25. August 2014 | 17:34 Uhr

Karl Klammer und seine Gang haben mich gefragt, ob ich zum 25. Geburtstag nicht auch ein paar Erinnerungen dazu habe. Und ob! Denn passender Weise hat meine erste Erinnerung an den eigenen PC tatsächlich mit Microsoft Office zu tun. Es waren die frühen Neunziger Jahre und mein Vater brachte ein gräulich vergilbtes Ungetüm, welches sein Arbeitskollege nicht mehr brauchte, mit nach Hause. Aus heutiger Sicht frage ich mich, warum damals alles, was mit Computern zu tun hatte, eigentlich diesen grauen oder gelblichen Look hatte? Es sah immer so aus, als hätte man sich einen elektrischen Rentner ins Zimmer gestellt. Mir war es damals jedenfalls egal, denn das ratternde Ungetüm war mein erster eigener PC. Ein 386er mit Windows 3.11 – pure Magie!

Meine ersten Stunden an der Tastatur verbrachte ich komplett damit, ein Word Dokument mit Telefonnummern anzulegen. Ich schnappte mir das Notizbuch meiner Mutter, in der sie die Nummern diverser Bekannter und Verwandter gesammelt hatte und tippte alles ab. Ich kann mir aus heutiger Sicht nicht mehr erklären warum, aber ich war total fasziniert davon. Ich habe bis heute keinen Sinn für Ordnung und hasse Telefonieren, aber das Word-Dokument meiner digitalisierten Telefonliste war damals mein größter Stolz. Problem war nur, dass wir damals keinen Drucker hatten und mein Abtippen letztlich gar keinen Sinn machte. Ich hatte meine Lektion gelernt und verbrachte die darauffolgenden Wochen lieber mit MS Paint. Immer wieder das Gleiche: Erst wildes Kritzeln mit dem Stift und danach wurden die Zwischenräume mit dem Füllwerkzeug bunt eingefärbt. 20 Jahre später habe ich ein Buch geschrieben und ein abgeschlossenes Studium in Mediengestaltung. Die Grundsteine dafür dürften deutlich aus dieser Zeit stammen.

Auch mein Dasein als Blogger und Möchtegern-Journalist zeichnete sich damals schon ab. Gemeinsam mit einem Freund beschloss ich im Alter von etwa zwölf Jahren, dass wir unser eigenes Magazin machen sollten. Es sollte von PC-Spielen und allem rund um Computer handeln. Ach ja und eine Witze-Seite sollte es natürlich auch geben. Jedes gute Magazin braucht eine Witzeseite.

Ungelogen kamen wir nach einigem Überlegen auf den Namen „Micromagazin“. Das klang so schön nach Computern (und ich hoffe die Copyrightverletzung für den Namen ist mittlerweile verjährt). Wir sammelten Cheat Codes, tippten Artikel aus Videospielmagazinen ab, sammelten die besten Witze und versahen alles mit hervorragenden Cliparts. Das kleine schwarze Clipart-Männchen war damals einfach für ALLES gut! Mal kratzte er sich fragend den Kopf, mal hatte er eine Idee und manchmal freute er sich einfach nur darüber, ein Clipart-Männchen zu sein. Was wollte man mehr?

Unser „Micromagazin“ war nach einer Woche Arbeit eine Word-Datei mit etwa 20 Seiten. Wir gaben sie per Diskette der Mutter meines Kumpels mit an die Arbeit zum Ausdrucken und Kopieren. Eine Auflage von fünf Stück hatte das erste „Micromagazin“ und war für einen Preis von einer Mark bereits am ersten Tag komplett ausverkauft. Wir waren reich. Die zweite Ausgabe etwa einen Monat später lief sogar noch besser und hatte eine Auflage von zehn Exemplaren. Seitdem liegt das Projekt auf Eis, was wahrscheinlich auch der Hauptgrund für die immer geringer werdende Beliebtheit von Cliparts ist. Schade eigentlich.

Oh und auch wenn er zum Geburtstag von Microsoft Office sein Revival feiert, muss ich leider sagen, dass ich nie großer Fan von Karl Klammer war. Ich mochte „Links“ die Katze viel lieber. Die hat ab und zu nämlich geschnurrt, hat den Bildschirm abgeleckt und manchmal sogar Karteikarten geordnet oder Notizen mitgeschrieben. Was ich bis heute für eine Katze als wahnsinniges Leistungspensum erachte.

14. August 2014 | 18:53 Uhr

Gummistiefel und Toastbrot für die kommenden drei Tage! Zehn Jahre nach meinem ersten Besuch feiere ich mein 10jähriges Highfield Festival Jubiläum. Praktischer Weise gemeinsam mit den Beatsteaks, denn die waren auch schon vor 10 Jahren zu Gast und haben kürzlich ein mehr als hörenswertes Album raus gebracht. Überhaupt gleicht das diesjährige Line-Up einer Pralinenschachtel meines Musikgeschmacks. Wenn man also selbst nicht dabei ist, empfehle ich wärmstens, vom heimischen Rechner mal in den putpat Channel zum Festival zu schauen und wie ein Flummi in der Keksdose durch die Wohnung zu fliegen:

Außerdem empfehle ich Aloe Vera Joghurt und ein neues Mauspad, denn beide Erfahrungen habe ich ebenfalls in dieser Woche gemacht.

21. Juli 2014 | 17:59 Uhr


Schon erstaunlich. Obwohl tragbare Musik über die Jahre mein Gehör erheblich beeinflusst hat und mein Musikgeschmack eine Art Obstsalat mit Senf und Käse ist, scheine ich Deutschlands gefragtester Audiotester zu sein. Ein neues Kapitel in meinem Leben als Hochstapler!

Dieses Mal stürzte ich mich in eine Kartonlandschaft aus dem Hause Samsung. Ein Samsung Wireless Audio Multiroom System wartete darauf, getestet zu werden. Mithilfe einiger Lautsprecher und einem Hub kann man über Bluetooth und Wifi einen Klangteppich in der ganzen Wohnung ausrollen. Aber fangen wir mal von vorne an.

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27. Juni 2014 | 12:08 Uhr


Ich bin ziemlich oft in Hotels und habe dabei immer wieder ein First World Problem: Es fehlt an Musik. Vom Rechner oder Fernseher klingt es doof und nur selten gibt es iPod Dockingstationen. Wobei mir die auch nichts nützen, da ich keinen iPod habe. Was tun?

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21. Juni 2014 | 13:02 Uhr


Pünktlich zur WM war Coke Zero so freundlich und hat mir unter dem Motto #dastorbleibtdicht meinen eigenen Manuel Neuer geschickt. Der wohnt jetzt bei mir. Er ist nicht unbedingt der einfachste Mitbewohner, weil er unter anderem die ganze Zeit sehr finster guckt und zum Beispiel auch sehr lange im Bad braucht.

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18. Juni 2014 | 16:20 Uhr


Ich wurde kürzlich von Mit Vergnügen gefragt, welchen Ort in Berlin ich denn besonders zum Fußball schauen empfehlen könnte. Hmm, keine Ahnung. Gerade bei wichtigen Spielen neige ich nämlich dazu, meine eigenen vier Wände nicht zu verlassen, um jegliche Eventualitäten ausschließen zu können. Keine blöden Zwischenrufe, generell keine unangenehmen Menschen (sondern wenn dann nur gute!), Ersatzkabel und -möglichkeiten, falls irgendetwas in der Übertragung nicht funktionieren sollte. Fußball ist viel zu emotional, um es irgendeinem Großraumveranstalter vertrauensvoll in die Hände zu geben.

Umso schöner also, dass sich die Klangexperten von Sonos bei mir meldeten, um mir pünktlich zum ersten Deutschlandspiel der WM 2014 ein 5.1 Dolby System in die Bude zu stellen.
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14. Juni 2014 | 16:07 Uhr


Da ich die Eleganz von einem Mops in der Mittagssonne, den Feinsinn von Stefan Effenberg, den Esprit einer angeditschten Banane und das Modeverständnis von Reinhold Beckmann in den 90ern habe war ebay so nett, nachdem Pharell Williams in den USA damit angefangen hatte, mich zu fragen, ob ich ein paar Kollektionen erstellen möchte. Das kann man dort nämlich neuerdings.

Ein bisschen wie bei Pinterest kann man verschiedene Produkte in einer Kollektion zusammenfassen. Zum Beispiel wenn man unterschwellig genaue Vorstellungen von Geburtstagsgeschenken verbreiten möchte, sich auf verschiedene Lebensumstände schon mal optional vorbereiten möchte oder – und das ist glaube ich auch der grundlegende Ansatz – Empfehlungen geben möchte. Seit ein paar Wochen haben so alle Nutzer bei ebay Deutschland die Möglichkeit dieser Funktion. Dafür muss man einfach nur auf eine Produktseite gehen und “Zur Kollektion hinzufügen” klicken. Alles weitere dürfte dann eigentlich selbsterklärend sein.

Ein paar Beispiele die ich in den letzten Wochen so angelegt habe:
Heisenberg: Hier kann man nicht nur alle “Breaking Bad” Folgen nacheinander ansehen, sondern dank einem “Chemie für Dummies” Buch und diversen Utensilien direkt selbst loslegen. Auch wenn das wahrscheinlich nur eher mittelmäßig empfehlenswert ist.

Zombieapokalypse: Aus Verantwortung gegenüber ebay und der Menschheit an sich habe ich eine Kollektion angelegt, mit deren Utensilien man eine Zombieapokalypse zumindest einige Tage überleben dürfte.

Der Berg ruft: Da ich kürzlich erst selbst durch die Alpen getingelt bin, habe ich mal zusammen gesammelt, was man dort so dringend mitbringen sollte.

Comic Meisterwerke: Und falls man lieber Zuhause bleibt, statt durch die Alpen zu stiefeln, kann man sich meine Lieblingscomics mal zu Gemüte führen.

ZuCkErScHoCk (*_*): Meine heimliche Lieblingskollektion. Inklusive einer mobilen Zuckerwattemaschine und einem 5kg Eimer Nutella.

