3. Januar 2013 | 15:36 Uhr


Ein schöner Nebeneffekt von Weihnachten und Silvester ist ja das Fernsehprogramm. An Weihnachten wird zum Beispiel das wohlig warme Klassikerprogramm in der hundertsten Wiederholung ausgepackt, schließlich sitzt da ja die gesamte Familie vorm Fernseher. Beispiel: Am Heiligabend liefen “E.T.”, “Kevin allein Zuhaus” und das Weihnachtsfest der Familie Griswold gleichzeitig. GLEICHZEITIG! Mein Kopf!

Bei Silvester ist das ähnlich. Da läuft der Fernseher meist eher nebenbei und es werden gerne blockweise gute Sachen gesendet. 3Sat zum Beispiel sendet da seit Jahren den ganzen Tag über großartige Konzerte. ZDF.kultur hat das in diesem Jahr ähnlich gemacht. Am besten allerdings fand ich, dass ich dank dem Silvesterprogramm von ZDF_neo an eine meiner Lieblingssendungen des Jahres erinnert wurde. Ich hatte immer das Gefühl, dass sie ein wenig untergegangen ist aber vielleicht lag das auch nur daran, dass ich sie viel zu selten gesehen habe und selbstverständlich von mir auf den Rest der Welt schließe.

Die Rede ist von “Nicht nachmachen”. Das Konzept der Sendung (welches übrigens aus Norwegen kommt) ist so einfach wie toll: Wigald Boning und Bernhard Hoëcker zerlegen auf verschiedenste Art und Weise 6 Folgen lang ein abrissreifes Haus. Und meistens sogar genau so, wie man das eben machen würde, wenn man ein bisschen Geld und ein abrissreifes Haus zur Verfügung hat.

Um das besser zu veranschaulichen, hier die erste Folge. Unter anderem mit dabei: Eine ungeöffnete Suppendose auf der Herdplatte, Silvesterraketen an einer Wäschespinne, eine Rotweinflasche in der Mikrowelle, Kaffee im Wassertank um das ganze Haus damit zu versorgen und vieles mehr. Großartiges Destructainment!

PS: Noch besser wäre die Sendung natürlich, wenn man keine Lebensmittel verschwenden würde.
PPS: Wie viele erboste Zuschriften wohl in Mainz eingingen, weil man so eine Sendung unmittelbar vor der großen (und gerne kreativen) Böllerei sendet. Haha!

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