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    Archiv für die Kategorie „Reisetour'n“


    5. September 2010 | 20:04 Uhr

    Hach. Bumms ist der Herbst da. Zeit sich noch einmal an den Ostseekurzurlaub zu erinnern. Hier ein kleines Mitbringsel, meine kleine Fotosammlung mit dem Titel „Möwen sind blöd“:

    Schön, oder? Zugegebenermaßen war der Ostseekurzurlaub aber auch fast regnerischer als das so ein Herbst überhaupt sein kann und um ehrlich zu sein finde ich Herbst ziemlich toll.

    Trotzdem. Wenn wir hier Strand haben, dann muss auch Sonne und die passende Musik her. Hier:

    Was für ein tolles Lied und das Video erst. Aber mal ehrlich, ist das Ruud van Nistelrooy?

    28. August 2010 | 9:36 Uhr

    Über das Wochenende bin ich gerade in meiner alten Heimat in Mittelerde Mitteldeutschland. Ich bin dieses Jahr tatsächlich erst zum 2. Mal hier, was natürlich viel zu wenig ist. Aber je seltener man irgendwo ist umso bewusster nimmt man ja auch manche Dinge war und weiß sie mehr zu schätzen.

    Hier sieht es zum Beispiel überall so aus, als hätten es Tolkien und ein ambitionierter Modelleisenbahner in mühseliger Kleinstarbeit zusammengesetzt. Früher war das natürlich alles normal, aber wenn man jetzt nur noch ganz selten aus dem staubigen, lauten Berlin hierhin kommt, nimmt man vieles bewusster wahr.

    Andererseits sieht man aber auch wie es sich verändert. Im Kern tut sich im Prinzip nichts, aber rundherum stirbt alles langsam Stück für Stück aus und verfällt. An jeder Ecke finden sich kaputte Fassaden, die diverse Geschichten erzählen können, hinter denen sich aber bis auf draufgängerische Jugendliche und ihrem ersten Nikotinkonsum rein gar nichts mehr abspielt. Dieser leise Verfall hat allerdings auch zur Folge, dass die Dorfmenschen hier immer wunderlicher werden.

    Zur Veranschaulichung hier ein kleines Poptpurri der vorletzten 3 Bahnstationen:

    Ich bin gerne hier.

    11. August 2010 | 16:47 Uhr

    Ich bring auch was schönes mit!

    29. März 2010 | 21:38 Uhr
    27. Januar 2010 | 0:51 Uhr


    Ganz ehrlich, ich habe mich noch nie so cool beim verfassen eines Beitrages wie in diesem Moment gerade gefühlt. Eben wurde ich am Flughafen aufgerufen, hab das Kevin-Schreck-Gesicht mit weit aufgerissenen Augen und den Händen auf den Wangen gemacht und erreichte das Flugzeug letztlich doch noch gerade so als letzter. Eine kleine Maschine an deren Ende ich gerade sitze und mich mindestens 10 Zillionen Meter hoch in der Luft bin. Fühlt sich ja immer so nach Weltraum an, wenn es so dunkel draußen ist. Die junge Dame war eben schon mit der Schokolade hier, hat den Karton auf dem Sitz hinter mir abgestellt und wohlwollend drauf gezeigt. Sex auf dem Flugzeugklo, pffff … Schokoladenflatrate! Und gleich kommt sie noch einmal und bringt Cola, begleitet von “Such Great Heights” auf meinen Ohren - es könnte mir nicht besser gehen.

    Aber worüber wollte ich eigentlich schreiben? Ach ge, Wien! Der Hauptstadt Österreichs habe ich Heute einen kurzen Kurzbesuch abgestattet. Das natürlich nicht ohne Grund, aber alles zu seiner Zeit. Anfangs war es ein komisches Gefühl, zum ersten Mal österreichischen Boden ohne klobige Wanderschuhe zu betreten, viel zu sehr haben Wanderurlaube in jungen Jahren dieses Land für mich geprägt. Dazu kam noch eine Art innerer akustischer Reflex, denn immer wenn ich wunderbare Altbauhäuser in Regionen, sagen wir mal, südlicher als meine thüringer Heimat sehe, dann habe ich automatisch dieses Lied im Kopf und sehe Buchstaben über die Dachziegeln hüpfen.

    Aus der Luft schaut Wien so schön geometrisch aus. Überall Straßen und Bepflanzungen nach Tetris Vorbild. Auch nach dem Landen wurde ich dieses Freizeitparkgefühl nicht los. Alles schaut einfach so schön alt und hübsch aus, als sei man irgendwo auf einer Modelleisenbahnspanplatte oder inmitten einer Puppenhaus-Kleinstadt abgesetzt worden. Ich rechnete damit, dass jeden Moment ein Maskottchen aus einer der alten Holztüren gestolpert käme. Dies kann durchaus aber auch daran liegen, dass ich in der letzten Nacht nur 3 Stunden auf mein Schlafkonto gutgeschrieben bekam.

    Wie passend das ich gerade von akutem Schlafmangel schrieb. Dazu muss man sagen, dass zwischen diesem und dem Absatz zuvor eine Flugzeuglandung und gut 2 Stunden befinden. Folgendes ereignete sich auf meinem Heimweg: Wenn man tagsüber ein wenig mit der Bahn durch die Gegend fährt und ein Tagesticket hat denkt man da ja nicht mehr dran. Man steigt in die Bahn und fährt und fährt. So auch auf dem Heimweg. Bis ich auf meinem Sitz geweckt wurde. Fahrkartenkontrolle. Aber ist ja alles kein Problem. Oh. Merke: Wenn man mit einem Wiener Tagesticket in Berlin S-Bahn fahren möchte, dann kostet das unter gegebenen Umständen 40€. Hmpf. Was manchmal in meinem Kopf unter Schlafrückstand vorgeht ist mir ein einziges Rätsel.

    Aber kommen wir lieber wieder zurück zu Wien, da gab es mehr Grund zur Freude. Ich mag ja zum Beispiel den Dialekt wirklich sehr gern. Da ist es natürlich umso besser, wenn man direkt in der ersten Bahn in Wien von 20 Grundschulkindern umgeben ist. Am liebsten hätte ich sie alle den ganzen Tag über mitgenommen um sie im Chor auf “Und wie sagt man …”-Fragen antworten zu lassen.

    Bereits nach weniger als 20 Minuten Aufenthalt stimmte mich das Freizeitparkgefühl Wiens in Kombination mit einem Überschuss an Klischee äußerst nachdenklich. Ich traf DJ Ötzi. Also ich traf ihn nicht. Ich ging an ihm vorbei und er guckte böse. So absurd dieser kurze Moment auch war, er gab mir wieder etwas Sicherheit. Zuvor war ich nämlich schon im Ansatz mich zu verlaufen, konnte so aber sicher gehen, dass ich mich auf jeden Fall noch im deutschsprachigen Raum befinde.

    Der Fahrer vom Bus sah aus und hörte sich an als sei er ein kleiner König. Der Bus heißt eigentlich Autobus und an jeder Haltestelle befindet sich ein Mistkübel, sprich Papierkorb, in dem man zum Beispiel das Sackerl der Fitnessstangerl vom Bäcker werfen kann. Wie soll man diese Sprachform denn bitte schön nicht innigst mögen? (Zudem ist sie auch sehr praktisch, da man sich scheinbar auch ausschließlich durch die Verwendung von Vokalen verständigen kann). Aber eins beschäftigt mich immer noch: Auf den Papierkörben, also Mistkübeln, stand die Nummer des “Misttelefons”. Wann ruft man da an? Ist die Telefonnummer wirklich vergeben?

    Darüber mache ich mir später weiter Gedanken, jetzt ist erstmal Zeit zum Schlafdefizit abbauen, nicht das ich mich noch weiter durch hirnrissige Denkfehler ins Unheil reite. Ach nein, da waren noch 3 Sachen.

    1. Der Stephansdom hat zum Teil eine ziemlich miese Auflösung:

    2. Kennt ihr noch “Kick Of ‘97″? Vom Aussehen der Panini Stickerverpackung her, scheint der Fußball in Österreich auch so wie “Kick Of ‘97″ zu sein.

    3. Darf man ein Skateboard mit ins Handgepäck nehmen? Weil wenn man mit den kleineren Maschinen fliegt, tippelt man ja manchmal noch ein wenig über das Rollfeld und da würde ich wirklich gern mal das hier machen:

    6. Dezember 2009 | 11:48 Uhr


    [cartoon church]
    Ich bin jetzt seit ein paar Tagen bei Xing angemeldet. Business und so, klare Sache. Aber bisher bin ich ein wenig enttäuscht davon, ich dachte wenn man sich nun in so einem Business Social Dingsbums anmeldet, wird man dann zum Beispiel bei Galeria Kaufhof persönlich von den Leuten begrüßt, bei denen man sich sonst immer fragt, warum die da eigentlich rumstehen. Muss ich wohl noch ein wenig dran arbeiten, vielleicht kaufe ich mir Morgen was mit Kord.

    Aber ich hab schonmal geübt. Bin am Montagmorgen von Hamburg nach Berlin im ICE gefahren. Alles voller Pendler. Dazwischen fühlt man sich ein bisschen wie ein Dominostein im Pralinenkasten. Die haben ja sogar eine eigene Sprache. Ich hab versucht herauszufinden, was die beiden in meiner unmittelbaren Nähe wohl beruflich machen, aber es ging nicht weil sie ein ähnliches Sprachkonstrukt wie die Schlümpfe hatten. Jegliches Verb schien dann mit einer Form von “reinknallen” ersetzt zu werden.

    Mir wäre das nichts mit der ganzen Pendelei. Außer vielleicht, dass ganze wäre durch Sessellifte organisiert, es gibt schließlich viel zu wenig Sessellifte! Oder echte Pendel und irgendwann muss man dann abspringen, stets mit der Indiana Jones Melodie im Kopf, woah!!! Ich überleg mir das noch mal.

    27. November 2009 | 23:10 Uhr

    Ist es nicht toll, was die Technik mittlerweile möglich macht? Man kann einfach so in den Himmel fliegen und dort kommen auch noch Leute die einen andauernd fragen, ob man nicht noch eine Cola haben möchte. Der helle Wahnsinn.

    Der Stimmung wegen kann man die ganze Zeit dann auch noch Arcade Fire hören.

    Auf dem Heimweg im Dunklen fühlt es sich ja noch ein bisschen kitschiger an. Wenn man manchmal kleine Schiffe auf dem weiten Meer blinken sieht, fühlt es sich ein bisschen so an als seie man jetzt im Weltraum. Und sieht man dann das Leuchten seiner Heimatstadt, wird einem ein weiteres Mal bewusst, wie viel Leben da doch drin steckt.

    Der erhöhten Kitschigkeit und Weltraummäßigkeit wegen, empfehle ich Angels & Airwaves:

    London war toll, wenn auch kurz. Mein persönliches Highlight am Morgen, ein Bauzaun aus Buntstiften, sollte man öfters machen:

    Hat was, wenn man am Morgen auf dem Weg zur Arbeit durch den Hyde Park läuft. Wobei man sich dann schlecht fühlt, weil alle Anderen dort joggen. Dafür muss man wenigstens keine komischen Glitzerthermowesten tragen, wie die kleinen niedlichen Hunde. Und jedes Mal der Elton-John-Ohrwurm, wenn ich an Dianas einstiger Residenz vorbei lief. Hach.

    Nur das Frühstücksfernsehen war komisch. Ich bin ja von Grund auf großer Frühstücksfernsehen-Fan. Ich mag die Stimmung bei diesen Sendeformaten, am Besten wenn die Gäste für die Interviews noch mit am Frühstückstisch sitzen. Eigentlich ist es ja auch mein großer Nebenbeiplan, irgendwann einmal Frühstücksfernsehmoderator zu sein. Einziger Haken dabei wäre wohl, dass man die Sendung weit vorher aufzeichnen müsst. Hm. Sonst sehe ich aus wie eine Mischung aus Koboldmaki und Mister Myagi. Abwechselnd. Aber auch das hätte sicherlich was.

    Das britische Format jedenfalls war leicht verstörend. Den größten Teil der Zeit ging es nur um Schönheitsoperationen. Erst wurden 2 Omas 10 Jahre jünger gemacht, dann wurde die nächste junge Dame um eine Kleidergröße verkleinert. Für Männer war all das natürlich kein Thema. Wie soll man denn da vernünftig in den Tag starten, wenn alle nur an sich rumschneiden lassen und Interviews nicht am Frühstückstisch, sondern angeschlossen an … ähm … Spülmaschinen führen? Egal, geklappt hats trotzdem, da war ja noch die Buntstiftwand und die Eichhörnchenhunde in den lustigen Anzügen. Und nicht zu vergessen: Der beste Kakao der Welt. See you soon!

    25. November 2009 | 1:20 Uhr

    Sie hat mich wieder, die verregnete, enge, dunke Stadt mit den roten Backsteinen, die einem ziemlich viele Geschichten erzählen können, wenn man mal kurz stehen bleibt. London!

    Gut, viele dieser Geschichten habe ich noch nicht gehört, da ich tatsächlich aus beruflichen Gründen hier bin. Dafür konzentriere ich mich dann umso mehr aufs Wesentliche eines solchen Kurzbesuchs:

    Ribena Saft - Trunk der Gottheiten. Und natürlich muss ich mir (erneut) einen umfangreichen Überblick über die Produktpalette von Cadburys machen. Mehrmals selbstverständlich. Über genügend Nährstoffe für eine ausgewogene Ernährung scheint dieser Ernährungsplan aber nicht zu verfügen. Während ich den vorangegangenen Absatz tippte, hatte ich einen 5 Minuten langen Krampf im linken Bein. Die Gerechtigkeit ist manchmal verdammt schnell.

    Kann aber auch sein, dass es eine Nachwirkung meines ausgiebigen Hotelzimmertestprogramms war:

    Ein angehendes, britisches Süßigkeitenarsenal, kombiniert mit dem aufputschenden Saft für den 95% aller schwarzen Johannisbeeren Großbritanniens verwendet werden und … na, was fehlt da noch? Nein, nicht die Spice Girls, viel besser - Fernsehen!

    Deswegen fährt man doch ins Ausland, um das Fernsehen dort zu sehen. Der Motzkoch war schon im Programm, meine Lieblingssendung “Cash in the Attic” habe ich aber leider noch nicht erwischt. So langsam gibt es ja ein paar ähnliche Formate im deutschen Raum, aber die kommen da alle nicht ran.

    Ich muss allerdings gestehen, dass ich ein bisschen verstört vom Fernsehen bin. Hab Nachrichten geguckt und traue mich nun nur noch bedingt nach draußen. Da ging es nur um Gewalt und Verbrechen in jedwiger Coleur. Ü-BER-ALL!

    Danach kam eine Sendung über eine Klinik die sich ausschließlich mit … ähm … äußerst unangenehmen Krankheiten befasst. Wie die Sendung genau hieß weiß ich nicht mehr, irgendwas mit, man habe sich etwas äußerst unangenehmes von weit weg mitgebracht. Und was die da nicht alles an Ausschlag hatten. Uah!

    Dann war, beziehungsweis ebin, ich natürlich in einem Dilemma. Wenn ich rausgehe stechen mich die Kids ab und wenn ich drinnen bleibe, wachsen mir Würmer aus dem Rücken. Aber nur vielleicht. Die Nachrichten kamen überzeugender rüber. Am besten sollte ich jetzt einfach schlafen. Mach ich auch!

    (Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch die Internetzugangsorganisation der Borussia Mönchengladbach Zweigstelle Bielefeld. Danke!)

    24. November 2009 | 8:29 Uhr

    21. November 2009 | 15:31 Uhr

    Ich bin gerade auf einem ganz kurzen Wochenendbesuch in meiner alten Thüringer Dorfheimat. War lange nicht mehr hier. Und da ich nun ein verwöhntes Muttieinzelkind bin, kann man sich in etwa vorstellen, was hier los ist wenn ich nach Monaten mal wieder der alten, heimischen Tür herein schneie.

    Ich weiß nicht ob meine Mutter letzte Nacht geschlafen hat, ich glaube sie hat 17 Stunden lang durcherzählt. Das ist lustig, weil ich wirklich jede noch so kleine Nebensächlichkeit, wie zum Beispiel die neuen Servietten, mindestens 3-mal mitgeteilt bekomme. Alles aus der Freude heraus, weil ich eben da bin, hat was.

    Ab dem Moment wo ich hier die Türklingel betätigt habe, spielt sich glaube ich das hier im Kopf meiner Mutter ab:

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    8Bit Betty!

    Gerade habe ich alle Bilder vom letzten Österreich-Urlaub zu sehen bekommen. Das amüsante an den Bildern ist, dass sie zumeist aus dem Bus heraus fotografiert wurden. Ein kleines Beispiel:

    Hihi.