
Immer, wenn es zwischen meiner Mutter und mir um das Thema Videospiele geht (kommt jetzt nicht sooo oft vor) erzählt sie mir, wie ich in jungen Jahren regelmäßig mit Master System oder NES Pad in der Hand mit meinem geliebten Alex Kidd (der übrigens cooler als Super Mario ist) mitgesprungen bin oder mich bei diversen Rennspielen besonders stark in die Kurven gelegt habe.
Gebracht hat das damals noch nichts. Mittlerweile ist die Konsolenwelt aber endlich so weit, dass die eigene Bewegung auch zum Spiel selbst beitragen kann. An vorderster Front wird bald „Playstation Move“ erscheinen . Ein neues Controller-System, welches Bewegungen im 3-dimensionalem (!) Raum entsprechend für das Spiel interpretiert.
Mein stählerner GTT-Kollege Nilz und ich zählen zu der Hand voll Tester, die diese neuen Gerätschaft auf Herz und Lungen (im 3-dimensionalem Raum) prüfen durften, bevor das dann auch alle anderen ab September dürfen. Bittesehr:
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass das Guten-Tag-Team amtierender deutscher Playstation Move Tag Team Champion ist. So viele durften es ja noch nicht damit rumwirbeln und wer soll da schon wirklich besser gewesen sein? Eben.
Aber mal ehrlich: ich finde es gut. Die Interpretation der Controllerbewegungen innerhalb des Spiels lief, meiner Meinung nach, erstaunlich gut. Es ist natürlich die Frage, ob das auch im gemütlichen Wohnzimmer mit Dimm-Licht und Stickbildern mit Poker-Hunden drauf im Hintergrund noch der Fall ist. Aber ich freue mich schon drauf, wenn es dazu dann auch erste Spiele gibt, die dieses neue System voll und ganz ausreizen.
Mal sehen ob es dann auch spielerische Lösungen für einen weiteren videospielerischen urinstinkt von mir gibt. Neben dem gefühlsgeladenem Mitspringen und Lenkung per Sitzneigung hatte ich auch schon in jungen Jahren die Angewohnheit, den Controller für vieles verantwortlich zu machen. Klar das der dann dabei auch mal kaputt gehen kann, wenn er durch die Wohnung fliegt. Vielleicht lässt sich in Sachen Move dadurch ja ein Bonuslevel mit beruhigenden Inhalten freischalten.
Also. Ich habe noch mal telefoniert:

Da ich (vor allem durch diverse Vormittagsserien) weiß, wie man auf Menschen eingehen sollte, verlief das Telefonat relativ positiv. Also eigentlich sogar sehr. Ich konnte einen Deal aushandeln!
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Es ja irgendwie doch ein bisschen ernüchternd, wenn man sich nach ein wenig Olympia Programm im Fernsehen selbst noch einmal aufs Eis raus traut und auf dem Weg zur Pizzeria des Vertrauens keine einzige Menschenseele mit Kuhglocke oder Gasdruck-LKW-Hupdings steht.
Dabei könnte das alles anders sein. Vielleicht könnte ich gerade selbst bei den olympischen Winterspielen sein, bin ja im besten Alter für so was. Zudem hätte ich auch gute Gene dafür, immerhin komme ich ursprünglich aus einem der deutschen Wintersportzentren schlechthin und meine direkten Vorfahren haben schon so was wie DDR Meisterschaften im Biathlon einfahren können. Hm.

Andererseits liefen jegliche Versuche, mich an diese Sportart heranzuführen vollkommen schief. Ich erinnere mich da an eine Schlüsselszene. Ein Freund von mir ging damals aufs Sportgymnasium in Oberhof und weil die eh genug davon hatten, lieh er mir so einen schicken Skifahranzug. Ich sah also aus, als wäre ich in irgendeiner Wintersportnationalmannschaft. Wenn auch eher unbeholfen und unförmig, aber hey, der Aufnäher zählt.
Lustigerweise kam mir auf meiner alles andere als sicheren Tour eine Gruppe von eben diesem Sportgymnasium entgegen. Alle blickten verwundert, da sie mich nicht kannten, das Dress aber schon. Im Versuch die Fassung zu wahren und möglichst professionell und cool zu wirken (Insoweit das eben mit einer Bommelmütze und einer Leggins möglich ist), dauerte es geschätzte 3 Sekunden bis ich gestürzt bin. 3 mal in Folge, als wäre ich eine Bowlingkugel, die sich einen Weg durch Deutschlands Zukunftshoffnungen des Wintersports bahnt. Ähnlich erfolgreich war ich zum Beispiel noch, als ich für 5 Minuten eine Liftausfahrt versperrte, da ich hingefallen war und auf dem Boden in Form eines Buchstabens des arabischen Alphabets verweilte.
Im jungen Kindesalter lagen auf meiner Cousine noch ähnliche (geringe) Hoffnungen was den künftigen Familienerfolg bei olympischen Winterspielen angeht. Wir wurden beide auf Langlaufskier gestellt und durch das Feld gescheucht. Es gab da auch einen kleinen Berg. Wenn man sich ein wenig Anschwung gab, konnte man dort ein bisschen schneller werden. Ein kleines bisschen. Meine Cousine sprach von einem „Abhang“ an dem sie sich 3-mal in Folge das Genick gebrochen hatte, weshalb sie dieses Ungetüm von nun an „Teufelsberg“ nennen würde. Nach einem dieser waghalsigen Ausflüge wurde unsere Wintersportkarriere im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis gelegt und wir zogen es von nun an vor, den Winter, Winter sein zu lassen und währenddessen für Mila Superstar zu trainieren. Mit einem Luftballon im Wohnzimmer. Gut, auch nicht wesentlich cooler.
Während man den „Teufelsberg“ meiner Kindheit aufgrund seiner Beschaffung nicht mal ansatzweise erahnen konnte, ist die Berliner Version da ein wohl wenig anders. Ein Kollege ist mit dem Schlitten runter gebrettert, hat sich das Knie zerhauen und ist daraufhin mehrere Wochen wie Herr Jack Sparrow nach einer großen Portion Wick Medinait gelaufen.
Neben seinem Dasein als Gelenkkiller zur eisigen Jahreszeit, hatte der Teufelsberg zu Zeiten des Kalten Krieges noch weitaus mehr Funktionen. Aufgrund seiner Höhe diente er der US Army als hervorragender Standort für eine Abhöranlage. Nach der Wiedervereinigung und dem Zerfall der Sowjetunion war die Anlage nutzlos geworden. Die elektronischen Einrichtungen wurden entfernt und sie steht seitdem leer.

Bestes Terrain also für persönliche, abenteuerliche Erschließungen. Nach Besuchen in ähnlich verlassenen Terrains in New York oder Los Angeles, haben die Damen und Herren von Palladium Boots eine Erkundung des besagten Teufelsberg veranlasst. Eine durchaus gelungene und charmante Reportage im Miniformat:
Weitere Erkundungstouren und Palladium Boots auf Twitter.

Künftig kann es vorkommen, dass hier Artikel erscheinen für die ich etwas bekomme. Hoar!! Da zuckt der allgemeine Internetnutzer zusammen. Aber keine Sorge, das bedeutet nicht, dass in Kürze hier mehrmals täglich zusammenkopierte Texte über Suchmaschinenoptimierung erscheinen. Ich bin nicht käuflich (gut, ein bisschen) und nicht davon abhängig, kann deshalb voll und ganz selbst bestimmen, was wie wo erscheint. Da mein Name darüber steht, ist es mir natürlich wichtig, dass ich mich damit identifizieren kann und es keinerlei Charmé kaputt macht, den ich mir über etliche Jahre aufgebaut habe. Bin ja kein Plödhonk.
Es gibt dann keine werbeunterbrechungsmäßigen Fremdtexte, sondern wird das ganze in einen Rahmen gebracht, der mir so gefällt und von dem ich finde, dass man ihn so auf die Menschheit loslassen kann. Es geht dabei schließlich um Authentizität, welche ich in keinster Weise verlieren möchte. Deshalb kündige ich das auch so an und alles wofür ich eine Zillion Euro bekomme, wird auch als solches gekennzeichnet sein. Hier wird es nie Schleichwerbung geben und schon gar nicht für Sachen die ich doof finde.
Wollte ich nur erwähnt haben, nicht das ich nachher angezündet werde oder sowas. Mal schauen wie das klappt, wenns nicht gut geht, dann lass ichs eben wieder. Kowabunga!
Folgende Einträge welche dieser Natur entsprechen, werden hiermit versehen sein:







