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    2. September 2010 | 18:08 Uhr


    Zeit, mal wieder ein paar Worte zu halb- bis mittelaktuellen Leinwandneuigkeiten zu verlieren, weil sie mich kürzlich so begeistert haben.

    “Toy Story 3″
    Ich glaube, irgendwann einmal, werden in den Geschichtsbüchern Pixar als die Geschichtenerzähler dieser Generation(en) stehen. Es gab mal die Gebrüder Grimm, die haben im Volksmund erzählte Geschichten aufgeschrieben, dann gab es Disney, die unter anderem diese und einige andere Geschichten mit viel Farbe und Tamtam zu legendären Zeichentrickfilmen verarbeitet haben und jetzt gibt es Pixar.

    (Klugscheißervorweghinweis: Ja ich weiß, das Pixar mittlerweile zu Disney gehört, tut in diesem Fall aber nichts zur Sache.)

    Es geht gar nicht mal um die Technik. Klar sind 3D-animierte Filme, dass modernste und angesagteste Medium um Geschichten zu erzählen. Nicht umsonst hat man bei Disney vor geraumer Zeit die klassische Trickfilmproduktion eingestellt. Aber darum geht es gar nicht mal. Klar ist es ein weiteres Unterstreichen für diesen Generationswechsel im Geschichten erzählen, aber für mich geht es dabei viel mehr um die Art und die Inhalte. Als wären alle Filme zeitgerechte Märchen. Eben solche Klassiker, die nicht nur Kinder begeistern können. In einigen Jahren wird wohl niemand mehr über irgendwelche Pandas die Kung-Fu lernen oder dergleichen sprechen. Toy Story wird aber für immer dieser Meilenstein bleiben. Und das nicht nur, weil die Machart des Films eine neue war.

    Es geht um Werte und Gefühle die es zwar seit Ewigkeiten gibt, aber dabei sind sie in ganz wunderbar zeitgerechte Erzählungen verpackt.

    All das, was ich an Pixar so liebe und eben diese Eigenheiten werden auch in Toy Story 3 deutlich. Es ist kein Schablonenfilm für Kinder, mit klar Guten und klar Bösen in dem dann zwischendurch auch mal ein Witz für Erwachsene kommt. Viel mehr ist es eine unglaublich charmante Geschichte über das Erwachsen werden, mit der sich jeder ein Stück weit identifizieren kann. Eben das was gute Geschichten ausmacht. Neben den Tatsachen, dass es wirklich spannend zu geht, man mehrmals zu Tränen mehr als gerührt ist und es immer wieder diesen unvergleichlichen Pixar Humor gibt. Wunderbar! Angucken!

    To infinity and beyond!

    “Moon”
    Ich bin ja jetzt kein Cineast. So nennt man glaube ich Menschen, die immer Schauspielernamen zuordnen können und mit unpassenden Filmzitaten um sich werfen. Deshalb habe ich auch kein wirkliches Lieblingsgenre. Im Prinzip muss nur irgendetwas explodieren, es muss lustig und ein bisschen dramatisch sein. Aber das ist glaube ich kein Genre.

    Mit Science-Fiction kann ich nicht sonderlich viel anfangen. Meist sind mir da die Stories zu vorhersehbar und alles wirkt so glatt und langweilig auch wenn es da hochtechnisch her geht.

    “Moon” ist da anders. Ein glaubhafter Film mit Staub und Kanten. Keine glänzende, Glitzerzukunftsvision mit Superlaserraumschiffen. Eine durchdachte gute Story, die viel Spannung und noch mehr Philosophie mit sich bringt. Dahingehend also eine sehr gut und tiefgehende Interpretation des Genres, da man auch viel aus dem Film mitnimmt, ohne eben in der Zukunft irgendwo auf dem Mond zu leben. Die Fragen kann man sich auch im hier und jetzt stellen.

    Ich empfehle eindringlichst, vorher keinerlei Vorschauen und Vorberichte zum Film zu schauen, da dadurch geschätzt 80% der Substanz des Filmes verloren gehen. Was ist das überhaupt für ein Trend in Trailern und Vorschau-Berichten gut 75% der Story mit diversen Überraschungen offen zu legen? War das schon immer so oder habe ich wieder nur etwas länger gebraucht?

    28. August 2010 | 9:36 Uhr

    Über das Wochenende bin ich gerade in meiner alten Heimat in Mittelerde Mitteldeutschland. Ich bin dieses Jahr tatsächlich erst zum 2. Mal hier, was natürlich viel zu wenig ist. Aber je seltener man irgendwo ist umso bewusster nimmt man ja auch manche Dinge war und weiß sie mehr zu schätzen.

