26. Mai 2015 | 17:35 Uhr

Ich weiß gar nicht wie es dazu kam, aber immer mehr große Firmen und Einrichtungen lassen ihre Instagram Accounts von den Nutzern selbst betreiben. Macht ja irgendwie auch Sinn, einmal die andere – echte – Seite zu beleuchten. Ich glaube, das Land Schweden fing damit an, den eigenen Twitter Account abwechselnd für eine Woche an Einwohner zu geben.

Wie auch immer, jedenfalls macht Microsoft Deutschland jetzt auch so! Also zumindest erstmal, bis irgendwas kaputt geht, denke ich. GUCKT MICH NICHT SO AN, JA! Und wer hat die Ehre, das als allerallerallererster zu übernehmen? Ich! Hat es sich also endlich mal gelohnt, eine emotionale Beziehung zu Karl Klammer aufgebaut zu haben.

Einen ganzen Monat darf ich den Instagram Kanal mit verwackelten Fotos befüllen. Und zwar nicht als superschlauer Internetstratege, der sagt was cool ist, sondern als ich selbst. Gar nicht mal so leicht, um ehrlich zu sein. Wenn man eine Marke hat, schaut man ja sonst, was sie darstellt (oder gern darstellen würde) und richtet daran die Inhalte aus. Aber jetzt mache ich das, sozusagen als ähh Privatperson.

Ja genau, was macht man da? Ich kann doch jetzt nicht einfach zeigen, was ich den Tag über so mache. Im Prinzip ist das ja meine Aufgabe, aber so ganz ohne Microsoft-Bezug kann ich es doch nicht durchziehen. Ich muss dann immer an die Leute denken, die dem Kanal folgen. Eigentlich sind sie da wegen Windows Phones und Microsoft Word und dann kommt da so ein Fusselbart und fotografiert sein Essen.

Andererseits ist genau das auch das Lustige daran. Am Anfang der Aktion gab es zwar ein Video, wo ich kurz Hallo sage und erzähle, was jetzt hier los ist, aber das hat bestimmt nicht jeder gesehen. Gut, allzu viele Follower sind es (noch) nicht aber irgendwie macht es Spaß Leute damit zu verwirren, dass Microsoft auf einmal ein Bild einer Katze postet.

Es fühlt sich auch ein bisschen so an, wie als man das erste Mal als Kind ein Feuerzeug in die Hände bekommen hat. Eigentlich soll man nur den Gasherd anmachen, ABER ES GINGE NOCH SO VIEL MEHR! Anders gesagt: Ich habe gerade die Möglichkeit, mich auf einem offiziellen Microsoft Kanal als neuer Microsoft Deutschlandchef zu präsentieren. Hmmm. Als Kind habe ich versehentlich den Balkon meiner Eltern angezündet, mal abwarten, was mir also in den letzten Tagen meiner Instagram-Regentschaft also noch so einfällt.

Hier geht’s zur Aktionsseite, wo ihr euch auch als Instagramoberchef/in bewerben könnt.

15. Mai 2015 | 9:03 Uhr


Musikalische Früherziehung ist ja sehr wichtig. Zum Glück wurde da bei mir sehr viel richtig gemacht. Mein Onkel unterbreitete mir alles, was gute Gitarren enthält. Das beschränkte sich zu 80% zwar auf Bruce Springsteen, was aber auch alles andere als ein Kritikpunkt ist. Ich weiß nicht so ganz warum, aber mein Vater machten während meiner Kindheit eine Volksmusikphase durch. Einmal habe ich auf der Fahrt in den Alpen-Wanderurlaub heimlich eine Ronny Kassette auf einem Rastplatz entsorgt, weil ich es einfach nicht länger ausgehalten habe. Hoooohe Tannnnneeeeen ….

Wie gesagt, ich kann mir nicht erklären, woher bei meinem Vater diese plötzliche Vorliebe für Volksmusik kam, aber manchmal hielt er glücklicherweise doch noch an den Helden seiner Jugend fest. Da hörten wir bei Autofahrten die Rolling Stones oder AC/DC.

