Eigentlich wollte ich gleich am Morgen in Richtung Süden, um mich an der Warteschlange für die Fähre zur Freiheitsstatue und Ellis Island anzustellen. Ich wollte doch endlich mal das Einwanderer Museum sehen, denn jedes Mal wenn ich die Freiheitsstatue da im Hafen stehen sehe, muss ich mir vorstellen, wie es wohl gewesen sein muss, wenn man sie nach wochenlanger Schifffahrt endlich gesehen hat und wusste, dass man nun am Ziel für ein neues Leben ist. Klingt kitschig, war aber so.

Mein Zeitmanagement machte mir da aber einen Strich durch die Rechnung. Statt früh am Morgen, kam ich wieder erst am frühen Nachmittag an. Auf eine Stunde Wartezeit hatte ich mich eingestellt und extra meine Playstation Portable eingepackt. Am Ticketschalter gab es nun aber den Hinweis, dass man gerade für anderthalb Stunden anstehen müsste. Och menno. Wieder zu lang für mich und ich verschob mein Date mit Miss Liberty ein weiteres Mal.

Ein kleines Stückchen weiter nördlich gibt es den historisch wohl zweitwichtigsten Punkt New Yorks: Grund Zero. Im vergangenen Jahr war ich schonmal dort und kann mich noch gut dran erinnern, was für eine unangenehm bedrückende Situation das war. Es ist komisch an einem Ort zu stehen, den man in und auswendig aus dem Fernsehen kennt, weil man noch genau weiss, was man an diesem einen Tag gemacht hat und den ganzen Tag vorm Fernseher saß. Zumindest ging es mir so.

Emotional anfällig wie ich bin, habe ich vor einem Jahr einen Kloß im Hals bekommen und mich recht schwer getan das irgendwie einzuordnen. Natürlich passiert rund um die Uhr viel zu viel Leid auf der ganzen Welt aber der 11. September war so ein herausstechendes Ereignis, auch weil es zu einem solchen gemacht wurde. Ein Anschlag in diesem Ausmaß auf die westliche Welt, in der man selbst ja auch lebt, fühlte sich so viel näher an als alles was man sonst so kannte. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es (im Gegensatz zum bis dato größten Bombenabwurf im Kosovo am gleichen Tag) auf allen verfügbaren Nachrichtenkanälen rund um die Uhr lief.

Ich tue mich schwer das alles in Worte zu fassen, weil es a) damals für mich ein erstaunlich bewegendes Ereignis war, weil es sich wie gesagt so nah anfühlte aber b) weiss ich natürlich auch, dass das ein Stück weit Quatsch ist, dieses über andere ähnliche schlimme Ereignisse zu stellen und das daraus ebenfalls viel zu viel Unheil resultierte. Merke: Sobald Gewalt ins Spiel kommt wird alles kompliziert. Und doof sowieso. Steht man nun aber an dem Ort wo das alles passiert ist, blendet man für den Moment diesen Punkt b) aus und ist irgendwie ein bisschen überfordert mit der Situation.

Zumindest ging es mir im vergangenen Jahr so und ich war gespannt, ob es dieses Mal wieder so sein würde. Es war anders. Natürlich war da wieder dieses mulmige Gefühl aber nicht ganz so stark wie beim ersten Mal. Viel eher merkte ich, dass ich einfach nicht wusste, wie ich das Ganze für mich einordnen soll, diesen Ort da. Ein komischer, geschichtsträchtiger Ort an dem alle stehen bleiben, innehalten und in die Luft gucken. Obwohl da natürlich nichts ist, beziehungsweise langsam wieder die neuen Gebäude. Umso komischer wird das Gefühl übrigens, wenn man in den leeren Himmel schaut und gerade ein Flugzeug vorbei fliegt.

Wenn ich schonmal dort war, dachte ich, könnte ich auch gleich Gebrauch von meinem Explorer Pass machen und das 9/11 Memorial anschauen. Normalerweise ist da immer eine riesige Warteschlange und man muss sein Ticket am besten schon im Voraus online mit zeitlichem Termin buchen. Aber vielleicht geht das mit dem Explorer Pass ja besser. Auf meinem Weg auf der Suche nach dem Ticket Office fand ich aber durch Zufall etwas anderes.

