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    3. September 2009

    Ich weiß nicht so recht wie ich damit umgehen soll. Jeden Morgen, den ich neuerdings mit fürchterlich guten fürchterlichen Reality-Soaps und Süßigkeiten ausgiebig im Bett verbringe, muss ich dran denken, dass sich in der Wohnung drunter ein Zahnarzt befindet. Quasi parallel zu mir liegt da also gerade jemand auf diesem Stuhl, während ich hier mein Schlafshirt mit Hilfe von Knusperflocken in eine Landkarte der Mecklenburgischen Seenplatte verwandele. Furchterregend. Manchmal hört man auch Bohrgeräusche wenn man durch den gewohnten Zahnarztpraxengeruch im Treppenhaus läuft.

    Steht man aber erstmal bei Sonnenschein im Hof, ist aber alles wieder gut, denn dann fühlt man sich so, als wäre man in einer lauen ZDF Donnerstag Abend Verfilmung gelandet. Warum das so ist weiß ich auch nicht, fühlt sich halt so an.

    Ich mag ja auch Klischees und wenn sie sich bewahrheiten. So gibt es neben den lustig anzusehenden Hipstern in Prenzlberg natürlich auch Unmengen an Kindern und dazu gehörigen Muttis. Ganz ehrlich, ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalten werde bevor ich nicht auch sowas haben möchte, also Mutti und Kind. Hier gibt es im näheren Umkreis gleich 5 große Spielplätze und wenn man zu den richtigen Zeiten nach draußen geht gibt es nur kleinwüchsiges Gewusel. Wunderbar! Als beim letzten Einkauf der Supermarkt von besagtem Gewusel durchzogen wurde, habe ich erstmals überlegt, wie lange so ein kleines Kerlchen wohl unbeaufsichtigt sein muss, bevor man dazu berechtigt ist ihn mitzunehmen. Ich sehe schon wie ich hier eine gefürchtete Kinderarmee errichte. Wir werden in ganz Berlin gefürchtet und Schutzgeld wird in Knisterkaugummi bezahlt.

    Erstes Blut meinerseits ist jedenfalls schon auf Berliner Straßen geflossen. Es war zwar nur ein Tropfen, aaaber es war Blut! Elegant wie ich nämlich mit meiner nicht vorhandenen Körperbeherrschung bin, bin ich nämlich einfach an der Ampel im Stehen mit dem Fahrrad zur Seite umgekippt. Da muss sich wohl was verfangen haben und sehr amüsant muss es zudem wohl auch ausgesehen haben.

    Aber ich lerne täglich neu dazu. Mittlerweile weiß ich zum Beispiel, dass es tatsächlich schon Katzenklappen mit Chip gibt, wobei der Chip dann in die Katze gepflanzt wird … eww. Zwei musikalische Empfehlungen an dieser Stelle noch.

    Für die Fahrradfahrt durch das Berliner Gewusel bei bestem Sonnenschein:
    Matisyahu - “Smash Lies”

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    Und fährt man bei Nacht in aller Ruhe wieder zurück:
    The Fashion - “Solo Impala”

    1 Kommentar zu „Mit Chip drin“


    1. Urlaubsvertretung: der Herm « Stefan Niggemeier :

      [...] fremd und unangemessen positiv sein Zugang zu mir vertrauten Themen ist, zitiere ich hier mal aus einem aktuellen Eintrag: Ich weiß nicht so recht wie ich damit umgehen soll. Jeden Morgen, den ich neuerdings mit [...]

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