich einfach diverse Lieder hören und NATÜRLICH eine Playlist für die Zugfahrt machen musste. Wenn es sich plötzlich so anfühlt, als würde einem James Hetfield direkt im Ohr sitzen, ist an Schlaf einfach nicht mehr zu denken.

Eigentlich ja verrückt, wie man Lieder noch einmal neu für sich entdecken kann, wenn man plötzlich das Gefühl hat, man würde mit der Band gemeinsam im Proberaum sitzen und jedes noch so kleine Detail hören. Und das obwohl ich jedes Lied bestimmt schon hunderttausendmal gehört habe. Schließlich verlasse ich seit ich denken kann das Haus mit Kopfhörern. Für mich wäre es nicht so schlimm, aus Versehen ohne Schuhe loszugehen, wie das Haus ohne Kopfhörer zu verlassen. Meine höchst wissenschaftlichen Messungen haben nämlich ergeben, dass sich beispielsweise jede Minute Arbeitsweg wie 20 Minuten Arbeitsweg anfühlt, sobald man keine Musik auf den Ohren hat.

Aber zurück zu meinen neuen Superduperkopfhörern. Im Zug entdeckte ich nämlich einen weiteren Vorteil, das Active Noise Canceling. Ich kann mir nur erklären, dass es durch Zauberei funktioniert, denn wenn man einen kleinen Knopf an den Kopfhörern drückt, werden plötzlich alle Umgebungsgeräusche einfach weggefiltert. Kein Rauschen mehr vom Zug, stattdessen hört man umso genauer das leise Quietschen der Finger auf einer Akustikgitarre. Auch nach außen hin geben die Kopfhörer selbst bei voller Lautstärke übrigens kaum einen Ton ab. Man kann also in Ruhe den „Pocahontas“ Titelsong auf voller Lautstärke hören, ohne dabei an Kredibilität einzubüßen.

Eine weitere Spielerei ist das (quasi unsichtbare) Touchpad auf der Außenseite der Hörmuschel. Zieht man darüber den Finger quer in eine Richtung, wird der vorherige oder nächste Song abgespielt. Tut man das gleiche nach oben oder unten, wird die Wiedergabe lauter oder leiser. Ein kurzes Antippen pausiert den Track. Das ist zum einen sehr praktisch, da man das Abspielgerät wie Smartphone, Tablet und Co nicht jedes mal aus der Tasche kramen muss. Und zum anderen sieht man dabei aus wie ein Zeitreisender, der gerade seine Mission koordiniert.

Wer gerne noch mehr (professionelle) Details zu den Kopfhörern wissen möchte, bekommt alle Infos dazu hier. Und wer sagt: „EY! Übertreibmanicht, die sind bestimmt garnichma so gut!“, dem sage ich: Doch, denn sonst würde ich sie nicht in der Öffentlichkeit tragen. Mit solchen übergroßen Kopfhörern wie einst im „Do they know it’s Christmas“ Video fühle ich mich nämlich ein bisschen, als würde ich aussehen, wie die neue brasilianische Stürmerhoffnung der TSG Hoffenheim. Aber was tut man nicht alles für den perfekten Proberaum im Ohr!

PS: Einziger Nachteil ist, dass unser Kater Louis aufgrund der Kabellosigkeit super enttäuscht von den Kopfhörern war. Er macht nämlich nichts lieber kaputt als Kopfhörerkabel. ABER es gibt glücklicherweise ein beigelegtes Kopfhörerkabel. Das kann man dann also entweder der Katze geben oder damit vollkommen unabhängig von der Akkulaufzeit der Kopfhörer sein.

Hinweis: Der in dem Beitrag vorkommende Level On Wireless wurde dem Ersteller des Beitrages von der Samsung Electronics GmbH zur Verfügung gestellt und die Erstellung des Beitrags auch im Übrigen von der Samsung Electronics GmbH unterstützt.

Zu Besuch in Jurassic World


Früher Samstagnachmittag, bestes Sonnenwetter – Was tut man da? Richtig, ins Kino gehen um sich „Jurassic World“ anzuschauen. Es sind Momente wie diese, in denen ich es sehr schätze, in Berlin zu wohnen. Also dann, wenn man einfach am Nachmittag ins Kino gehen kann und da besagter Film im Original im IMAX läuft.

Überhaupt ist das Kino als Sommerort vollkommen unterschätzt. Da ist es nämlich immer schön kühl, man bekommt keinen Sonnenbrand und nervige Insekten gibt es auch nicht. Kinobetreiber scheinen davon Wind bekommen zu haben, weshalb das IMAX-Ticket bereits 14 € kostet. Mittlerweile also teurer als eine Blu-Ray, die es ein paar Monate später gibt. Natürlich hinkt der Vergleich, denn auch ich sehe das Kino eher als ein Erlebnis und nicht als eine von vielen Möglichkeiten, um einen Film zu schauen an. Aber VIERZEHN Euro? So viel dürfen höchstens frisch zubereitete Smoothies kosten! Ach ja 50 Cent Online Gebühr kamen noch dazu für … hmmm keine Ahnung wofür. Und das obwohl ich online gar nicht gekauft, sondern nur reserviert habe. Ach ja, eine letzte Rentnerbeschwerde noch: Mir fehlen Zeiten, in denen Eintrittskarten so toll aussahen, dass man sie sich an eine Pinnwand übers Bett geheftet hat. Mittlerweile wären da nur noch eventim Ausdrucke und ähh solche Kassenzettel neuerdings:

Aber zurück zu „Jurassic World“. Hach, ich bekomme ja immer noch Gänsehaut, wenn sich das Tor des Parks öffnet und die Musik dazu ertönt. Allen menschen, denen es genauso geht, sei dieser Film empfohlen. Allen anderen die einen wendungsreichen, nachdenklichen Wasauchimmer-Kracher erwarten und Dinosaurier nicht leiden können … nun ja, was macht ihr in diesem Film? Natürlich gibt es von allem zu viel, aber das muss ja so in Hollywood. Was mich mittlerweile nur wirklich stört, ist das immer aggressivere Product Placement. Ich habe an sich ja nichts dagegen, nur muss es doch nicht immer so wahnsinnig plakativ sein. Man versteht auch, dass es ein Mercedes ist, auch wenn er nicht wie im Werbeprospekt geparkt ist. Oder diese wahnsinnig unnatürlichen Art und Weisen, ein Mobiltelefon zu halten, nur damit jedes Mal der Hersteller gut zu sehen ist. Man mag sich gar nicht vorstellen, was für wahnsinnig viele unangenehme Telefonate es da jedes Mal geben muss. Also wenn Marken darauf bestehen, dass ihr Produkt so und nicht anders abgelichtet ist. Da muss doch alles in einem sterben, wenn kreative Filmmacher in ein Meeting mit diversen Marketingmenschen gesetzt werden, um die Szenen durchzugehen. Aber wahrscheinlich gibt es dazwischen eh noch sehr viel mehr Ebenen. In Jurassic World gibt es in den ersten 10 Minuten jedenfalls weitaus mehr Marken als Menschen zu sehen.

Ich gehöre übrigens zu den Nerds, die sich den Grundplot von Jurassic Park und Jurassic World wirklich vorstellen können. Irgendwann wird das mit dem Klonen schon irgendwie auch ohne lebende Zellen gehen. Man kann es sich nur jetzt natürlich noch nicht vorstellen. Wenn man jemandem vor 30 Jahren das Internet erklärt hätte, dann hätte der das auch weitaus verrückter gefunden, als einen Park voller wiederbelebter Saurierspezies.

Viel unrealistischer waren am Film ganz andere Dinge. Man stelle sich das Mal vor: Ein Park auf einer Insel vor Costa Rica wo alles so High Tech ist, dass es wahnsinnig teuer ist. Die Folge ist, dass nur reiche Kids dorthin kommen. Im Film sind die alle wahnsinnig liebe und begeisterte Dino-Fans die mit ihren Lomo Kameras (HAHAHAHA!) aufgeregt Fotos machen. Malen wir uns das doch mal in der Realität aus. Ein Dinosaurier Park wäre so ziemlich der letzte Strohhalm, wo reiche Eltern ihre Rich Kids of Instagram hinschicken, um sie irgendwie für etwas begeistern zu können. Das Ergebnis wäre ein Park voller genervter, verzogener Kids, die keine Lust auf irgendwas haben. Was für eine wahnsinnig unangenehme Insel das dann wäre. Und die Mishcung erst! Dinosaurier und genervte Teenager. Im Prinzip ja das gleiche irgendwie.

Als „Parks and Recreation“ Fan hat man übrigens die ganze Zeit dieses wohlige Gefühl der Freude, dass Chris Pratt jetzt auf einmal der heisseste Scheiß Hollywoods ist. Ich bin so stolz auf dich, Andy! Und der Film bekommt dadurch so eine schöne zweite Ebene, wenn man sich die ganze Zeit automatisch denkt, der junge Dinosaurier-Trainer wäre eigentlich Andy Dwyer aus Pawnee.

Apropos Dino-Trainer. Ja, im Film werden Velociraptoren von Menschen trainiert. Es ist wahnsinnig ernüchternd, wenn man in einem Film gesehen hat, wie Velociraptoren aufs Wort hören und dann kommt man Heim und da liegen zwei Katzen da, die … naja sie liegen halt rum. Das ist ja auch okay, aber dann sollen sie wenigstens nicht so vorwurfsvoll gucken, wenn sie schon keine Tricks können.

– ACHTUNG SPOILER –
PS: Ich hätte gerne eine Romantic Comedy, welche direkt an das Ende des Films anschließt.
PPS: Es ist wahnsinnig unbefriedigend, dass die legendäre Melodie aus dem ebenso legendären Soundtrack bis aus eine Ausnahme nie ganz gespielt wird. immer nur Deee Deee …. statt Deee Deeee DeDeDeeeDeeeeDeeee

3 Minuten zu früh


Ich weiß gar nicht, seit wann das so ist, aber wenn man neuerdings irgendetwas auf oder mit einem Berliner Amt machen möchte, muss man dafür einen Termin haben. Die Vergabe der Termine erfolgt dabei komplett online. Das Problem allerdings ist, dass alle Ämter vollkommen unterbesetzt sind. Das wiederum hat zur Folge, dass der Online-Terminkalender randvoll rot und ausgebucht ist. Wenn man Glück hat, bekommt 3 Monate später einen Termin in einem Amt an einem komplett anderen Ende Berlins.

Ich rechne es mir selbst hoch an, meinen Termin trotzt 3 Monaten Wartezeit nicht verpasst zu haben und erschien genau 3 Minuten vorher. Allerdings habe ich dafür auch den Taxi-Cheatcode benutzt. Ich bin ja großer Fan von Gesprächen mit Taxifahrern. Mein Tipp dazu: Man muss zum Gesprächseinstieg sehr verständnisvoll sein und darauf schimpfen, dass die Gepflogenheiten im Taxigewerbe in den letzten Jahren sehr bergab gingen. Ungeschriebene Gesetze werdne gebrochen, man nimmt sich die Gäste weg und so weiter. Am besten legt man dann noch hinterher, wie schwierig die Taxiprüfung ist, da man dafür ja alle Hauptstraßen Berlins kennen muss. Schon hat man das Herz des Taxifahrers gewonnen und sie erzählen ihre tollsten Geschichten und Ideen. Letzte Woche erzählte mir einer davon, wie sehr er die Trams in Berlin hasst. Die Straßen werden allein durch die Schienen derart kaputt gemacht, dass man von dem Geld eine neue U-Bahn-Linie bauen könnte. Ausserdem hatte er mal Architektur studiert und ist fest davon überzeugt, dass es bald Kurzstreckenhelikopter für den innerstädtischen Verkehr in Berlin gibt. Äh ok. Danach habe ich ihm die DDR erklärt.

Ich weiß auch nicht was das über mein klischeehaftes Verhalten gegenüber Taxifahrern mit Migrationshintergrund aussagt, aber unseren Sommerurlaub (also den von meiner Frau und mir, nicht mit einem Taxifahrer) verbringen wir dieses Jahr in der Türkei und ich habe mir fast alles aus Tipps von Taxifahrern zusammen gestrickt.

Wie toll es wäre, wenn man bei Taxifahrten auch noch Amtskram erledigen könnte. Aber nein. Zurück also zum Amt. Diese Terminvergabe ist theoretisch ja eine super Sache, da man so ohne lange Wartezeiten auskommt. Hat aber den Nachteil, dass das in der Praxis nur bedingt greift, denn wie so oft in Deutschland krachen hier dumme und genervte Menschen aufeinander. Auf der einen Seite sind Menschen, die diese Terminpflicht trotz tausender Hinweise nicht verstanden haben und auf der anderen Seite genervte Amtsmitarbeiter, die dadurch noch genervter werden. Ein Teufelskreis. Und dabei rede ich nicht von Omis, die das alles nicht verstehen. Omis dürfen das. Ich meine da eher Instagram-Kids. Aber rein vom äußerlichen her, haben die ihre Piercings und Tattoos auch ohne Termin bekommen, von daher.

Mein Ausweis ist seit mittlerweile drei Jahren abgelaufen, ich musste mir also vorher schon diplomatisch zurecht legen, wie ich vorgehen würde, um großen Geldstrafen zu entgehen. Auf Ämtern arbeiten aber immer Frauen vom Typ vorwurfsvolle Mutti und mit diesem Typ Mensch kann ich ganz gut. Da verwandle ich mich immer kurz in eine Art Florian Silbereisen des Bürgeramts und die Erfolgsquote davon liegt bei ca 70%.

Ich kam also rein und eröffnete das Gespräch mit:

„Hallo ich wollte mich ummelden und habe dabei bemerkt, dass mein Ausweis seit Äonen von Jahren abgelaufen ist. Kann ich noch mal Heim und packen bevor ich ins Gefängnis muss?“

Die Frau mit rotgefärbtem Igelschnitt (Pflicht auf jedem Amt) daneben lachte, meine Sachbearbeiterin allerdings nicht. Ohne die Mundwinkel auch nur minimal zu verziehen sagte sie „Wollmermaschaun.“ Und wies mich und ihre Kollegin danach darauf hin, dass „Äonen“ viel zu lang sind. Zur Erklärung: Äon kommt aus dem Griechischen und steht für Ewigkeit. Willkommen in Deutschland. Mit meiner Florian Silbereisen Nummer würde ich heute wohl nicht weit kommen.

Danach habe ich direkt zwei wichtige Sachen gelernt: Es ist vollkommen okay, dass der Ausweis ungültig ist, wenn man einen gültigen Reisepass hat. Und die Ummeldung und Beantragung eines neuen Ausweises sind zwei Vorgänge für die man auch zwei Termine braucht. Immerhin konnte mich mein Silbereisen-Charme davor bewahren.

Aber wieder einmal interessant zu sehen, wie die meisten Amtsmitarbeiter mit ihrem Job bereits innerlich abgeschlossen haben. Dieser Tage tritt irgendeine Führerschein-Neuerung in Kraft, aber bisher wusste keiner, was die so 100%ig beinhaltet. In den 5 Minuten, die ich dort war, wiederholte meine Sachbearbeiterin gegenüber ihren Kolleginnen 3 Mal: „Ja, wir arbeiten ja damit und bekommen es deshalb eh als Allerletzte mit!“ Es musste unbedingt Bestätigung her, dass alles zwischen den Spanplattenschränken ganz fürchterlich ist.

So ziemlich das Gegenteil von einem Amtsbesuch hatte ich dann am Abend: Ein La Dispute Konzert. Allerdings mit der Parallele, dass ich ebenfalls 3 Minuten vor Beginn da war. Ha! Meine beiden Male pünktlich sein fürs Jahr und das dann auch noch an einem Tag!

Das Konzert fand im Berliner C-Club statt und mir fiel ein weiteres Mal auf, dass es sich dabei um eine meiner Lieblingskonzertlokalitäten handelt. Der Laden hat eigentlich die ideale Größe, einen guten Sound und – ganz wichtig – als ehemaliges Kino einen abgestuften Boden. Sprich auch ich, als großer Mensch, kann weiter vorne stehen ohne den Hass der restlichen Menschheit hinter mir zu spüren. Hach!

La Dispute sind meine absolute Lieblingsschreihalsband und enttäuschten auch dieses Mal nicht. Sehr nette Jungs, die sehr gute Musik machen und die ersten 4 Reihen sind wie gewohnt voller Tumblr-Kids. Es gibt ja viele Menschen, die einer Band sofort den Rücken kehren, wenn mehr als anderthalb Teenies bei einem Konzert auftauchen. Aber mir fiel auf, dass ich das doch sehr gut finde, wenn nicht alle schlechten Deutschrap auf YouTube hören. Man hat ja schließlich selbst auch noch ganz gut diese besonderen Erinnerungen, an die allerersten Konzerte im Kopf. Also immer vor mit der Jugend. Allerdings nur so lange es nicht ganz solche Ausmaße annimmt wie bei Casper oder Billy Talent, denn dieses Gemisch aus Teenieschweiß und Vanille-Deo brennt dann einfach zu sehr in den Atemwegen.