Bei 9/11 Tribute werden Führungen von Leuten angeboten, die in direktem Zusammenhang damit stehen. Also beispielsweise Familienangehörige der Opfer, Feuerwehrleute die überlebt haben oder freiwillige Helfer. Erstaunlicherweise gab es dort überhaupt keine Warteschlange und ich konnte direkt die nächste Führung 10 Minuten später nehmen. 10 Dollar kostet das Ganze und man bekommt dafür eine etwa anderthalbstündige Führung. Ich hatte absolut keine Ahnung, was mich nun erwarten würde, war aber sehr gespannt.

Eine ältere Dame kam zu uns und kümmerte sich um die kleine Gruppe von gerade mal 11 Leuten. Auf dem Weg in Richtung Memorial erklärte sie ein paar Details zu einer Bronze Gedenktafel an einer Feuerwehrstation, die schrittweise die Abfolge der Ereignisse am 11. September wiedergibt. Nach den einleitenden Worten wurden wir direkt vorbei an der langen Warteschlange zur Sicherheitskontrolle vom 9/11 Memorial geführt. Daran habe ich mich hier schon gewöhnt, möchte man eine größere Sehenswürdigkeit oder ein Fernsehstudio besuchen, wird man vorher standardmäßig wie am Flughafen kontrolliert.

Die ältere Dame, deren Name ich leider vergessen habe (Ich glaube, Ellen war’s) zeigte nun ein paar Fotos und verwies dabei auf Gebäudeteile, welche die Anschläge überlebt hatten. Man kennt zwar alles irgendwie aus dem Fernsehen, aber mit genauen Angaben ist das dann noch einmal etwas anderes. „Würden wir hier am 10. September 2001 stehen, dann stünden wir gerade in der Lobby des Marriot Hotels.“ erzählt sie, während wir auf einem gepflasterten Weg neben einer Wiese stehen.

Was nebenbei wirklich schön bei diesem Vortrag war, war das sie keine große Christentumskeule geschwungen hat und die gewohnten überspitzten Stars & Stripes Phrasen gedroschen hat. Nein, sie hat einfach nacherzählt, was wie passiert ist und das allein war eh schon schlimm und bewegend genug.

Wo einst die Türme standen befindet sich nun ein kleiner Memorial Park und an den genauen Standpunkten der Türme befinden sich zwei Wasserfälle. Rundherum sind die Namen der Opfer eingraviert und die Wasserfälle sind so konzipiert, dass man ihr Ende in der Tiefe nicht sehen kann, um den unendlichen Verlust der Opfer an diesem Tag darzustellen. Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig wiedergegeben.

So groß wie einer dieser Wasserfälle war übrigens auch der Krater in den unteren Etagen des World Trade Centers bei einem Anschlag zu Beginn der 90er Jahre. Hätte es den nicht gegeben, wären die Folgen von 9/11 noch weitaus schwerwiegender gewesen, denn man lernte daraus und führte einige neue Sicherheitsstandards ein.

Nebenbei lernte ich noch andere interessante Dinge. Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass früher die Küste nur bis zum Bauplatz des World Tradee Centers ging. Da man aber 7 Stockwerke in die Tiefe baute, wurde alles was man zu Tage förderte dann einfach zu einer Erweiterung von Manhattan. Bevor das in den Folgejahren alles bebaut wurde, hatten die New Yorker an dieser Stelle also einen richtigen Strand.

Ebenfalls wusste ich gar nicht, dass das zweite Flugzeug erst am WTC in Richtung der Freiheitsstatue vorbei geflogen ist, dort gewendet hat und dann erst in den zweiten Turm mit voller Wucht eingeschlagen ist. Sehr interessant zu hören war, wie die ältere Dame am Ende des Vortrags ihre Erlebnisse des Tages wiedergab. Was für ein Tag das überhaupt war. So einer wie heute sagte sie, also sehr angenehm sonnig ohne eine Wolke am Himmel. Es war erster Schultag und zudem Bürgermeisterwahl. Da Arbeitnehmer für letzteres eine Arbeitsstunde frei bekommen, kamen viele an diesem Tag erst später ins Büro. Beziehungsweise wären sie später gekommen. Zum Glück.

Die Vortragsdame wohnt seit den Siebzigern in der unmittelbaren Nachbarschaft des World Trade Centers. Ich habe nicht genau verstanden ob sie nun Sport- oder Physiklehrerin an einer Schule in der Nähe ist/war jedenfalls wartete sie am 11. September 2001 auf die Schulkinder zurück aus den Sommerferien und war auf nicht sonderlich viel Arbeit eingestellt, da am ersten tag eh immer nur Papierkram gemacht wird und dann alle wieder heim gehen.

Kam dann aber anders. Sie arbeitete ab und zu als freiwillige Helferin im Krankenhaus, was sie dann auch an diesem Tag tun würde. Sie erzählte vom riesigen Chaos was es überall an diesem Tag gab. Wie sie versuchte einer jungen Polizistin zu helfen. Diese hatte keine körperliche Verletzung, stand aber schwer unter Schock und redete immer wieder von kleinen Explosionen, die sie unaufhörlich in ihrem Kopf hörte. Später stellte sich heraus, dass was sie damit meinte, das Geräusch war, wenn Menschen in Panik aus den Türmen sprangen und ihre Körper auf dem Boden aufschlugen.

Ein komisches Gefühl das zu hören, während man genau an diesem Ort auf einem Stein in der Sonne sitzt. Die ältere Dame erzählte weiter, wie sie versuchte, an diesem Abend nach Hause zu kommen, aber nicht durfte. Alles war polizeilich abgeriegelt, da es sich um einen Tatort handelte. Da es aber einfach nicht genügend Polizei gab, fand sie ein paar Ecken weiter doch noch einen Weg nach Hause. Wie in einem gruseligen Science Fiction Film sei es gewesen, sagte sie. Alles war voller staub und vollkommen still. Zum einen weil kein Mensch mehr dort war, zum anderen weil die große Antenne auf dem einen der Twin Towers Manhattan mit dem Fernsehsignal versorgte und das logischerweise dann auch ausgefallen war und es zusätzlich noch viel ruhiger war.

Keiner wollte so recht aus dem Haus gehen, weil alle Angst hatten, man würde sie nicht mehr zurück lassen. Sie entschied sich aber dafür trotzdem nach draußen zu gehen, um wieder im Krankenhaus zu helfen. Auf der Straße wurde sie dann von einer Straßensperre der Arm begrüßt. Genau genommen Soldaten mit Maschinengewehren. Direkt vor der Haustür, da wo sie seit den Siebzigern wohnte. Sie beschrieb wie schockiert sie davon war und zu winken begann um zu zeigen, dass sie sich den Soldaten in friedlicher Absicht nähert. Was für eine absurde Situation. Die Menschen in der direkten Nachbarschaft zum WTC durften übrigens über ein Jahr lang nicht zurück in ihre Wohnung.

Eine sehr bedrückende Situation wenn man all das gehört hat. Dafür auch umso interessanter. Detailreiche gelebte Zeitgeschichte, die man so auf keinen anderen Weg bekommen kann. Ich kann diese Tour sehr empfehlen und überlege sogar sie noch einmal zu machen, nur um mir die Geschichte einer anderen Person anzuhören. Ausserdem hat man den Vorteil, dass man sich nicht an die lange Warteschlange am 9/11 Memorial anstellen muss. Und ehrlich gesagt … wenn man diesen Platz ohne dieses Hintergrundwissen betritt, kann man damit absolut nichts anfangen.

Ein paar kleine Wiesen, daneben ein paar Bäume, die Wasserfälle und rundherum Bauarbeiten. Ähnlich wie das Holocaust Mahnmal in Berlin. Man ist sich der Brisanz dieses Platzes bewusst, aber so richtig greifen kann man es ja doch nicht. Ausser eben, jemand erzählt nicht nur eine, sondern seine eigene Geschichte dazu.

Ist das nicht so, führt das oftmals zu etwas, was mich an gesundem Menschenverstand zweifeln lässt. Wer um alles in der Welt macht süße Pärchenfotos an einem Ort der als Mahnmal für ein Massengrab gilt. Während man vorne erzählt bekommt, wie die Körper auf dem Boden aufgeschlagen sind, posieren im Hintergrund Leute möglichst funky und mit breitem Grinsen für ein schönes Urlaubsfoto. Ganz ehrlich, ich verstehe das nicht. Um mal bei dem Beispiel von eben zu bleiben – am Berliner Holocaust Mahnmal ist das genauso. Allein in meinem Facebookfreundeskreis gibt es mehrere Leute, die das scheinbar für ein super Profilbildfotostudio halten. Ich weiß ja nicht.

Weil ich es mag, wenn meine Tourismusaktivitäten so miteinander verbunden sind, dass sie Sinn ergeben, begab ich mich mit Kloß im Hals zum nächsten Anlaufpunkt des Tages. Was kommt nach 9/11? Richtig, Militär. Also ab zum „Intrepid Sea, Air & Space Museum“. Passenderweise ist das in so etwas hier drin:

Mein Zeitmanagement machte mir allerdings erneut einen Strich durch die Rechnung und ich kam erst kurz nach 5 an. Zack, geschlossen. Wie die meisten Museen der Stadt um diese Zeit. Na toll. Mein schöner sinnvoller Plan. Also lief ich wieder ziellos in Richtung meines Apartments und wusste nicht so recht was ich nun machen sollte. Alle anderen Museen hatten ja nun auch zu oder würden gleich schließen. Meine schöne Museumszeit!

Auf meinem Weg stand ich plötzlich davor:

Oh. Ich schaute mir die kurzen Promofilme auf den Bildschirmen an der Hauswand an (lauter glückliche Menschen die davon sprachen wie glücklich sie sind) und sah einen Verweis darauf, dass man sich drinnen einen Einführungsfilm zur Dianetik anschauen kann. Keine Ahnung, was Dianetik ist, aber es ist ein Freifahrtsschein um mal bei Scientology vorbei zu gucken, also habe ich es einfach gemacht.

Hübsch eingerichtet. Viel Holz und Glas. Dazwischen lauter Schreibtische und Bücherregale. Es sieht so aus, als hätte hier ständig jemand etwas zu tun. Ich bat an der Rezeption darum den Einführungsfilm zu sehen und wurde gleich eine Etage höher zur nächsten Rezeption geschickt. Da ich einen kleinen Versprecher in meinem erneuten Fragen nach dem Einführungsfilm hatte, fragte der breit grinsende junge Herr an der Rezeption gleich, wo ich den herkomme. „Germany.“ – „Ahh wie geht es dir?“. Als ich sage, dass ich aus Berlin komme, sagt er gleich, dass er dort einige Leute kennt.

Er bittet mich ihm zu folgen. Ich sehe einen riesigen Vortragssaal der aussieht wie eine Mischung aus Kirche und Untergrundorganisation. Woah. Nein, Tom Cruise war nicht dort. John Travolta und Juliette Lewis auch nicht. Der junge Herr führt mich in einen kleinen Kinosaal eine Tür weiter. Einen Augenblick später sitze ich komplett allein in einem Kinosaal bei Scientology und schaue mir deren Einführungsfilm an. Hätte gerne ein Erinnerungsfoto für das Familienalbum davon gehabt.

Ich hatte um ehrlich zu sein absolut keine Ahnung was mich erwarten würde, wollte es aber einfach interessehalber mal gemacht haben. Alles beginnt mit der Geschichte eines Hafenarbeiters. Der rammt sich bei einem Unfall in den 40ern einen Haken ins Bein und ihm droht nun, dass ihm das Bein abgenommen wird. Kurz bevor es dazu kommt meldet sich aber ein Herr Hubbard. Der redet ein bisschen mit dem Patienten und wie durch Zauberhand wird alles wieder gut.

Die Schauspieler des Films sind alle nicht sonderlich gut und so hatte der Film oftmals eine unfreiwillige Komik. Auffällig war übrigens auch die Musik. Sobald Herr Hubbard etwas machte, war sie fröhlich, ging es aber um andere Felder der Wissenschaft kamen gleich dunkle Töne.

