Liebe Menschen aus Bielefeld und Umgebung, heute Abend gibt es beim UniVideoMagazin wieder allerhand Kurzfilme zu sehen. Dort wird auch die Premiere von Juselinhos und meinem Machwerk “try.” sein. 3:45 Minuten über Street Art in Berlin und Gefühle randvoll mit Pathos gefüllt. Ich bin sehr stolz darauf wie der Film geworden ist und würde mich sehr freuen wenn ihr alle kämet (cooles Wort!) und für den Film, bei Gefallen, stimmet! Also: kämet und stimmet!

Für alle Anderen wird der Film dann wohl Morgen online verfügbar sein.
26. UniVideoMagazin
Ringlokschuppen
Einlass: 19:30 Uhr Beginn: 20:30 Uhr
Katia Saalfrank, bekannt aus RTLs „Die Super Nanny“ folgte der Einladung der Fakultät für Pädagogik und nahm heute an einer Podiumsdiskussion in der Uni Bielefeld teil. Bei all der Freude über den kommenden Gast, hatte man scheinbar einige Teile der Organisation vergessen. Aber alles halb so wild, nur die Diskussion war letztendlich nicht allzu ergiebig.
Erstaunt war ich allerdings von der Tatsache, dass sich im Audimax fast noch mehr Studenten einfanden als zu Zeiten der Abstimmung über Studiengebühren. So bekam ich zwar nur einen unbequemen Platz auf dem Boden ab, hatte dafür aber umso mehr rundherum zu gucken. Am unterhaltsamsten waren dabei die wandelnden BWL Klischees direkt hinter mir.
Als Frau Saalfrank vor das Auditorium trat begannen da selbstverständlich sofort die TV/Realität Gegenüberstellungen. Das übliche Programm: „die ist ja viel kleiner“ was wohlwissend direkt mit einem „ja, dich machen da ja viel mit der Kamera“ gekontert wurde. Es folgten noch weitere Kommentare dieser Art bis man endlich bei meinem persönlichen Zitat des Tages ankam. Angetan von der Haarpracht einer der sympathischsten Frauen des deutschen Fernsehens sagte eine der Damen:
“Was die wohl für ‘ne Spülung benutzt?!“
Selbstverständlich wurden zeitgleich auch die Mobiltelefone gezückt und schätzungsweise 17 Stunden Videomaterial aufgezeichnet.
In Bielefeld findet derzeit die „Geniale“ statt. Ein großes kunterbuntes Wissenschafts, Entschuldigung, Science-Festival mit jeder Menge Programm und gruseligen Menschen auf Werbeplakaten. Es gibt jedenfalls allerhand zu entdecken. Unter Anderem ist auch die Wanderausstellung des CERNs zu Gast. Am Ende der Unihalle wurde weiße Teppichware ausgelegt und dort werden nun jede Menge multimediale Dinge und Informationen auf ein Minimum an Fläche und ein Maximum an Farbe gebracht präsentiert. Unter Anderem kann man sich jetzt den Gang zur Mensa und zurück damit unterhaltsamer gestalten, dass man sich einen Weg durch die kleine Ausstellung bahnt und andachtsvoll immer wieder „Wir werden alle sterben“ flüstert.
Es gibt auch ein paar kleine Modelle zu sehen die mich nun auf einen Gedanken gebracht haben …
Mal angenommen diese kleinen Modelle sind in irgendeiner Weise funktionstüchtig und können unter Umständen auch ein kleines schwarzes Loch erzeugen. Etwa mit der Stärke um … sagen wir eine Unihalle auszuräumen. Kurzer Prozess – zackbumm – leer.
In etwas mehr als einer Woche findet in selbiger Unihalle wo derzeit in einr Ecke die CERN Ausstellung zu sehen ist, die Westendparty statt. Eine traditionelle Party bei der sich in Hundertschaften die Creme de la Creme aller BWL und Jura Klischees einfindet.
Ließe es sich also nun, allein im Dienste der Wissenschaft natürlich, nicht eventuell arrangieren das die CERN Ausstellung um eine Woche verlängert wird um bei besagter Westend Party ein klitzeklitzekleines schwarzes Loch zu kreieren? Na?
