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    13. November 2009

    Abschiede sind immer komisch, manchmal kann man sie schon von weitem kommen sehen, unhandlich bleiben sie aber trotzdem. Erst recht wenn sie so emotional beladen sind wie die Fahrräder auf den Fotos die man erstmals im Geografie-Unterricht der 6. Klasse gesehen hat. Ein einziges Fahrrad und ein kleiner, gebrechlicher, faltiger, alter Chinese mit ausgewaschener Schildmütze schiebt auf dem Gepäckträger ein halbes Einfamilienhaus umher.

    Da ich nun ein Herz für kitschige Indiefilme habe und neben dem gewöhnlichen Sitcomgeschehen im Alltag, ein Faible für Filmmomente mit gutem Soundtrack in meinem eigenen Leben habe, habe ich etwas versucht. Dieser eine besondere Abschiedsmoment. Kurz danach, wo man sich nicht mehr sehen kann, in der Bahn sitzt und für einen Moment alles anhält. In etwa so, wie wenn man die ganze Zeit auf eine rote Ampel starrt und diese dann grün wird. Dazwischen gibt es immer einen kurzen Moment wo die Zeit anhält.

    Dieser Moment jedenfalls dachte ich, sei wie gemacht dafür, um mein eigenes Leben wieder für ein kleines Stückchen in einen kitschigen Indiefilm mit gutem Soundtrack zu verwandeln. Ich lehnte mich zurück und klickte im iPod auf “zufällige Wiedergabe”. Das was er jetzt spielt, passt sicherlich genau in diesen besonderen Moment mit all den Emotionen und der angehaltenen Zeit. Das ganze Loslassen und so. Mir gingen hunderte Gedanken durch den Kopf und in wenigen Sekunden würde mir vielleicht sogar die ein oder andere Träne über die Wange kullern, wenn eine Akustikgitarre oder ein Klavier in Moll zu spielen beginnt.

    Hab “Play” gedrückt:

    Lachen musste ich da und habe festgestellt, dass so ein Abschied ja auch ganz ohne Loslassen geht heyeahyeahyeah.

    3 Kommentare zu „In der Mitte einer Railroad Strecke“


    1. Freddy :

      Es kann halt nicht immer so sein wie im Film ;).

      http://www.youtube.com/watch?v=Rgut0tKODw4


    2. makro :

      Ich mag auch keine Abschiede… Aber ein Schmunzeln konnte ich mir grad nicht verkneifen.


    3. Liz :

      “Der Himmel war voll mit Raketen.”

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