Auf einmal gab es eine Szene in einer Art Hörsaal der damaligen Zeit. Der war schlecht beleuchtet und der vortragende Professor hatte lange fettige Haare und sah super gruselig aus. Düstere Musik dazu und er erklärte ein neues Verfahren. Eine anscheinend lebenden Person steckte er eine Art Meissel ins Auge und hämmerte darauf. Keine Ahnung was das sollte. Das waren jedenfalls die Bösen in dem Film. Mediziner und Psychologen kamen ganz schlecht weg. Die sind alle eingebildet und böse habe ich heute gelernt.

Herr Hubbard hingegen hielt an seiner Lehre fest und schrieb ein Buch über seine Dianetik. Das hat sich dann supertoll verkauft weshalb sich der Verleger (sah aus wie der Monopoly Mann) megamäßig freute. Sehr schön übrigens die Szene in der Druckerei. Schnitt auf ein paar Bücher über moderne Psychologie. Dann Schnitt zu den Dianetik Büchern „Ahhh endlich sind sie fertig! Sofort verpacken!“ – „Und was wird mit den anderen?“ Schnitt zurück auf die Psychologie Bücher – „Na die brauchen wir ja jetzt nicht mehr!“

Wenn ich es richtig verstanden habe, wird bei der Dianetik das Gedächtnis in zwei Hälften unterteilt. Eine behält dabei schmerzhafte Erinnerungen die einen im späteren Leben in gewissen Situationen lähmen und die Dianetik hilft einem dann dabei alles rational und ohne Schmerzen anzugehen. Irgendwie so war das.

In dem Moment als der Film vorbei war öffnete sich die Kinotür und ein anderer junger Herr kam herein. Einen netteren und braver aussehenden hätte man wohl in ganz New York nicht finden können. „You’re from Germany right?“ – „Yep!“ – „Ahh wie geht’s dir?“ Kam mir bekannt vor.

Er drückte mir das Dianetik Buch, bestens vorbereitet direkt auf Deutsch, in die Hand. Ich hatte schon damit gerechnet, dass womöglich noch ein Verkaufspart kommen würde und überlegte mir im Bruchteil einer Sekunde eine Ausrede. Die war total super, aufgepasst: Ich hab mir das Buch bei Amazon bestellt, bin dann aber in den Urlaub nach New York geflogen und habe zufällig gesehen, dass man hier einen Einführungsfilm dazu sehen kann. Hey, immerhin stimmen 50% davon.

Der nette junge Herr glaubte mir bereitwillig meine Geschichte und hatte direkt noch eine DVD parat. Das ist dann der Film zum Buch. Eine junge Dame kam hinzu der er sagte „Hey, he already ordered the book on amazon!“ – „Wow that’s GREAT!“ Ich nickte ihr zu und versuchte möglichst euphorisch dabei auszusehen. Hat glaube ich eher mittelmäßig geklappt.

Er führte mich daraufhin in einen weiteren Raum wo ich zum Abschluss nach unserem kurzen Gespräch noch einen kleinen Film zu sehen bekam. Ein Kapitel der DVD. Darin ging es wieder um die beiden Gedächtnisteile. Wenn man mal von gekochten Eiern kotzen musste, dann wird einem wahrscheinlich auch später wieder schlecht davon, wenn man gekochte Eier vorgesetzt bekommt. Mit Hilfe der Dianetik kann man dann wieder gekochte Eier essen. Problemlos. So der Film.

Danach war ich glücklicherweise entlassen, bedankte mich artig bei allen und ging wieder. Das System und der ähhh Glaube bei Scientology ist natürlich sehr viel vielschichtiger, kann man hier ein bisschen nachlesen. Auch was daran alles böse ist. Mutti wenn du das liest – Keine Sorge, ich wollte mir das nur mal angucken.

Ein sehr komisches Gefühl hatte ich danach. Auf meinem weiteren Weg wurden mir gleich 3 Flyer für Stripclubs gegeben. War das jetzt schon so ein Scientology Effekt? Dabei ähhhhm, ist doch meine Amazonbestellung noch gar nicht da. Ich habe „Topless Entertainment“ von einem der Flyer zu meinem Lieblingswort des Abends gekürt und lief weiter zu meinem persönlichen Scientology Ersatz: Nintendo! Leider war aber die zweite Etage der Nintendo World (da gibt es immer eine kleine Ausstellung) nicht geöffnet, weshalb ich wohl oder übel noch mal zu Nintendo gehen muss. Alles wird gut.

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