In den unteren Regionen irgendwelcher Kisten die von sonderbaren Trollen bewacht werden, habe ich bestimmt noch einige Zettel und Dergleichen von der ein oder anderen bösen Ex-Freundin. Mir war nie nach dieser Schlussstrich-Nummer wo man dann alles kaputthaut und anzündet, ich hab den Kram lieber aufgehoben. Aber dieses Mal war das was anderes …
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Phew, und wieder einmal hat mich mein Hochleistungskurzstrecken- effizienzpotential gepaart mit der Veranlagung sehr viel (ohne benötigtes Hintergrundwissen) Erzählen zu können erfolgreich durch eine mündliche Prüfung gebracht. Sehr gut sogar, also gut eigentlich notentechnisch, sie verstehen? Vielleicht bin ich ja irgendwann einmal in 20 Jahren in einer RTL II Doku zu sehen: „Auch M. wusste jahrelang nicht das er hochbegabt ist“ Dann sitze ich da auf dem Balkon eines Plattenbaus und spiele Malefiz mit meinem Nachbarn, ebenfalls hochbegabt.
Eine Eigenheit der Prokrastination welche mit äußerster Vorsicht zu genießen ist, ist das man sich sehr viel stärker als sonst auf Halbwahrheiten verlässt insofern diese, sollten sie wahr sein, noch mehr Zeit verschaffen und das Unangenehme etwas weiter in die Ferne rücken lassen.
Ein kleines Beispiel dazu: Eine mündliche Prüfung steht kurz bevor, alle anderen haben einen Termin am 5. lediglich die Herren H. und J. sind im Glauben am 9. zu haben, oder vielleicht auch am 8. Jedenfalls nicht am 5. das hätte man doch im Kopf behalten wo sich das so schön einfach merken lässt. Notiert wurde der Termin damals natürlich nicht, da war die Prüfung noch gut 2 Monate entfernt, eine Ewigkeit.
Und so freundete man sich natürlich mit dem steigenden Lerndruck mit dieser Halbwahrheit des späteren Prüfungstermins an. Immer mehr Indizien sprachen dafür, nur Gewissheit gab es nicht, da die Frau die die darüber hätte Auskunft geben können entweder nicht vor Ort war, oder aber sich vehement in ihrem Büro einschließt. Weiß man ja nicht. Heute, also einen Tag vor der vermeintlichen Negativlösung des Prüfungstermins musste aber Gewissheit her, weshalb letztendlich der Prüfer selbst gefragt werden musste. Hat jetzt den Vorteil das er einen bei der morgigen Prüfung schon kennt. Nargh.
Eigentlich sollte ich jetzt ja auch lernen, aber ich kann nicht weil die ganze Zeit das hier in meinem Kopf vor sich geht:

Ich muss lernen. Und das eigentlich schon seit einigen Tagen. Allerdings gibt es ja immer gleich tausende Dinge die man tun kann und die wirkich besser sind als Lernen. Zum Beispiel in den Park gehen und in die Sonne legen oder aber das Siphon unter der Spüle abschrauben. Es findet sich immer was.
Letztendlich muss man den inneren Schweinehund dann aber doch mal besiegen, zumindest teilweise. Ich habe mal gehört das es am besten sei, wenn man häppchenweise lernt. Also kann es ja gar nicht so verkehrt sein sich der Prokrastination zwischen all der Lernerei hinzugeben, oder? Zumindest teilweise. Und da man nun die besten Ideen während der Häppchenpausen hat und dazu neigt tolle Sachen zu finden, da wirklcih alles aufgeräumt werden muss, dachte ich mir kann es nicht verkehrt sein die geneigte Leserschaft daran teilhaben zu lassen. Vielleicht kommt ja was nützliches dabei herum, here we goooo …
17:13 Uhr: Fundstück N° 1: Mein Tamagotchi! Sogar gleich 2 und das wo ich doch nur eins habe. Allerdings verwundert es mich noch viel mehr, dass ich zudem auch noch 2 Exemplare dieser kleinen Tagebuchschlüssel gefunden habe wo ich so was doch gar nicht besitze. Entschuldigung schon mal an dieser Stelle, aber ich kann mich an wirklich nichts erinnern.