Von letzteren bekam ich auch mein erste Musikkassette – das legendäre „Back in Black“ Album. So sehr wie ich die Kassetten mit „Steiermän san very good!“, „Feuer im ewigen Eis“ oder „Hooooheeee Tannnnneeeeeeeen“ hasste, so sehr liebte ich es, wenn wir mal „Back in Black“ im Auto hörten.

Meine allererste Kassette war übrigens ein Hörspiel mit der ersten Folge von „Panki aus Pankanien“. Das ist ein freundlicher Ausserirdischer, der gern Kastanien isst. Ein sehr netter Kerl, allerdings gab es auf Seite B auf einmal gruselige andere Ausserirdische vor denen ich so sehr Angst hatte, dass ich diesen Teil des Hörspiels nur unter Aufsicht hören konnte. Nie gegruselt habe ich mich dafür vor den tiefen Glockenschlägen mit denen „Back in Black“ beginnt. Auch gut 25 Jahre nach dem ersten Hören ist das für mich immer noch eins der besten Albumintros überhaupt.

Schon lustig, während ich tierische Angst vor einem Möchtegern-Bösewicht auf einem Hörspiel hatte, fand ich es total super, vorm Einschlafen mit „Hells Bells“ einen Song zu hören, in dem der Sensenmann davon erzählt, wie er wie ein Wirbelsturm übers Land fliegt. Gut, ich hab natürlich auch kein Wort verstanden, ABER DIE GITARREN SIND VOLL GUT!!!!11!!111

Besonders wenn, so wie hier in Argentinien, die Melodie der Gitarren mitgesungen wird:

So entwickelte sich schon sehr früh AC/DC als wichtige Verbindung zwischen mir und meinem Vater. Egal wie viel Streit und Ärger es während der Pubertät und weit darüber hinaus bis heute auch gab, wenn wir im Auto zusammen AC/DC hören, ist alles wieder gut. Eine dementsprechend große Herzensangelegenheit war es auch für mich, als ich ihm einen Jugendtraum erfüllte und uns beiden Tickets für ein AC/DC Konzert besorgte. Ich muss zugeben, dass es durchaus etwas übernatürliches hat, wenn Angus Young direkt vor einem auf einer Plattform aus dem Boden gefahren kommt und die ersten Töne auf seiner Gitarre anstimmt. Erst recht, wenn man Jahrzehnte auf diesen Moment gewartet hat.

Derzeit sind AC/DC wieder in Europa unterwegs und nächsten Monat ist es im Olympiastadion wieder Zeit für einen Vater-Sohn-Konzertbesuch. Seit der Ankündigung des Konzerts wächst meine Vorfreude täglich, auch wegen dem Bewusstsein, dass es wahrscheinlich das letzte AC/DC Konzert meines Lebens sein wird. Ich hoffe natürlich nicht, aber angesichts des Zustands der Band und dem kürzlichen Verlusts des an Demenz erkrankten Masterminds dahinter, ist die Zukunft natürlich mehr als fraglich. Umso schöner, sie jetzt noch mal zu sehen, diese Band, die seit 200 Jahren Songs über exakt 2 Themen schreibt.

Und fast noch besser ist, dass Sonos mich im Finden eins Vatertagsgeschenks unterstützt hat. In diesem Jahr gibt es für meinen Vater nämlich einen PLAY:1 Lautsprecher. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieses Ding gerade mal halb so groß wie Angus Young ist, aber einen Klang im Wohnzimmer machen kann, als würde man direkt vor der Bühne stehen. Perfekte Konzertvorbereitung also! Und außerdem ist es auch die logische Konsequenz davon, dass ich mich gekümmert habe, dass in der ganzen Wohnung das WLAN funktioniert. Denn darüber steuert man diversen Geräten den Speaker an und kann ordentlich Krach machen. (Ich hoffe nur, mein Vater erwartet jetzt nicht jedes Jahr solche Geschenke von mir.)

- GEWINNSPIEL -


Falls ihr auch „Back in Black“ (oder was von den Klostertalern, das ist euch frei gestelt) in bestem Sonos Klang hören möchtet, dann habt ihr hiermit die Chance einen PLAY:1 zu gewinnen! Schreibt einfach bis einschließlich 22. Mai 2015 in die Kommentare, welches Album ihr als erstes darüber hören würdet. Der oder die Gewinnerin werden dann (vollkommen musikalisch wertfrei) per Zufall gezogen. Für den Vatertag reicht es also nicht mehr ganz, aber immerhin habt ihr beim nächsten Elternbesuch dann was zum angeben.

PS: Meine zweite Musikkassette war übrigens das Album „Lotusblume“ von den Flippers. Glücklicherweise hatte diese Kassette nicht halb so viel Einfluss auf mein weiteres Leben wie „Back in Black“. Und siehe da, während sich die Flippers mittlerweile aufgelöst haben, gibt es AC/DC immer noch. Am Ende gewinnt eben immer das Gute.

» Infos zum Sonos PLAY:1
» Sonos bei Facebook

27. April 2015 | 13:35 Uhr


In Zeiten meines Studiums war ich mal ein paar Wochen lang beim Radio. Jeden Mittwoch gab es die große Redaktionssitzung, welche danach in einer Kneipe ausklang. Wobei von Kneipe eigentlich keine Rede sein kann. Es war ein Raum der Universität zwischen dessen Betonwänden eine behelfsmäßige Bar und ein paar Sitzgelegenheiten standen. Die beiden Highlights der “Bar” waren der damals noch als Weltneuheit geltende Lichtschlauch und ein Kickertisch.

Während ich auf dem Fußballplatz zumindest ungeschickt bin und Tore mache, bin ich am Kickertisch einfach nur ungeschickt. Während besagter Radiozeit lernte ich auch das ungeschriebene Gesetz, dass man unter dem Kickertisch entlang kriechen muss, wenn man verliert, ohne selbst ein Tor zu machen. Erschwerend hinzu kam, dass ich sehr groß bin, unter dem Tisch aber äußerst wenig Platz war. Gesetz ist Gesetz. Es war eine schöne Zeit.

Wie eine Katze die mal in die Badewanne gefallen ist und sich danach nie wieder ins Bad getraut hat, meide ich seitdem Kickertische. Bis vor kurzem zumindest. Aus dem Hause Heineken kam die Anfrage, ob ich nicht auch beim deutschlandweiten Heineken Kickerturnier mitmachen möchte. Schweißnasse Hände hatte ich, wo der Kickertisch doch mein Vietnam war. Aber warum nicht. Vielleicht ist es ja so wie Minigolf. Da schwankt meine Formkurve auch jedes Mal und das, obwohl sonst bereits ein Vorzeigerentnerleben lebe!

Die Qualifikationsrunden des Heineken Kickerturniers finden derzeit in diversen Bars in ganz Deutschland statt und dieses Mal war “Nicos Bar” in Steglitz dran. Kurze Enttäuschung meinerseits, als ich bemerkte, dass es nicht “Daniels Bar” aus GZSZ war, aber trotzdem ganz nett dort. Ich stellte mich im Team gemeinsam mit Victoria van Violence der Kickerherausforderung. Verdammt, ich brauche auch so einen coolen Namen. Hermo Honeybadger?

All meine Hoffnungen zerschlugen sich jedenfalls direkt am Kickertisch und wir verloren alle Spiele der Qualifikationsrunde. Der HSV am Kickertiosch sozusagen. Schlimmer machte es eigentlich nur der mitleidige Blick des ebenfalls anwesenden deutschen Kickermeisters. Ich werde also weiterhin wohl eher auf dem (Kunst-)Rasen, als am Kickertisch stehen, aber empfehle euch trotzdem eine Teilnahme. Es gibt nämlich nicht nur Freibier, sondern obendrein auch die Chance auf Tickets für das Champions League Finale. (Vorausgesetzt, man stellt sich nicht so doof an, wie ich.) Die Hälfte der Qualifikationsturniere ist durch, aber es gibt wie gesagt noch deutschlandweit genug Chancen, mitzumachen. Alle Infos gibt es auf heineken-kickerturnier.de!

PS: Keine Angst, der Tisch hat nicht genug Platz, um darunter durchzukriechen!