    Hier sieht es zum Beispiel überall so aus, als hätten es Tolkien und ein ambitionierter Modelleisenbahner in mühseliger Kleinstarbeit zusammengesetzt. Früher war das natürlich alles normal, aber wenn man jetzt nur noch ganz selten aus dem staubigen, lauten Berlin hierhin kommt, nimmt man vieles bewusster wahr.

    Andererseits sieht man aber auch wie es sich verändert. Im Kern tut sich im Prinzip nichts, aber rundherum stirbt alles langsam Stück für Stück aus und verfällt. An jeder Ecke finden sich kaputte Fassaden, die diverse Geschichten erzählen können, hinter denen sich aber bis auf draufgängerische Jugendliche und ihrem ersten Nikotinkonsum rein gar nichts mehr abspielt. Dieser leise Verfall hat allerdings auch zur Folge, dass die Dorfmenschen hier immer wunderlicher werden.

    Zur Veranschaulichung hier ein kleines Poptpurri der vorletzten 3 Bahnstationen:

    Ich bin gerne hier.

    25. August 2010 | 17:44 Uhr


    Ende diesen Jahres werde ich mir mal ein Shirt mit „Teenagervorhaben nachholen Tour 2010“ bedrucken lassen. Gestern wurde ein weiterer Punkt auf der Agenda abgehakt: Blink-182

    Nach ein wenig hin und her überlegen, habe ich mich halbwegs spontan entschieden, zum Konzert nach Hamburg zu fahren um dem (nicht klein zu kriegenden) Teenager in mir eine Freude zu machen.

    Es war das einzige wirkliche Solokonzert in Deutschland so ganz ohne wirkliches Festivalrundherum. Ich dachte, da würden nur so Menschen wie ich hingehen. Also Leute, die die Band früher mal im Schulbus gehört hat, ihr heute auch noch etwas abgewinnen kann, aber eben irgendwie anders.

    Weit gefehlt. Da waren etwas weniger als 15.000 Menschen und fast alle waren entweder ganz ganz kleine (zumeist lustig angemalte) Teeniemädchen, wobei dann auf 3 Mädchen eine Mutti kam oder aber solche dicken volltrunkenen Brüllbären, wie man sie von Festivals kennt. Herrjemine! Da hinterfragt man sich durchaus schon mal kurz selbst.

    Aber Spaß hat es natürlich trotzdem gemacht. Ich habe Travis Barker ein wenig beim warm machen zugesehen und daraufhin beschlossen, einfach aus Respekt mein Vorhaben zu unterlassen, irgendwann mal noch ein Instrument zu lernen.

    Einerseits wirkte alles wie eine „Bring deinen Vater mit zur Schule“ Veranstaltung mit sehr viel Regen, andererseits bin ich immer noch erstaunt darüber wie man auch mit Ende 30 noch derart viel Spaß an Witzen über Masturbieren und dem Wort „Fuck haben kann. Aber das gehört eben dazu, die dürfen das.

    Man merkt den Herren 182 aber dennoch an, wie sie älter geworden sind. Wie sie sich abseits ein wenig (auch mal etwas ernster) ausgetobt haben und es ihnen nach 6 Jahren ohne ein Wort miteinander zu wechseln jetzt fast mehr Spaß zu machen scheint als je zuvor. Als wären sie plötzlich wieder zusammen auf Klassenfahrt um ihre alten Hits zu spielen und ja, auch um ihre alten Witzchen zu machen. Am Ende werfen die Kinder Papas Drumsticks ins Publikum und man macht wieder Dinge, die man als Großer eben so macht.

    Eine große Freude war’s, eine sehr sehr große Freude. Und ich überlege mir ein weiteres Mal, wie ich das jetzt eigentlich mit dem Erwachsenwerden mache. Aber wenn man mit dem ICE zu einem Blink-182 Konzert fährt und Skateboard mit einem Xbox-Controller auf dem heimischen Teppich fährt, dann ist das wohl alles eh schon im vollen Gange.


    (Geht noch viel besser, wenn man sich vorstellt, dass es ein Hoverboard ist.)

    21. August 2010 | 12:30 Uhr

    Vorgestern war ich mit ein paar anderen Pokémon-Trainern Pizza essen. Menschen sind da ja an sich recht einfach gestrickt. Wenn man Nahrungsmittel einfach übergroß wird, dann wird das zum Event. Wie WM, nur mit Käse. Immerhin wurde es als die “Sensation Neuköllns!” tituliert. (Völlerei nennt sich das eigentlich, glaube ich.)

    So sah das aus:

    omnomnomnom … und so kurz später:

    Viel besser fand ich aber einen anderen Aspekt, abseits des gestückelten Käsegoldes. Das ganze fand nämlich in einem Biergarten statt und wie sich das sicherlich gesetzlich verordnet gehört, gab es dort auch 2 Wandkästen in denen sich Feuerlöscher befanden.