Kowabunga: Alles rund um die Turtles! Sollte man also gerne in Kanalisationen rumhängen und sich für Kampfsport interessieren, ist das hier die genau richtige Kollektion. Nachhaltig beeindruckt bin ich von einem Rucksack in Schildkrötenpanzeroptik und einem Kissen mit Pizzaaufdruck. Wie toll das sein muss, wenn man darauf aufwacht!

28. April 2014 | 15:54 Uhr


Es ist Sonntag und ich stehe knapp 7 Uhr morgens vollkommen fertig am Hauptbahnhof. Einstellige Zahlenwerte unter 9 beim Stundenzeiger heben meine so schon nicht sonderlich organisierte Welt aus den Angeln. Erst bin ich zur U-Bahn gerannt, U-Bahn verpasst. Schwitzen tue ich natürlich trotzdem. Dann zum Geldautomaten für ein Taxi, da die nächste U-Bahn zu spät wäre. Geldautomat kaputt. Ungünstig, da neben guter Laune Kartenzahlung das absolute Kryptonit für Taxifahrer sind. Aber geht wohl, sagt er. Zehn Minuten später stehen wir am Hauptbahnhof und nach dem dritten Abbruch seines Kartenlesegeräts schlage ich vor, schnell einen Geldautomaten im Bahnhof zu suchen. Hach, schon wieder rennen.

In den letzten 4 verbleibenden Minuten kaufe ich mir einen Saft in einem Zeitungsladen in der Hoffnung, dass Multivitaminsaft die nötige Ordnung in meinen Tag bringt. Die Verkäuferin prüft meinen eben am Geldautomaten erst ausgehändigten 50€ Schein beinahe eine Minute lang mit diversen Verfahren. Mein Schwitzen scheint sie also für generelle Geldfälscheraufregung zu halten. Wenn ich am Sonntag vor 7 Uhr wach bin, werde ich also vollkommen zu Recht für einen Verbrecher gehalten. Immerhin bin ich pünktlich am Gleis. Im Wagon meiner Platzreservierung sitzt genau eine Person. Und auf welchem Platz? Na? Naaaa? Richtig! Ich habe selbstverständlich sofort die Polizei gerufen und auf mein gutes, deutsches Recht gepocht, dass dieser Platz der meine ist. Nein, keine Sorge, habe ich natürlich nicht. Aber warum setzt der Mann sich genau auf diesen einen Platz wo eine Reservierung dran steht? Dachte er womöglich, dass das „Berlin – Hamburg“ nur über diesem einen Sitz leuchtete, weil nur dieser eine Sitz von Berlin nach Hamburg fährt und der Rest des Zuges … ja keine Ahnung wohin fährt? Hmmm. Ein hervorragender Start in den Tag jedenfalls.

Der Hersteller welchen Produktes könnte mich also nach Hamburg einladen, damit zum viel zu frühen Aufstehen zwingen und mich in ein frühmorgendliches Chaos stürzen? Na? Energy Drinks! Genauer gesagt Relentless Energy. Als Hauptsponsor vom FC St. Pauli war man so freundlich, mich für einen Tag nach Hamburg zu lotsen.

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2. April 2014 | 14:00 Uhr


Letzten Monat war es wieder Zeit für das alljährliche SXSW Festival in Austin. Eine Mischung aus Festival, Konferenz und Messe. In etwa so, als hätte man sich alles Interessante und Unterhaltsame geschnappt, durchgeschüttelt und in die Hitze von Texas gekippt. Wahrscheinlich für immer ein unerreichter Punkt auf meiner ewigen To-Do-Liste, da die Ticketpreise gerne im vierstelligen Bereich liegen. Urghs.

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13. März 2014 | 23:29 Uhr


2011 gab es zur gab es zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Berlin eine riesiges Werbeplakat über eine komplette Hauswand. Darauf abgebildet war die Stürmerin Fatmire Bajramaj mit dem Spruch “Ich habe ein Date am 17. Juli”. (Wenn ich mich recht entsinne) Zur Erklärung: Der 17. Juli war der Tag des Finals und die deutsche Frauennationalmannschaft spielte seit Monaten und Jahren so übermächtig, dass man fest davon ausging, dass es den WM-Titel im eigenen Land geben würde. Ende vom Lied war, dass Deutschland mehr als überraschend im Viertelfinale ausschied und Bajramaj bis dahin mehr Zeit auf der Bank als auf dem Platz verbracht hatte. Das Plakat sah bis zum Ende der WM dementsprechend blöd aus.

In mir kommt langsam ein Gefühl auf, dass es bei der anstehenden WM der Fußballherren in Brasilien ein ähnliches Bild geben könnte. Ich gehöre ja auch zu den Leuten, die der Ansicht sind, dass wenn man mit so einem Kader nicht Weltmeister werden kann, wie dann? Aber was, wenn doch nicht? Was, wenn der Top-Favorit in der brasilianischen Sonne viel zu früh dahin schmilzt? Sieht doof aus.
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