Da man von Berlin aus mit dem Zug gerade mal eine Stunde nach Wolfsburg braucht, habe ich neulich die Chance genutzt und mir den Pokalkracher zwischen dem FC Bayern und dem VFL Wolfsburg angeschaut. Das Stadion ist gerade mal eine Viertelstunde vom Bahnhof entfernt und der Weg dorthin fühlt sich an, als wäre Wolfsburg ein kleiner, absurder Freizeitpark. Erst läuft man durch ein kleines Outlet Center und dann an der Autostadt vorbei. Überall stehen alte, neue, schöne, besondere und verrückte Autos. Allesamt wunderhübsch angestrahlt, während im Hintergrund die Schornsteine des VW-Werks thronen. Selbst das vergleichsweise kleine Stadion wirkt durch seine Umwelt fast wie ein Autohaus.

Für stolze 70€ hatte ich ein Ticket in Reihe 5 nahe der Mittellinie bekommen. Ich mag es, so nah am Spielgeschehen zu sein, dass man das Geräusch jede Ballannahme hören kann, die Zurufe und Anweisungen der Spieler hört, so wie deren Mimik dazu sehen kann. Gerade die erste Halbzeit war dabei wie ein permanentes Dessert mit feinstem Fußball. Philipp Lahm stand dabei die meiste Zeit vor mir und ich konnte aus nächster Nähe beobachten, wie er die Fäden zog. Ebenso wie Xabi Alonso zu dem ich mir einrede, dass wir befreundet sind, seitdem wir im Frühsommer diesen Jahres mal zusammen gekickt haben. (Er hat mich allerdings gar nicht gegrüßt, wahrscheinlich hat er mich nur übersehen. Oder??)

Hach, mein FC Bayern. Vor einigen Wochen war ich in München und habe während einem Spaziergang das altehrwürdige Olympiastadion besucht. Ich habe mich auf einen der alten Schalensitze gesetzt und darüber nachgedacht, wie unerreichbar dieser Ort für mich früher war. Während so ziemlich alle Fußballfans in meinem Freundeskreis aus Liebe zu ihrem Verein schon im Kindesalter in der Kurve im Stadion standen, saß ich in meinem Kinderzimmer in Thüringen und das Olympiastadion war für mich dabei in etwa so unerreichbar, wie die Tiere aus meinem Afrika Buch. Wobei es die immerhin im Zoo gab, Mehmet Scholl hingegen nicht. Den gab es nur einmal.

Mit 14 war ich dann zum ersten und einzigen mal im Olympiastadion. Es fühlte sich an wie im Film und ich kann mich heute noch an beinahe jeden Moment erinnern. Carsten Jancker und Giovanne Elber sahen wirklich so aus, wie man sie aus „ran“ kannte und bereits 10 Jahre vor der WM in Südafrika kaufte ich eine Vuvuzela. Ich Trendsetter. Meine blonden Strähnen damals kamen eben nicht von ungefähr.

Wenn es hochkommt sehe ich den FC Bayern heutzutage etwa fünf Mal im Jahr. Jedes Spiel so exklusiv wie ein Stück aus einer Pralinenschachtel und jedes Mal etwas besonderes. Ich wäre gerne weniger diese Form des Edelfans, aber das geht aus der Ferne ja leider eher schlecht. Dafür werde ich aber auch niemals das Heimspiel-Gefühl beim mir von Gott und meinem Vater zugeteilten Herzensverein verspüren. Denn für mich ist jedes FC Bayern Spiel ein Auswärtsspiel. Egal ob in Berlin, Wolfsburg oder München. Aber das ist okay, die gewinnen ja auch ohne mich relativ oft.

Aus der Ferne kann man sich dafür dann mit anderen Dingen umso mehr beschäftigen. Zum Beispiel mit Coca-Cola Dosen mit Vereinslogo sammeln. Die stapelten sich früher auf meinem Schrank und so ergriff mich eine kleine Nostalgiewelle, als man bei Coke Zero vergangenen Jahr wieder damit anfing. Auch für dieses Jahr gibt es alle 18 Vereine der ersten Bundesliga in Dosenform und ihr könnt in 10 Jahren dann damit prahlen, dass ihr noch die seltene Darmstadt-Dose habt.

GEWINNSPIEL

Wer sich das sammeln besonders einfach machen möchte, hat hier die Chance eins von zwei Komplettpaketen mit allen 18 Dosen (natürlich voll) zu gewinnen! Kommentiert dafür einfach bis einschließlich dem 6. Dezember 2015 unter diesem Artikel, welcher Verein mal auf eine Sammeldose sollte. Die Gewinner der Dosenjackpots werden dann per Zufallszahl ausgelost.

PS: Mit etwas Glück verwandeln sich die 18 Coke Zero Dosen dann auch noch in 18 mal Manuel Neuer und ihr werdet nie wieder im Schulbus geärgert.

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