
Ari war mit 19 Jahren als Soldat im Libanonkrieg 1982. 20 Jahre später hat er keinerlei Erinnerungen mehr an die Geschehnisse. Wirklich bewusst wird ihm das erst als er eines Abends von den Albträumen eines ehemaligen Kameraden erfährt, welche diesen seit Jahren immer wieder heimsuchen. Ari begibt sich daraufhin auf die Suche nach seiner Vergangenheit und setzt Stück für Stück seine Erinnerungen zusammen.
„Waltz with Bashir“ ist in seiner Art einzigartig. Eine hoch emotionale Dokumentation in Form eines Animationsfilms. Durch diese Art in der Umsetzung entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung über den Film hinweg. Man erlebt und sieht grausame Geschehnisse, mal verfremdet, mal roh und direkt aus nächster Nähe, wahrt durch den Stil des Films aber stets einen gewissen Abstand.

Autor, Regisseur und Produzent Ari Folman hat die Ergebnisse seiner realen Interviews geschickt zusammen gesetzt, so das sich stets ein weiteres Puzzle Teil in der Abfolge der Geschehnisse einreiht und leitet von der ersten Minute des Films an auf eine Ende hin, das einen so erschlägt, das ich es wirklich zum ersten Mal erlebt habe, dass wirklich Niemand im Kino sofort nach Ende des Films zur Jacke gegriffen hat um schnellstmöglich nach draußen zu stürmen.
Ein großartiger Film, welcher durch seine Visualisierung genügend Raum zwischen realen Geschehnissen und Fiktion verbleiben lässt und wegen seiner sensiblen Erzählweise noch lange im Kopf hängen bleibt und bewegt.
3 Kommentare zu „Waltz with Bashir“







Hast Du ihn in der Deutschen Version gesehen? Ich habe den Trailer schon vor ein paar Tagen angeschaut und hatte wegen der vielen steif wirkenden Sätze echt Schiss, dass die Synchronisation vielleicht ziemlich daneben gegangen ist.
14. November 2008 um 5:37 UhrJap, habe ihn auf deutsch gesehen und hatte dabei eigentlich an keiner Stelle ein unangenehmes Gefühl mit der Synchronisation
14. November 2008 um 7:16 UhrOkay, danke Dir. Dann werde ich echt mal sehen, ob ich da jemanden reinschleppen kann. :)
14. November 2008 um 9:52 Uhr