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    Archiv für die Kategorie „Lauschmusik“


    4. August 2010 | 21:51 Uhr

    Ab und zu habe ich in den Ferien in einer Fabrik in der Nähe gearbeitet. Man hatte dort das Gefühl, nicht etwa für die Arbeit, sondern für die Langeweile bezahlt zu werden. Also es war nicht so, dass man nichts zu tun hatte, ganz im Gegenteil, aber die Aufgaben waren in etwa so anspruchsvoll und fordernd wie Jackenmuster bei Esprit. Bei der letzten Stunde vor Schluss habe ich stets jede Minute einzeln gezählt und mich auch über jede einzelne gefreut.

    Einer der wenigen Lichtblicke war das Radio nebenbei. Wobei das Radio selbst kein sonderlicher Lichtblick war, der Sender schon gleich gar nicht. Damals waren Travis gerade zur Vorzeige-Indieband des Pop-Universums geworden und liefen deshalb glücklicherweise auf diesem unrühmlichen Radiosender dort. Etwa einmal in zwei Stunden lief „Sing“. Ein Song den ich auch heute noch ganz wunderbar finde, auch weil ich ihn mit diesen lichtblickmomenten zwischen all der Langeweile verbinde.

    Fran Healy, Sänger von Travis, wohnt lustiger weise mittlerweile in meiner Nachbarschaft. Das tolle daran ist aber, dass während der wenigen Male in denen er mir über den Weg lief ich sofort einen Ohrwurm von „Sing“ bekam.

    Im Oktober erscheint Frans erstes Soloalbum mit dem Titel „Wreckorder“. Die erste Single daraus kann man sich bereits hier anhören, was ich sehr empfehle, da ich den Song für ziemlich gelungen halte. (Ich würde es empfehlen, wenn man am Sonntagmittag bei leichtem Nieselregen Brötchen kaufen geht. )

    12. Juli 2010 | 16:50 Uhr

    Als kleiner, sommerlicher Wärmeservice zwischendurch öffne ich mal kurz meine übergroße Pop-Feinheiten-Kiste und sehen wir doch mal was wir hier haben. Es flgen nun, meine beiden liebsten Popsongs aus der Kategorie “Refrain fühlt sich nach Sommer an”.

    Ist das vielleicht sogar das Lied, mit dem sommerlichsten Refrain überhaupt? Aber die Sheryl ist in dem Video zugegebener Maßen äusserst gruselig, man hat da ja schon ein bisschen Angst, dass sie mit Wasser in Berührung kommt und da dann was kaputt geht.

    Noch ein Bonus zu Nummer 1 gefällig?
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    24. Mai 2010 | 21:25 Uhr

    Meine Damen und Herren, sehen wir nun ein weiteres Mal ein Beispiel was passiert, wenn einer tollen Band, die noch tollere Musik macht dann irgendwie kein adäquates Musikvideo gelingt. Heute: The National

    Es handelt sich hierbei um den Song “Bloodbuzz Ohio” vom gelungenen, neuen Album “High Violet”. Es ist eines der Videoexemplare, wo man die ganze Zeit das Gefühl nicht los wird, dass hier irgendwann einmal ein Freund der Band nach 3 Bier erzählte, er würde Musikvideos machen. Weil man dann nur halb Lust auf die Organisation eines hmmmm … sagen wir, vollwertigen Videos hatte, rief man eben diesen Bekannten an und der hat sich dann in iMovie ausgetobt. Sehen sie selbst:

    Okay es war nicht irgendein Bekannter, sondern die Frau des Sängers. Und so schlimm war es ja auch gar nicht. Womöglich habe ich auch wieder einmal die ganzen subtilen Anspielungen und Witze nicht verstanden und nachher steh ich wieder da. Ach. Vielleicht ist es aber auch einfach nur so, dass ich das Lied so sehr mag, dass ich auch ein supertolles Video dazu haben will.

    Ich hätte da einen Vorschlag, ein Experiment sozusagen. Einfach einmal das Video von oben starten, sozusagen als Tonspur und dazu das nun folgende Video ohne Ton abspielen.

    Jetzt muss da nur noch der Berninger reinkopiert werden.

    30. April 2010 | 21:52 Uhr


    4 Jahre nach der letzten Veröffentlichung gibt es seit Heute das neue Deftones Album. Und die Vorfreude hat sich wirklich gelohnt. Eigentlich wäre es schon weitaus früher zur Veröffentlichung gekommen, allerdings kam es vor etwa einem Jahr zu einem schweren Autounfall des Bassisten Chi, der seitdem im Koma liegt. Nachdem das fast fertige Album lange Zeit brach lag, wurde dem Stillstand ein Ende gesetzt und die Fertigstellung mit einem neuen Bassisten in Angriff genommen.

    Irgendwie ist es ja lustig. Damals als die musikalische Blase in der sich die Deftones befanden weit oben stand, bekamen sie (meine Meinung nach) nie ganz den Zuspruch der ihnen eigentlich zustand und standen stattdessen immer im Schatten anderer.

