16. April 2012 | 17:08 Uhr

Huiuiui. So viel Feierei. Geburtstag haben ist so etwas tolles. Alle Leute fallen einem um den Hals und sagen schöne Sachen. Und man bekommt auch noch Sachen geschenkt!
Ich hätte gern mehrmals im Jahr Geburtstag. Andererseits würde das ja die Besonderheit dieses Tages schmälern. Meine beste Idee bisher dazu ist, mehrere Persönlichkeiten anzunehmen. Ich lebe das Jahr über Abschnittsweise in 4 verschiedenen Ländern, baue mir 4 verschiedene Freundeskreise auf und habe an 4 verschiedenen Tagen Geburtstag. Voll gut, oder?
Allerdings bin ich auch bestens mit meinen derzeitigen Freundeskreis zufrieden. Was für perfekte Geburtstagsfeiertage ich hatte. Wenn man Geburtstag hat, sieht ein Frühstück nämlich zum Beispiel so aus:

Aufgrund verschiedener Begebenheiten, habe ich meinen Geburtstag in Bielefeld verbracht und gefeiert. (Vielleicht ja ein erster Schritt in die Richtung des Mehrfach-Geburtstag-Jahres) Ich habe da lange gewohnt, viele tolle Menschen kennen gelernt und – Achtung Schicksal – Mein erster Kassettenrekorder, auf dem ich “Panki aus Pankanien” und eine Kassette einer Bruce Springsteen Live Radioaufnahme bis zum umfallen gehört habe, stammt auch aus Bielefeld. Erster Westbesuch, erstes Westgeld, erster Kassettenrekorder … Boom!
Ich mag Bielefeld ja. Es ist besser als sein Ruf und wenn man nicht mehr dort wohnt sieht man ja eh nur noch alles mit Nostalgie. letztlich kommt es ja auf die Menschen an, die man in einer Stadt kennen lernt und für sich hat. Bielefeld ist da ein bisschen wie ein alter Game Boy. Grau, ein bisschen klotzig und nur zweifarbig, macht aber alles nichts, weil man super Spiele dafür hat. Ja, ich bin ein bisschen stolz auf diesen Vergleich.
Ich hab mich auch komplett in die Nostalgie Welle geworfen und war in der Mensa essen. Also wir waren da essen. Zu zehnt! Wie früher™! Und mit der nötigen Portion Nostalgie ist sogar eine Mensa super toll und man freut sich über die gefängnismäßige Universität.
Mein persönliches Geburtstagshighlight war eine Geburtstagsfeierei am Abend mit integrierter Turboostaat Live-Einlage. Hach. Im folgenden Video kann man sehen wie das aussah, nur der Ton … nun ja, der ist super super High Definition und man braucht einen extra Stecker, um den vernünftig zu hören. Hat man den Spezialstecker nicht, klingt der Ton jetzt nicht ganz so gut. Ähm ja.
Ach Turbostaat.
Nach etwas mehr als 2 Stunden Schlaf sollte es am nächsten Morgen per Mitfahrgelegenheit zurück nach Berlin gehen. Ich hasse Mitfahrgelegenheiten. Aber wenn man zu dritt mitfährt hat das ja was und alles ist toll. Ausser die blöde Mitfahrgelegenheit kommt nicht. Deniz ey, was soll der scheiß? Dafür saßen wir dann 2 Stunden lang auf einem Netto Parkplatz am Ortsausgang Bielefeld. Irgendwann hat sogar ein Hund an den Einkaufswagen gejault. Das Ende der Welt.
Nach 2 Stunden voller Versuche, einen Ersatz zu finden, mussten wir letztlich doch mit der Bahn zum Preis einer majestätischen Einhornkutsche fahren. Somit hat meine norwegische Kollegin den Mitfahrgelegenheit-Deniz vollkommen zu Recht unter “Arsch” im Handy eingespeichert. Eigentlich recht praktisch. Kann man alle paar Wochen in der Nacht mal anrufen und so.
Aber gemeinsames Zugfahren ist ja auch toll. Eine neue Erfindung meinerseits, die ich als Gesellschaftsspiel empfehlen kann: “Der Preis Ist Heiss“ mit der Bordbistro Karte. Aber vorsicht – nicht überbieten!
Angekommen in Berlin direkt zum nächsten Geburtstagshighlight: Die WWE hat mich eingeladen! (Weshalb das hier ein klitzekleines bisschen Komherz ist, aber nur ein kleines bisschen.)
Was für eine großartige Form der Unterhaltung Wrestling doch ist. Ich wünschte, mein 13jähriges Ich hätte mich da am Ring sitzen sehen, während sie alle durch die Luft fliegen. Das beste Tag Team der Welt, live und direkt!

Hach. Was für unterhaltsame Tage. Deshalb an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die zahlreichen Grüße, Glückwünsche, High Fives und Wasnichtalles!