PAMM PAMM PAMM!!!

Nachtrag: Die New Orleans Saints haben gewonnen, was mich sehr freut. Ein paar Worte muss ich aber noch verlieren. Nicht über das Spiel oder das Ergebnis, nein, über die Übertragung. Auch in diesem Jahr übertrug die ARD wieder das größte Einzelsportereignis der Welt. Das gelingt an sich sehr gut, würde man sich nicht so oft dafür entschuldigen, dann wären die Regelerklärungen auch stets sehr charmant eingebaut.
Nur die Rahmenbedingungen passen nicht so ganz. Ich erkläre das einmal kurz an unserem Beispiel. Die Einkaufstüten vollgepackt mit Kalorien im sechsstelligen Bereich in Position gebracht konnte es losgehen. “Titel Thesen Temperamente” überzog leicht, die Anspannung und Vorfreude stieg noch ein wenig weiter an. Und dann, da war es! Ha! WOAH! Das Stadion in Miami in bestem Sonnenschein, welch wunderbarer Anblick. Endlich konnte es losgehen, Vorberichte zur Einstimmung mit allem drum und dran.
Ein kurzer Gruß aus der kleinen ARD Box im Stadion. Es zeigt sich, dass man hier schon einmal gelernt hat. Im Studio sind Tom Nütten, einziger deutscher Super Bowl Gewinner und Sebastian Vollmer, derzeit einziger deutscher NFL Spieler, zu Gast. Ich denke dabei immer wieder schmerzhaft an Boris Becker als Studiogast zurück, der die ganze Zeit von … ja wovon erzählte er eigentlich? Seine Anwesenheit wurde jedenfalls damit legitimiert, dass “er ja auch etwas mit Ballsport zu tun hat”, aha.
Hier hatte man also dazu gelernt. Womöglich würde es nun eine halbe Stunde lang Fachsimpeleien zwischen alt gedientem Profi im Ruhestand und der aufstrebenden deutschen NFL Hoffnung geben. Wunderbar! Aber nein, nach einem kurzen Gruß wurde nach Vancouver abgegeben. Vancouver? Ach ja, da beginnen in wenigen Tagen ja die olympischen Winterspiele. Ja äh, super Zeitpunkt jetzt.
Während also Millionen heiß auf eine der wenigen Football Liveübertragungen im deutschen Fernsehen sind, zeigt die ARD einen Sonderbericht zu Vancouver. Ist ja auch Sport. Unter anderem wird der „Schnee-Leopard“ Kwame Nkrumah-Acheampong aus Ghana gezeigt. Aha, aha. Während die Nachoschlagzahl erhöht wird, weil es wohl gleich los geht, wird bei der ARD in aller Seelenruhe noch ausführlich gezeigt, wie denn die Kabel im Studio in Vancouver verlegt sind. Sieht man ja auch nicht alle Tage so was.
Ein Ende zeichnet sich ab, es wird von Football geredet in Vancouver. Kathi Witt tippt Unentschieden mit anschließendem Elfmeterschießen und jagt ihr authentisches Lachen hinterher. Ja genau so etwas will man jetzt sehen. Glücklicherweise wird nun aber endlich wieder nach Miami zurück geschaltet, gerade rechtzeitig zum Einmarsch der Teams.
An der Übertragung des Spiels an sich gab es nichts auszusetzen. Die fand ich wie immer sehr charmant, auch wenn man in diesem Jahr den stets äußerst mitleidserregenden Aussenreporter zu Hause gelassen hat.
Spannung zum Ende hin, der Underdog konnte wirklich ausreichend punkten und dem Sieg steht nichts mehr im Wege. Nach der Müdigkeit und der ein oder anderen kurzen persönlichen Auszeit hier und da war man nun wieder voll da. Wuah! Und wenn so ein Underdog siegt (und man nicht gerade für das andere Team mitgefiebert hat) dann sieht man die ja noch umso lieber feiern. Wie alle zusammen strömen um dem Coach klebriges isotonisches Getränk in rauen Mengen über den Latz zu kippen.
Wie sehr würden sie sich wohl gleich freuen, wenn sie die wichtigste Trophäe des us-amerikanischen Sports in den Nachthimmel Miamis recken würden. Was für wunderbare Bilder das doch immer sind.
Doch bevor man auch nur in die Nähe eben dieser Aufnahmen kommt, bricht die Übertragung der ARD ab. Es werden nun gezeigt: “Die schönsten Bahnstrecken Neuseelands”. Hm.
Da kauft also ein Sender die Rechte an einem derartigen Großereignis, ein Leckerbissen für Sportfans vielerorts auf den sich das ganze Jahr gefreut wird und dann wird die Übertragung (nachdem alle bis 4 Uhr morgens ausgeharrt haben) einfach abgebrochen und stattdessen Bahnstrecken gezeigt. Hallo? So viel Vorfreude wie ich für den Super Bowl in mir rum trug, war es schier unmöglich da stimmungstechnisch auch nur annähernd irgendetwas kaputt zu machen, aber die ARD hat sich da Heute wirklich Mühe gegeben, sämtliche Zuschauer zu ärgern.

