Im Wald der Pressemitteilungen rieselt es zwischen unverbindlichen Kaufempfehlungen manchmal auch wirklich interessante Sachen. Dieses Mal aus dem Hause Microsoft.

„E.T. the Extra-Terrestrial“ für den Atari 2600 gilt (im Gegensatz zur Qualität) des Films als eines der schlechtesten Videospiele der Geschichte. Wir zitieren kurz mal Wikipedia:

Das Spiel E.T. war nach Ansicht vieler Kritiker von geringer grafischer und spielerischer Qualität, da es innerhalb von fünf Wochen rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft fertig sein sollte. Realistisch betrachtet ist es allerdings qualitativ eher im Mittelfeld einzustufen. Das schlechte Image des Spiels rührt wohl auch daher, dass man für dieses Spiel die Anleitung aufmerksam lesen musste.

Verkauft haben sich trotzdem 1 Million Spiele. Erhofft hatte man sich allerdings viel mehr, weshalb direkt 5 Millionen Cartridges produziert wurden. Ein Mythos besagt, Atari ließ einen großen Teil der unverkauften Einheiten (10-20 LKW-Ladungen) in der Wüste auf einer Deponie in Alamogordo (New Mexico) vergraben.

Eine Produktionsfirma hat sich nun im vergangenen Jahr die Rechte gesichert, in der stillgelegten Deponie rumzubuddeln um daraus für die Xbox Entertainment Studios eine Doku zu drehen. 30 Jahre nach der Entsorgung der Spiele sollen nun am 26. April die Videospielfossilien aus ihrem Grab gehoben werden.

Ich bin gespannt auf die Doku, die am Ende dabei heraus kommt, denn es klingt so, als könnte es eine sympathische kleine Geschichte werden. Der einzige der mir leid tut, ist Videospieldesigner Howard Scott Warshaw der am E.T. Spiel mitgewirkt hat und bei der Ausgrabung mit dabei sein wird. Dann steht er da die ganze Zeit daneben und murmelt „Ja sorry, wir haben damals echt scheiße gebaut und mussten es deshalb vergraben.“

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