27. November 2014 | 13:39 Uhr

IN WENIGER ALS EINEM MONAT IST WEIHNACHTEN! AHHHH! Wie aufregend! ABER: Wer jetzt schon einen Weihnachtsbaum aufbaut, wird geboxt. Vor kurzem habe ich noch dazu geraten, für Weihnachten Spielkonsolen und Co. auf den Wunschzettel zu setzen. Das kam so gut an, dass ich gemeinsam mit den Weihnachtselfen von eBay gleich weiter fleißig Tipps gebe.

Mit meinem neuen Doppelleben als Fußballblogger und Möchtegernexperte rate ich natürlich zu einem erheblichen Fußballanteil auf dem Wunschzettel. Das bringt verschiedene Vorteile mit sich.

Ich habe zum Beispiel seit einiger Zeit einen “Torfabrik” Ball. Diese Praline unter den Fußbällen kostet über 100€ und zählt deshalb zu den teuersten Dingen überhaupt in meinem Besitz. (Zumindest definitiv zu den unangebracht teuren Dingen.) Ich bringe es deshalb nicht über’s Herz ihn mit nach draußen zu nehmen und im Dreck (!) dagegen zu treten (!!). Stattdessen liegt er neben meinem Bett und manchmal lasse ich ihn sanft durch den Flur rollen. Man denkt dann sofort, dass man mit so einem Ball vom anderen Stern direkt alle Tricks der Welt kann. Umso praktischer, wenn man ihn also nie mit nach draußen nimmt, um dann eines Besseren belehrt zu werden. Wer sich jetzt fragt, wie dann das Foto oben entstehen konnte – Natürlich ist das komplett CGI-animiert.

Ein weiterer Vorteil eines Fußballs unterm Weihnachtsbaum ist die lückenlose Überbrückung unangenehmer Familienmomente. Der nervige Neffe ist kurz vorm Kotzen wegen seinem gierigen Süßigkeitenkostüm und beschwert sich nur über seine Geschenke? BÄMM halbhoher Ball quer über den Tisch direkt an die Denkerstirn. Oder wenn die Gesprächsthemen zu langweilig werden, einfach mal einen Ball in den Weihnachtsbaum dreschen. Die Reaktionen sind bestimmt interessant und was für’s Familienalbum.

Seht ihr, macht doch alles wunderbar sind. Also ab zu eBay und meinen Empfehlungen.

9. November 2014 | 19:01 Uhr



Aufgepasst, in 45 Tagen ist Weihnachten! Geht man von der empfohlenen Tagesmenge von 2 Litern aus, heißt das also, dass man bis Weihnachten 90 Liter trinkt. Das entspricht etwa dem Fassungsvermögen einer handelsüblichen Regentonne oder dem Gewicht von Henry Maske. Ist da nicht Wahnsinn?! Wie auch immer, sobald der Vorweihnachtstagewert die 50er Marke unterschreitet, geht alles ganz schnell. Es wird also langsam höchste Eisenbahn sich über Geschenke Gedanken zu machen und unverzüglich zu handeln. Wie praktisch also, dass ebay meiner Expertise als Geschenkexperte vertraut und ich euch ein paar Tipps in Form einer Kollektion ans Herz legen kann.

Mir fiel mit dem älter werden irgendwann einmal auf, dass Weihnachten in puncto Geschenke exponentiell langweiliger wird. Am schlimmsten ist es im Teenageralter, da bekommt man nur noch solche Badetaschen mit Deo und Duschgel geschenkt, wo die Folie der Verpackung größer ist als das beiliegende Handtuch. Spätestens das ist auch der Punkt, wo Verandte einem nichts mehr schenken und Eltern keine Ahnung mehr haben, was sie verschenken sollen und die weihnachtliche Magie zunehmend verloren geht. Ich habe seitdem beispielsweise einen Akkuschrauber (mit Licht), eine Decke (mit meinem Namen drauf) oder eine Laptoptasche (die man als Rucksack tragen kann) bekommen.

Glücklicherweise kann man das mit gut ausgewählten Freunden und dem/der Lebenspartner/in kompensieren. (Das klingt jetzt so ausbeuterisch, aber ich verschenke ja auch wahnsinnig gern!) Dennoch fehlte mir Weihnachten im Vergleich zur Kindheit immer irgendetwas, nicht genauer definierbares. Wahrscheinlich lag es einfach daran, dass man als Kind noch einen ganzen Tag lang Angst vor dem Weihnachtsmann hatte und dann Spielzeug in der Größe von einem selbst bekam. Eine wahnsinnig emotionale Berg- und Talfahrt!

Irgendwann kam ich aber drauf: Das Geheimnis ist es, dass man sich Sachen wünschen muss, mit denen man direkt spielen kann. Ansonsten bekommt man ein Hemd mit komischen Aufdrucken oder einen Gutschein, den man sich den Rest des Abends als regloses etwas anschauen kann.

Des Rätsels Lösung ist meiner Meinung nach entweder ein großer Lego Bausatz oder eine Spielkonsole. Der Lego Bausatz fällt im Vornherein schon weg, da man für einen Baukasten in halbwegs vernünftiger Größe mittlerweile einen Kredit im fünfstelligen Bereich aufnehmen muss. Wenn die Familie also auf einen unterm Weihnachtsbaum verzichten kann, bzw auch auf den Fernseher am Heiligabend verzichten kann (eher unwahrscheinlich) ist das der perfekte Moment für eine Konsole.

Womit wir wieder bei meiner neuen ebay Kollektion wären: Konsolen und Games für den Weihnachtsbaum

Viel Erfolg damit! Ich kann es jedenfalls wärmstens empfehlen.

25. August 2014 | 17:34 Uhr

Karl Klammer und seine Gang haben mich gefragt, ob ich zum 25. Geburtstag nicht auch ein paar Erinnerungen dazu habe. Und ob! Denn passender Weise hat meine erste Erinnerung an den eigenen PC tatsächlich mit Microsoft Office zu tun. Es waren die frühen Neunziger Jahre und mein Vater brachte ein gräulich vergilbtes Ungetüm, welches sein Arbeitskollege nicht mehr brauchte, mit nach Hause. Aus heutiger Sicht frage ich mich, warum damals alles, was mit Computern zu tun hatte, eigentlich diesen grauen oder gelblichen Look hatte? Es sah immer so aus, als hätte man sich einen elektrischen Rentner ins Zimmer gestellt. Mir war es damals jedenfalls egal, denn das ratternde Ungetüm war mein erster eigener PC. Ein 386er mit Windows 3.11 – pure Magie!

Meine ersten Stunden an der Tastatur verbrachte ich komplett damit, ein Word Dokument mit Telefonnummern anzulegen. Ich schnappte mir das Notizbuch meiner Mutter, in der sie die Nummern diverser Bekannter und Verwandter gesammelt hatte und tippte alles ab. Ich kann mir aus heutiger Sicht nicht mehr erklären warum, aber ich war total fasziniert davon. Ich habe bis heute keinen Sinn für Ordnung und hasse Telefonieren, aber das Word-Dokument meiner digitalisierten Telefonliste war damals mein größter Stolz. Problem war nur, dass wir damals keinen Drucker hatten und mein Abtippen letztlich gar keinen Sinn machte. Ich hatte meine Lektion gelernt und verbrachte die darauffolgenden Wochen lieber mit MS Paint. Immer wieder das Gleiche: Erst wildes Kritzeln mit dem Stift und danach wurden die Zwischenräume mit dem Füllwerkzeug bunt eingefärbt. 20 Jahre später habe ich ein Buch geschrieben und ein abgeschlossenes Studium in Mediengestaltung. Die Grundsteine dafür dürften deutlich aus dieser Zeit stammen.

Auch mein Dasein als Blogger und Möchtegern-Journalist zeichnete sich damals schon ab. Gemeinsam mit einem Freund beschloss ich im Alter von etwa zwölf Jahren, dass wir unser eigenes Magazin machen sollten. Es sollte von PC-Spielen und allem rund um Computer handeln. Ach ja und eine Witze-Seite sollte es natürlich auch geben. Jedes gute Magazin braucht eine Witzeseite.

Ungelogen kamen wir nach einigem Überlegen auf den Namen „Micromagazin“. Das klang so schön nach Computern (und ich hoffe die Copyrightverletzung für den Namen ist mittlerweile verjährt). Wir sammelten Cheat Codes, tippten Artikel aus Videospielmagazinen ab, sammelten die besten Witze und versahen alles mit hervorragenden Cliparts. Das kleine schwarze Clipart-Männchen war damals einfach für ALLES gut! Mal kratzte er sich fragend den Kopf, mal hatte er eine Idee und manchmal freute er sich einfach nur darüber, ein Clipart-Männchen zu sein. Was wollte man mehr?

Unser „Micromagazin“ war nach einer Woche Arbeit eine Word-Datei mit etwa 20 Seiten. Wir gaben sie per Diskette der Mutter meines Kumpels mit an die Arbeit zum Ausdrucken und Kopieren. Eine Auflage von fünf Stück hatte das erste „Micromagazin“ und war für einen Preis von einer Mark bereits am ersten Tag komplett ausverkauft. Wir waren reich. Die zweite Ausgabe etwa einen Monat später lief sogar noch besser und hatte eine Auflage von zehn Exemplaren. Seitdem liegt das Projekt auf Eis, was wahrscheinlich auch der Hauptgrund für die immer geringer werdende Beliebtheit von Cliparts ist. Schade eigentlich.

Oh und auch wenn er zum Geburtstag von Microsoft Office sein Revival feiert, muss ich leider sagen, dass ich nie großer Fan von Karl Klammer war. Ich mochte „Links“ die Katze viel lieber. Die hat ab und zu nämlich geschnurrt, hat den Bildschirm abgeleckt und manchmal sogar Karteikarten geordnet oder Notizen mitgeschrieben. Was ich bis heute für eine Katze als wahnsinniges Leistungspensum erachte.

14. August 2014 | 18:53 Uhr

Gummistiefel und Toastbrot für die kommenden drei Tage! Zehn Jahre nach meinem ersten Besuch feiere ich mein 10jähriges Highfield Festival Jubiläum. Praktischer Weise gemeinsam mit den Beatsteaks, denn die waren auch schon vor 10 Jahren zu Gast und haben kürzlich ein mehr als hörenswertes Album raus gebracht. Überhaupt gleicht das diesjährige Line-Up einer Pralinenschachtel meines Musikgeschmacks. Wenn man also selbst nicht dabei ist, empfehle ich wärmstens, vom heimischen Rechner mal in den putpat Channel zum Festival zu schauen und wie ein Flummi in der Keksdose durch die Wohnung zu fliegen:

Außerdem empfehle ich Aloe Vera Joghurt und ein neues Mauspad, denn beide Erfahrungen habe ich ebenfalls in dieser Woche gemacht.

21. Juli 2014 | 17:59 Uhr


Schon erstaunlich. Obwohl tragbare Musik über die Jahre mein Gehör erheblich beeinflusst hat und mein Musikgeschmack eine Art Obstsalat mit Senf und Käse ist, scheine ich Deutschlands gefragtester Audiotester zu sein. Ein neues Kapitel in meinem Leben als Hochstapler!

Dieses Mal stürzte ich mich in eine Kartonlandschaft aus dem Hause Samsung. Ein Samsung Wireless Audio Multiroom System wartete darauf, getestet zu werden. Mithilfe einiger Lautsprecher und einem Hub kann man über Bluetooth und Wifi einen Klangteppich in der ganzen Wohnung ausrollen. Aber fangen wir mal von vorne an.

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27. Juni 2014 | 12:08 Uhr


Ich bin ziemlich oft in Hotels und habe dabei immer wieder ein First World Problem: Es fehlt an Musik. Vom Rechner oder Fernseher klingt es doof und nur selten gibt es iPod Dockingstationen. Wobei mir die auch nichts nützen, da ich keinen iPod habe. Was tun?

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21. Juni 2014 | 13:02 Uhr


Pünktlich zur WM war Coke Zero so freundlich und hat mir unter dem Motto #dastorbleibtdicht meinen eigenen Manuel Neuer geschickt. Der wohnt jetzt bei mir. Er ist nicht unbedingt der einfachste Mitbewohner, weil er unter anderem die ganze Zeit sehr finster guckt und zum Beispiel auch sehr lange im Bad braucht.

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