Soeben sah ich George Clooney im Kino. “Up in the Air”, ein Film über das Dazwischen beim Reisen. Was da rein passt, was nicht und was man bei alledem mitnehmen kann. Man hat die ganze Zeit diesen leicht stickigen Mischgeruch aus blauem, kurzen Teppich und gewischten, glänzenden, stark befahrenen Bodenbelagsplatten in der Nase. Flughafengeruch eben, der Geruch, der einem sagt, dass es gleich los geht.
Der Film ist gut, mir hat hier und da ein wenig an Substanz gefehlt. Ich habe aber eine Bitte an alle, die den Film gesehen haben/sehen werden. Achtet bitte mal auf die Stunts innerhalb des Films. Im Abspann werden nämlich 4 Stuntmen genannt, nach einer Stunde intensiven Nachdenkens ist mir aber immer noch keine Szene eingefallen wo diese Einsatz gefunden hätten. Hilfe!

Die 52. Grammy Awards sind über die Bühne. Es gab keinerlei Überraschungen, Beyoncé hat alle der 67 Preise gewonnen und Country Musik war so präsent wie selten zu vor. Es fehlte ein wenig an wirklich großen Auftritten, dafür gab es auffällig viel von eben diesem Country zu sehen. Es war mehr mitwippen als mitflippen in diesem Jahr und so wie Lady Gaga geguckt hat, wird sie die Hälfte der Gesellschaft dort noch heute Nacht mit einem Zauberstab einfrieren. Wer wissen möchte was sonst noch so passiert ist, möge nun klicken.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Gegen Nachmittag habe ich immer ein leichtes Tief in der Leistungskurve unter das ein paar Rollen in Form von Cola geschraubt gehören. Bei einem der Cola-Streifzüge der letzten Woche entdeckte ich dabei, dass Pepsi nun auch in Deutschland das neue Design umgesetzt hat, was mich wiederum dazu bringt, jedes Mal zu kichern, wenn ich das neue Logo sehe.

Meine stetig wachsende Liste an Kurzzeitsüchten bekam kürzlich einen neuen Eintrag: “Music Challenge”. Ein Facebook App Dingsbums, bei dem man Musikschnipsel vorgespielt bekommt und die entsprechenden Titel dazu erraten muss. Endlich ein Ventil für mein übergroßes Wissen im Bereich okayer Popmusik. Es gibt tatsächlich nicht viele Sachen in denen ich so gut bin wie Sachen (aus Versehen) kaputt machen und Popmusik raten.
Ein netter Nebeneffekt dieser Sache ist aber auch, dass man manchmal an Musik erinnert wird die man ja mal gut fand. Und nicht nur das, mir sind direkt damit verbundene Wünsche wieder eingefallen. Ich hätte bei Spaziergängen im Dunkeln gerne das Keyboard vom Anfang dieses Songs im Kopf, also immer:
Jetzt fühle ich mich alt. “Thank You” ist tatsächlich schon 12 Jahre alt. Da wird es langsam Zeit, das andere, mit Alanis Morissette verbundene, Vorhaben in die Realität umzusetzen. Und zwar einmal mit den 4 Alanises aus dem “Ironic” Video quer durch ganz Nordamerika fahren.
Oh und da wäre noch etwas für die eingangs angesprochene Liste: “Modern Family”! Eine wunderbare Serie, allein schon wegen des kleinen kolumbianischen Jungens, der sich wie ein Erwachsener verhält und am Morgen eine Kanne Kaffee trinkt, weil in der Schule Seilklettern auf dem Plan steht.



Ganz ehrlich, ich habe mich noch nie so cool beim verfassen eines Beitrages wie in diesem Moment gerade gefühlt. Eben wurde ich am Flughafen aufgerufen, hab das Kevin-Schreck-Gesicht mit weit aufgerissenen Augen und den Händen auf den Wangen gemacht und erreichte das Flugzeug letztlich doch noch gerade so als letzter. Eine kleine Maschine an deren Ende ich gerade sitze und mich mindestens 10 Zillionen Meter hoch in der Luft bin. Fühlt sich ja immer so nach Weltraum an, wenn es so dunkel draußen ist. Die junge Dame war eben schon mit der Schokolade hier, hat den Karton auf dem Sitz hinter mir abgestellt und wohlwollend drauf gezeigt. Sex auf dem Flugzeugklo, pffff … Schokoladenflatrate! Und gleich kommt sie noch einmal und bringt Cola, begleitet von “Such Great Heights” auf meinen Ohren - es könnte mir nicht besser gehen.

Aber worüber wollte ich eigentlich schreiben? Ach ge, Wien! Der Hauptstadt Österreichs habe ich Heute einen kurzen Kurzbesuch abgestattet. Das natürlich nicht ohne Grund, aber alles zu seiner Zeit. Anfangs war es ein komisches Gefühl, zum ersten Mal österreichischen Boden ohne klobige Wanderschuhe zu betreten, viel zu sehr haben Wanderurlaube in jungen Jahren dieses Land für mich geprägt. Dazu kam noch eine Art innerer akustischer Reflex, denn immer wenn ich wunderbare Altbauhäuser in Regionen, sagen wir mal, südlicher als meine thüringer Heimat sehe, dann habe ich automatisch dieses Lied im Kopf und sehe Buchstaben über die Dachziegeln hüpfen.
Aus der Luft schaut Wien so schön geometrisch aus. Überall Straßen und Bepflanzungen nach Tetris Vorbild. Auch nach dem Landen wurde ich dieses Freizeitparkgefühl nicht los. Alles schaut einfach so schön alt und hübsch aus, als sei man irgendwo auf einer Modelleisenbahnspanplatte oder inmitten einer Puppenhaus-Kleinstadt abgesetzt worden. Ich rechnete damit, dass jeden Moment ein Maskottchen aus einer der alten Holztüren gestolpert käme. Dies kann durchaus aber auch daran liegen, dass ich in der letzten Nacht nur 3 Stunden auf mein Schlafkonto gutgeschrieben bekam.
Wie passend das ich gerade von akutem Schlafmangel schrieb. Dazu muss man sagen, dass zwischen diesem und dem Absatz zuvor eine Flugzeuglandung und gut 2 Stunden befinden. Folgendes ereignete sich auf meinem Heimweg: Wenn man tagsüber ein wenig mit der Bahn durch die Gegend fährt und ein Tagesticket hat denkt man da ja nicht mehr dran. Man steigt in die Bahn und fährt und fährt. So auch auf dem Heimweg. Bis ich auf meinem Sitz geweckt wurde. Fahrkartenkontrolle. Aber ist ja alles kein Problem. Oh. Merke: Wenn man mit einem Wiener Tagesticket in Berlin S-Bahn fahren möchte, dann kostet das unter gegebenen Umständen 40€. Hmpf. Was manchmal in meinem Kopf unter Schlafrückstand vorgeht ist mir ein einziges Rätsel.
Aber kommen wir lieber wieder zurück zu Wien, da gab es mehr Grund zur Freude. Ich mag ja zum Beispiel den Dialekt wirklich sehr gern. Da ist es natürlich umso besser, wenn man direkt in der ersten Bahn in Wien von 20 Grundschulkindern umgeben ist. Am liebsten hätte ich sie alle den ganzen Tag über mitgenommen um sie im Chor auf “Und wie sagt man …”-Fragen antworten zu lassen.

Bereits nach weniger als 20 Minuten Aufenthalt stimmte mich das Freizeitparkgefühl Wiens in Kombination mit einem Überschuss an Klischee äußerst nachdenklich. Ich traf DJ Ötzi. Also ich traf ihn nicht. Ich ging an ihm vorbei und er guckte böse. So absurd dieser kurze Moment auch war, er gab mir wieder etwas Sicherheit. Zuvor war ich nämlich schon im Ansatz mich zu verlaufen, konnte so aber sicher gehen, dass ich mich auf jeden Fall noch im deutschsprachigen Raum befinde.
Der Fahrer vom Bus sah aus und hörte sich an als sei er ein kleiner König. Der Bus heißt eigentlich Autobus und an jeder Haltestelle befindet sich ein Mistkübel, sprich Papierkorb, in dem man zum Beispiel das Sackerl der Fitnessstangerl vom Bäcker werfen kann. Wie soll man diese Sprachform denn bitte schön nicht innigst mögen? (Zudem ist sie auch sehr praktisch, da man sich scheinbar auch ausschließlich durch die Verwendung von Vokalen verständigen kann). Aber eins beschäftigt mich immer noch: Auf den Papierkörben, also Mistkübeln, stand die Nummer des “Misttelefons”. Wann ruft man da an? Ist die Telefonnummer wirklich vergeben?
Darüber mache ich mir später weiter Gedanken, jetzt ist erstmal Zeit zum Schlafdefizit abbauen, nicht das ich mich noch weiter durch hirnrissige Denkfehler ins Unheil reite. Ach nein, da waren noch 3 Sachen.
1. Der Stephansdom hat zum Teil eine ziemlich miese Auflösung:

2. Kennt ihr noch “Kick Of ‘97″? Vom Aussehen der Panini Stickerverpackung her, scheint der Fußball in Österreich auch so wie “Kick Of ‘97″ zu sein.

3. Darf man ein Skateboard mit ins Handgepäck nehmen? Weil wenn man mit den kleineren Maschinen fliegt, tippelt man ja manchmal noch ein wenig über das Rollfeld und da würde ich wirklich gern mal das hier machen:

Nach ausgiebigen Ausschlafen und einem Stück “Winnetou und das Tal des Todes”, ritten Häuptling Güldenes Fohlen und Angedittschte Kiwi zum Essen aus. An dieser Stelle eine Empfehlung für Berlinbewohner oder -besucher die ebenfalls kein/nichts vom Tier essen, aber nicht auf Fast Food in rauen Mengen verzichten möchten: Yellow Sunshine oder wie Heute Yoyo.

NOM NOM NOM NOM NOM NOM NOM NOM NOM NOM NOM NOM

Über das Wochenende gastierte Ingmar Eigenlob (Topmodel der Bielefelder Fashion Week, kein Scheiß!) bei mir und wir konnten nach langer Zeit endlich mal wieder gemeinsam das Tanzbein schwingen. Wie einst zu Bielefelder Zeiten. Dabei ergab sich eine lustige Situation mit einer jungen Dame. Ich nenne sie im Folgenden mal “Regina Goldstaub”, weil sie Goldstaub auf der Wange trug, dabei aber aussah als hieße sie Regina.
Regina war ein wenig neben der Spur (ich werde versuchen ihre Gesichtsausdrücke mit Sonderzeichen darzustellen) und schien einen sehr regen und zugleich, ich sage mal, dumpfen Männerverschleiß zu haben.
Regina Goldstaub: Ich steh jetzt schon seit einer halben Stunde hier, meinst du nicht es wäre mal Zeit einen Drink auszugeben?
Ich: Ähh? Nein.
Regina Goldstaub: (° _ ó )
Ich hab mir vorgestellt, wie das wohl sonst so bei ihr läuft und konnte es mir nicht verkneifen, einen kleinen Kommentar zu ihren Gesellschaftsspiel-Taktiken zu geben.
Ich: Aber das wäre doch jetzt auch viel zu einfach.
Regina Goldstaub: HÄ?! Für wen jetzt?!
Ich: Hmmmm. Für beide so ein bisschen.
Regina Goldstaub: (Ô - ° )
Danach setzte sie sich demonstrativ hinter uns an die Bar. Da war ich wohl nicht abweisend genug, vielleicht klappt es ja doch noch. Als ich dann gemeinsam mit Kollege Eigenlob eine heiße Sohle auf einer anderen Stelle des Parketts legte, kam sie noch einmal:
Regina Goldstaub: Ey, du hast mich beleidigt ne?
Ich: Hm?
Regina Goldstaub: Na das ich billig bin!!
Ich: Och, hmmm. Äh. Neee.
Regina Goldstaub: Ja hä?! Ey wasn dann?!
Ich: Hmm, anders. Also äh. So hab ich das nicht gemeint.
Regina Goldstaub: Ja egal!
Dann ging sie wieder und äußerte sich später im Vorbeigehen noch ein weiteres kurzes Mal:
Regina Goldstaub: Du bist scheiße!
Tja, so geht es manchmal zu.
Sehr schön auch am Ausgang dann, als mich ein junger Herr fragte, ob ich Ritalin haben wolle. Ich dachte erst, er wolle mir ein A verkaufen, klang zumindest so. 2 Euro nur hat er gesagt und war dann vollkommen entsetzt, als ich ihm entgegnete, diese 2 Euro lieber auf dem Heimweg in Cola zu investieren. Aber er würde mich irgendwoher kennen. Nur woher genau wüsste er nicht. Irgendwas mit Musik. Hab ihn einfach raten lassen und mich nicht mehr dazu geäußert. Ich wäre wohl Max Herre oder so. Irgendwas mit Hip Hop oder Reggae. Herrje, ich brauche wohl ein … wie sagt man … Personal Makeover. Reggae, tz.
Was man doch so für Hobbies hat. Zum Beispiel 2 Stunden lang bei gut -10 Grad Celsius in eine kalte Betonschüssel nach Nazibauart zu setzen um ein paar frierenden Herren beim Fußball spielen zuzugucken. (Und dann treffen die noch nicht mal.) Wunderbar! Meine persönliche Olympiastadion-Premiere. Der Zauber des legendären Zidane Kopfstoßes liegt dort immer noch ein wenig in der Luft.

Aber was für eine komische Stimmung diese alte Hertha dort doch bietet. Ein bisschen so, wie wenn neue Fernsehformate ihre ersten Aufzeichnungen haben und das Publikum auf der Straße zusammen gesucht wird. So müssen die das irgendwie schon seit Jahren machen. Aber mal ganz ehrlich. Da kommen trotz Wind und Wetter noch allerhand Leute in den ansehnlichen Schauplatz außerhalb jeglicher Zivilisation und besitzt dort dann Tatsächlich die Dreistigkeit, einen Becher heißen Wassers mit einem Teebeutel für 2,80€ zu verkaufen.
Ein wenig abstrus auch der Moment kurz vor Spielbeginn als die Mannschaften einliefen. Normalerweise läuft es ja so, dass die Mannschaften für den letzten kleinen Adrenalinkick vorm Anstoß, von der Vereinshymne oder anpeitschenden Stadionrocksongs begleitet werden. Bei der Hertha kommt an dieser Stelle dann Frank Zander mit “Nur nach Hause geh’n wir nicht”. Macht Sinn, Spiel fängt ja auch noch erst an. Aber es führt auch dazu, dass man zumindest kurz hinterfragt, warum man denn nicht nach Hause geht, sondern lieber vor Kälte auf übergroßen Betonstufen hin und her tänzelt.
Was für ein tolles Bild das war. Hunderte Menschen tänzeln alle leicht hin und her weil es so bibberkalt ist. Vielleicht sollte man Aufnahmen davon mit einer fetzigen Musik unterlegen und dann Image Werbespots im Ausland schalten. Von wegen, dass die Deutschen doch gar nicht so steif und humorlos wären, die tanzen nämlich sogar noch bei Minusgraden ganz ausgelassen.
Das nächste Mal werde ich spätestens am letzten Spieltag dort zu Gast sein. Da kommt nämlich der FCB und ich habe einen Platz direkt hinter der Trainerbank. Mein Plan ist ja, dass der FC Bayern bereits am vorletzten Spieltag Meister wird und sich Trainer van Gaal einen Spaß zum letzten Spiel, wo es dann um nichts mehr geht, überlegt. Vielleicht ja einen Zuschauer von einem Sitzplatz direkt hinter der Trainerbank einzuwechseln. Ha! Wasserdichter Plan!
Der Luca verschwand aus München. Dieses hoch emotionale Thema hatten wir ja bereits. Nun läuft es für Herrn Toni in Rm aber bereits so gut, dass die italienischen Medien Bayern Trainer van Gaal verspotten. Eine derart zündende Erfolgsgeschichte bewegte den Vorstand des AS Rom unmittelbar weitere Maßnahmen zu ergreifen und so entschied man sich auch den Kleinen zu verpflichten. Meine Damen und Herren, die neue römische Doppelspitze:


Ich bin gespannt auf neue Herausforderungen und hoffe meine letzte Chance auf eine WM Teilnahme nutzen zu können.

Der Auftritt bei einem ersten kurzen Testspieleinsatz verlief aber nun eher … nun ja.