17:15 Uhr:Fundstück N° 2: Der lange für verschollen geglaubte zweite Flip-Flop ist wieder aufgetaucht. Er lugte unscheinbar unter dem Schrank hervor und kann es kaum erwarten Baumwolltennissocken auf ihre Belastbarkeit im Zehbereich zu testen, hihi.
17:23 Uhr:Habe jetzt das gesamte Skript ausgedruckt und zwischen jedes Kapitel andersfarbige Blätter gelegt. Beim ersten Durchblättern habe ich allerdings bemerkt das ich beim beidseitigen Druck wieder Mist beim einlegen gebaut habe. Überdenke jetzt alles erneut auszudrucken und die farbigen Zwischenblätter dem jeweiligen Durchschnittsfarbwert der Bilder eines Kapitels anzupassen.
17:37 Uhr: Werde jetzt erstmal mit Juselinho gemeinsam lernen. Ist ja in der Gemeinschaft immer besser, gerade bei mündlichen Prüfungen. (Sagt man so). Allerdings werden wir erst kurz in die Stadt gehen, der Vorbereitung wegen selbstverständlich.
18:55 Uhr: Top Zeit und der Einkauf ist auch geglückt. Am Ende wurde es eine Tofu Wurst mit Bio Guarana Cola. Um die Weltachse nicht allzu sehr durcheinander zu bringen muss ich aber noch den Kauf von Oreo Keksen eingestehen. Nur eine Teekanne für den Juselinho gabs nicht.
Man kauft in derartigen Stresssituationen ja gern mal Sachen ein die man nur bedingt braucht, dennoch konnte der Kauf der reduzierten “stark gezuckerten Cocktailkirschen” abgewehrt werden, aber ich bin jetzt mal gespannt wie der Cannabis-Eistee aus der Schweiz schmeckt. Fühle mich dabei ein bisschen so als hätte ich zuvor meine erste Baggyhose von Fishbone gekauft.
18:59 Uhr: Mein linkes Augenlid zuckt andauernd ist das jetzt aufgrund von zu viel oder zu wenig Koffein?
19:15 Uhr: Bin auf der scheinbar vergeblichen Suche nach dem Locher, habe dafür ein Paar Plastik-Castanietten mit “Mallorca” Aufdruck gefunden. Satz aus Muttis Repertoire Nummer 182: Der kann doch jetzt nicht weg sein!
19:19 Uhr: Ein in der noch aus Kinderzimemrzeiten noch bestehenden Suchtaktik vollkommen vernachlässigter Punkt: Ex-Freundin
19:30 Uhr: Träume insgeheim von den Freiheiten die eine eigene Mopedgang mit sich bringen würde.
19:37 Uhr: Jetzt habe ich aus dem Nichts einen Ohrwurm hiervon bekommen, so kann ich einfach nicht arbeiten!
19:51 Uhr: Bin ein bisschen neidisch auf Justin Timberlake, der muss jetzt nicht lernen und hat mal den Mickey Mouse Club moderiert.
19:57 Uhr: “jemanden anlachen”
21:57 Gerade mit Juselinho gelernt. Lernen abgebrochen, Sidney 2000 gespielt und einen Rekord nach dem anderen fallen gelassen. Während Juselinho Meister des Dreisprungs und unangefochten auf dem 100m Sprint der Herren ist, kann ich die 100m Freistil Schwimmen der Damen als meine Paradedisziplin bezeichnen. Habe jetzt krämpfe in den Armen vom Button dreschen und befürchte nicht weiterlernen zu können.