    Mittlerweile aber ist eben diese musikalische Blase geplatzt und sie sind die einzig wirklich Überlebenden, deren neue Musik sich noch sehen lassen kann. Und zwar sehr. Allein die folgenden beiden neuen Songs, sind so vollgepackt mit der Mischung aus Brachialität und Harmonien, wie es nun mal nur die Deftones können. Ich empfehle hermzlichst und wünsche viel Spaß beim anhören:

    “Diamond Eyes”

    “Rocket Skates”

    Und die Tatsache, dass “White Pony” nun auch schon 10 Jahre alt ist, lässt mich, zumindest kurz, alt fühlen.

    28. April 2010 | 22:38 Uhr

    Ich mag die Musik von The XX sehr, schließlich haben sie es geschafft, seichte Ruhe wirklich wunderbar zu vertonen. Nachdem ich ein Konzert und vor allem aber auch das neue Video gesehen habe, stehe ich erneut vor einer Frage: Warum machen die das?

    Ganz ehrlich, die machen tolle Musik und alles, aber wer um alles in der Welt zwingt die, das zu tun? Ich verstehe es ja, wenn sich Bands in einen Mantel gewisser Kühle hüllen, weil das zur Attitüde gehört. Sieht nur eben doof aus wenn die vermeindliche Ruhe oder strikte Kühle als pure Langeweile daher kommt. Anders kann ich mir das nicht erklären. Mich hat das wirklich beschäftigt. Das kann man doch nicht gut finden, oder? Und noch mal: Warum machen die das dann?

    Man sieht sich das neue Video an und klar ist es auf eben diese Kühle ausgelegt, aber man denkt die ganze Zeit: „Herrje, holt die armen Kinder da raus!“

    Als Musiker hat man doch den Drang etwas darzustellen. Beziehungsweise seine Musik auch wirken zu lassen und sie nicht wie ein wertloses Tonband mit einer Werbeansage runterzuleiern, immer gleich, egal in welchem Umfeld. Ich verstehe das einfach nicht. Aber womöglich ist das bereits Hippness fünften Grades für deren Verständis ein Bachelor-Abschluss nicht mehr ausreicht.

    Vielleicht wollen die mich ja auch einfach nur ärgern. Arrr! Ich bleibe aber vorerst auch weiterhin bei der Theorie, dass ein dunkler Lord im Hintergrund die Fäden in der Hand hält und die Mitglieder von The XX zum Musik machen zwingt.

    8. April 2010 | 12:05 Uhr

    Es ist mal wieder an der Zeit für eine (durchaus verspätete) musikalische Empfehlung. Aus den Herren Mercer, seinerseits Sänger von The Shins und Danger Mouse, unter Anderem bekannt von Gnarls Barkley und großartigen Remixes haben sich die Broken Bells formiert.

    Man könnte sozusagen von einer Supergroup sprechen. Allerdings gehört es meistens dann auch dazu, dass eine Band, sobald sie “Supergroup” genannt wird, doof ist. Das ist wie mit den fertigen Crepe aus dem Penny Markt. Erst dachte man “Wow, fertig abgepackte Eierkuchendings mit Nutelladings drinnen!” aber nach mehrmaligem probieren stellte sich dann doch sehr schnell Ernüchterung ein.

    Also keine Supergroup, aber irgendwie doch, ich empfehle sie jedenfalls wärmstens. Sie sehen und hören nun “The High Road” von Broken Bells:

    11. März 2010 | 10:59 Uhr

    Es gibt nur wenige Menschen, die derart akrobatisch mit der deutschen Sprache umgehen, wie Dendemann. Und mit wieviel Stil er das auch noch tut! Ich wünsche viel Spaß mit dem neuen Video und dem damit verbundenem ständigen Zucken, liebe Kinder der Achtziger.

    26. Februar 2010 | 1:06 Uhr

    Wow. Es ist schon einige Zeit her, dass ein Musikvideo bei mir so richtig Gänsehaut verursacht hat. Sie sehen nun “Still Boy” von Kashmir.

    Das Video stammt von Jakob Printzlau, besser bekannt als Plastic Kid oder Sänger von The Fashion. Hier ein Making Of dazu und das neue Album dieser sehr netten Herren kann ich auch direkt mitempfehlen.

    23. Dezember 2009 | 2:17 Uhr

    Die Reihenfolge sagt überhaupt nichts über die Wichtigkeit oder Qualität des Songs aus. Ich hab sie einfach so zusammen gestellt, wie sie mir in den Sinn gekommen sind und dann noch mal geschüttelt. Es kann also gut sein, dass ich den ein oder anderen Song vergessen habe, das bitte ich zu entschuldigen. Man möge ihn sich einfach dazu denken. Doch nun, meine Damen und Herren, die Liste!

    Ach eins noch, die Bedingungen: Das Lied muss in diesem Jahr erschienen sein und jede/r Band bzw Künstler/in darf nur einmal vorkommen.

    Meine 50 liebsten Songs des Jahres
    (Spotify Playlist)
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    19. November 2009 | 9:49 Uhr

    Als Empfehlung für einen guten Start in den Tag empfehle ich Heute neben (wie gewohnt) Sachen mit Sirup drauf, Vampire Weekend. Der nächste Song vom neuen Album mit großartigem Video dazu: