Endlich habe ich auch mal so einen reißerischen Titel, hoffentlich werde ich jetzt viraler Socialmediasuperklickstar und verdiene Geld mit Schminktipps auf YouTube. Aber mal ehrlich. Als ich vor ein einigen Wochen mit meiner Liebsten zu Gast in meiner Thüringer Heimat war, durfte ich Zeuge eines besonderen Naturschauspiels werden.

Ein lautes Knacken, was man nicht so recht zuordnen kann, irgendwo im Wald, dann noch mehr Knacken und ein lauter, dumpfer Schlag, den man im Bauch spüren kann. So hört und fühlt es sich also an, wenn ein Baum im Wald umfällt. Einfach so. Er war wohl etwas morsch, hatte keine Lust mehr und stürzte deshalb einfach quer über den Weg.

Hätte ich kein „Wartemaljaichwillkurzfoto“ gehabt, hätte es also gut möglich sein können, dass dieser Baum einfach auf uns drauf gefallen wäre. Bei meinem allgemeinen Talent (was öfters den Drehbüchern von Adam Sandler Filmen gleicht) wäre die Chance dafür wahrscheinlich gar nicht mal so klein gewesen. Heieiei. Wäre dieser Baumsturz Schicksal gewesen? Habe ich mit dem Foto, was ich währenddessen von einer Felswand machte, mein Schicksal überlistet? Geht es mir jetzt wie in „Final Destination“ und ich verrenke mich morgen am Altpapiercontainer oder so?

Ich bin Instagram jedenfalls dankbar dafür, mir diese kleine Wendung ins Leben gebracht zu haben und immer noch beeindruckt von dem dumpfen Schlag, als der Baum kurz die Stille im Wald störte. Schon lustig, wie viel mehr man danach plötzlich auf wehende Bäume im Wind achtet. Grund genug also, um beim Besuch am letzten Wochenende noch mehr Fotos für Instagram zu machen. Zum einen, weil das scheinbar super als Cheatcode gegen stürzende Bäume funktioniert und zum anderen, weil der Thüringer Wald im Herbst manchmal so ausschaut, als wäre er aus Kanada importiert worden.

instagram.com/hermsfarm

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