22:25 8,65 Sekunden auf 100 Meter:

Wir sind wieder wer! Zum Vergleich, der aktuelle Weltrekord von Usain Bolt auf die gleiche Distanz beträgt 9,69 Sekunden, pfff …
23:32 Habe gerade die Mallorca Castanietten noch einmal wiedergefunden und kann erstes musikalisches Talent festmachen
Morgen ist Klausur, 10 Uhr Hörsaal 7. Wenn mein Studium die deutsche Geschichte wäre, dann wäre das da Morgen definitiv die Nazizeit. Technische Informatik. So als würde man Simon & Garfunkel Songs von Alexander Klaws und James Blunt covern lassen. Besonders schlimm ist ja so einen Kram zu lernen, wenn man genau weiß, dass man es nimals brauchen wird. “Hallo ich bin Medieninformatiker, ich mache ihnen den Flyer zur Webseite grad noch fertig und dann erklär’ ich ihnen die technische Grundfunktion der Waschmaschine nochmal, ja? Oder nein, sie waen ja das mit der Verkehrsampel.”
Aber nichtsdestotrotz (ich liebe dieses Wort) habe ich, im bereits 3. Versuchsjahr, tapfer mit Kollege Fränk Schleck gelernt. Ganze 6 Tage lang, das ist etwa 10 mal so viel wie ich für all meine Abiturprüfungen gelernt habe, phew. Eigentlich habe ich aber trotzdem noch lernmäßig einiges vor mir, dummerweise hat aber gerade der Klausurenphase-Zeitverdrängungsmechanismus in vollem Glanze eingesetzt, was bisher darin gipfelte, dass ich mir die Fußnägel türkis lackiert habe. Zudem habe ich eine längst vergessene Platte in meinem Regal wiedergefunden und mir den nun folgenden Song beim sorgfältigen Anstrich 3-mal hintereinander angehört:
Dummerweise hat das jetzt jegliches Wissen bezüglich technischer Informatik in meinem Kopf gelöscht. Hm, und jetzt? Es wird wohl wieder auf einen “Ich stehe Morgen eifnach sehr früh auf und mach’ das alles” Plan hinauslaufen, warum war ich eigentlich nie im A-Team?

So, gewonnen. Echt jetzt. Unser Film hat tatsächlich genügend Stimmen bekommen um den Publikumspreis zu gewinnen und so kommt er jetzt wie versprochen nach dem Klick.
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So liebe Menschen aus Bielefeld und Umgebung. Es ist Freitag und man steht vor der Frage womit man das Wochenende am besten einleiten könnte. Die Frage lässt sich heute recht einfach beantworten, denn im Ringlokschuppen findet das 24. UniVideoMagazin statt. Sprich es werden allerhand Kurzfilme gezeigt und zum Schluß wird fleißig abgestimmt, wer braucht da schon noch eine Berlinale?
In einem der Filme, genauer gesagt in “Dem Braut Ihr Kleid” konnte ich meine Veranlagung zur Selbstdarstellung dann als Hauptdarsteller auch vollkommen ausleben. Ich möchte nicht zu viel vom Film vorweg nehmen aber … ich erstrahle darin unter Anderem zu gerade mal 15% bekleidet in bestem Nerd-weiß, nehme es mit einer üblen Fahrradgang auf und bin dabei stets auf überaus athletische Art und Weise in Bewegung. Okay? Sollte der Film genug Stimmen bekommen, dass er tatsächlich einen Sieg einfährt, wird er dann auch hier online mit allerhand prekären Hintergrundinformationen gezeigt.
Genug in den Vordergrund gedrängt, da ist zwar mein Gesicht vorn drauf aber dahinter stecken natürlich sehr viel mehr Köpfe. Deshalb an dieser Stelle nochmal ein großes Danke an alle Teammitglieder, die wirklich tolle Arbeit am Film geleistet haben und natürlich auch für den ganzen Spaß bei den Dreh- und Schnittarbeiten. Ach ja, und für die Geduld bei meinen koffein-geschwängerten Launen, hihi.
Hier noch einmal alle Daten im Überblick:
24. Uni VideoMagazin im Ringlokschuppen
Einlass: 19:30 (früh kommen für Sitzplätze)
Beginn: 20:30
Für “Dem Braut Ihr Kleid” stimmen!
Hier gibt’s übrigens noch die dazugehörige Postkarte (die überall rumliegt) wo man dem Typen darauf lustige Bärtchen anmalen kann.
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