Ich mag es sehr, wenn Illustratoren, Zeichner oder Wasauchimmer auf Reisen sind und ihre Gedanken und Erlebnisse auf Papier fest halten. In den meisten Fällen ist das gut tausendmal besser als einfache Urlaubsfotos, weil die kleine, wichtige Details gar nicht so in den Vordergrund rücken können.

Ich würde mich jetzt nicht in einem Café über ein aufgeschäumtes Milchgetränk lehnen und sagen „wenn ich auf Reisen bin …“ weil ich wirklich selten weg bin, aber ich kenne das. Wenn man reist hat man meist die besten Gedanken und Ideen. Von den Erlebnissen ganz zu schweigen. Es ist einfach mehr Zeit für Kleinigkeiten. Umso besser, wenn man diese dann irgendwie festhält.

Vor langer Zeit habe ich das schon mal am Beispiel von Christoph Niemann und seiner kleinen Flugreise gezeigt:

Sylvain Mazas hat gleich eine ganze Diplomarbeit in Form eines Comics über seinen Aufenthalt im Libanon geschrieben. Sein Buch „Dieses Buch sollte mir gestatten den Konflikt in Nah-Ost zu lösen, mein Diplom zu kriegen und eine Frau zu finden“ ist in der 1. Auflage mittlerweile leider vergriffen, aber hier kann man immerhin noch den ersten Artikel lesen.

Einer der großen Klassiker ist dabei auch Craig Thompsons „Carnet de Voyage“ („Tagebuch einer Reise„) in dem er seine Erlebnisse rund um die Reisen zu seinem Buch „Blankets“ festgehalten hat.

Oder das Buch „French Milk“ in dem Lucy Knisley davon erzählt, wie sie einen Monat lang gemeinsam mit ihrer Mutter zu Gast in Paris war.

Und warum ich das jetzt überhaupt alles zusammen geschrieben habe: Lars Martinson unterrichtet Englisch in Japan und zeichnet regelmäßig Comics darüber und sie sind schlichtweg großartig. Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7 . Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem ersten Teil:

UND JETZT LEST DAS GEFÄLLIGST ALLES!