    Die Besonderheit daran allerdings war, dass sich um besagte Kästen herum eine Voliere mit Fasanen befand. Auch das habe ich natürlich mit einem hochwertigen Foto, auf dem man wirklich alles erkennen kann, für meinen Fotoblog hier festgehalten:

    Großartige Aufnahme meinerseits, man kann da sicherlich auch irgendwo Geister drin sehen. Seitdem geht mir aber nicht mehr der Gedanke aus dem Kopf: Was passiert im Notfall? Jemand zündelt, womöglich während er auf die “Sensation Neuköllns” wartet, ein wenig herum und dann wird … zack … der Alarm ausgelöst. Plötzlich springen die Fasane los, werfen sich ihre Feuerwehrcapes um, stoßen unter lautstarkem ähhhm Fasanengeräusch die Feuerlöscherschränke auf und los geht’s.

    Ich muss da unbedingt noch mal hin.

    17. August 2010 | 18:26 Uhr

    Ja ja, die Pandas und ich:


    [via]

    (Wie sicher ist das evolutionstechnisch eigentlich, dass wir vom Affen abstammen? Mal ehrlich, wenn es noch einen Sonnentag mehr am Ostseestrand gegeben hätte, würde ich auch aussehen wie ein Panda, nur eben in weiß-rot. Herrje.)

    16. August 2010 | 23:22 Uhr

    Immer, wenn es zwischen meiner Mutter und mir um das Thema Videospiele geht (kommt jetzt nicht sooo oft vor) erzählt sie mir, wie ich in jungen Jahren regelmäßig mit Master System oder NES Pad in der Hand mit meinem geliebten Alex Kidd (der übrigens cooler als Super Mario ist) mitgesprungen bin oder mich bei diversen Rennspielen besonders stark in die Kurven gelegt habe.

    Gebracht hat das damals noch nichts. Mittlerweile ist die Konsolenwelt aber endlich so weit, dass die eigene Bewegung auch zum Spiel selbst beitragen kann. An vorderster Front wird bald „Playstation Move“ erscheinen . Ein neues Controller-System, welches Bewegungen im 3-dimensionalem (!) Raum entsprechend für das Spiel interpretiert.

    Mein stählerner GTT-Kollege Nilz und ich zählen zu der Hand voll Tester, die diese neuen Gerätschaft auf Herz und Lungen (im 3-dimensionalem Raum) prüfen durften, bevor das dann auch alle anderen ab September dürfen. Bittesehr:

    Ich behaupte jetzt einfach mal, dass das Guten-Tag-Team amtierender deutscher Playstation Move Tag Team Champion ist. So viele durften es ja noch nicht damit rumwirbeln und wer soll da schon wirklich besser gewesen sein? Eben.

    Aber mal ehrlich: ich finde es gut. Die Interpretation der Controllerbewegungen innerhalb des Spiels lief, meiner Meinung nach, erstaunlich gut. Es ist natürlich die Frage, ob das auch im gemütlichen Wohnzimmer mit Dimm-Licht und Stickbildern mit Poker-Hunden drauf im Hintergrund noch der Fall ist. Aber ich freue mich schon drauf, wenn es dazu dann auch erste Spiele gibt, die dieses neue System voll und ganz ausreizen.

    Mal sehen ob es dann auch spielerische Lösungen für einen weiteren videospielerischen urinstinkt von mir gibt. Neben dem gefühlsgeladenem Mitspringen und Lenkung per Sitzneigung hatte ich auch schon in jungen Jahren die Angewohnheit, den Controller für vieles verantwortlich zu machen. Klar das der dann dabei auch mal kaputt gehen kann, wenn er durch die Wohnung fliegt. Vielleicht lässt sich in Sachen Move dadurch ja ein Bonuslevel mit beruhigenden Inhalten freischalten.

    11. August 2010 | 16:47 Uhr

    Ich bring auch was schönes mit!

    10. August 2010 | 17:09 Uhr


    Was kann ich für sie tun?

    9. August 2010 | 21:00 Uhr

    Ich finde es ja immer toll, wenn es Leuten gelingt, ganz kleine Details von Irgendetwas in Szene zu setzen. Der Illustrator Christoph Niemann kann das zum Beispiel ganz hervorragend. Zuletzt hat er die kleinen Feinheiten eines Flugzeugaufenthaltes, in diesem Falle von New York nach Berlin, aufgezeichnet.

    [via roger federer]

    6. August 2010 | 0:32 Uhr

    Es muss da irgendwann mal einen Punkt gegeben haben, da müssen sie (Ich kann und will hier keine Schuldigen nennen, deshalb tue ich einfach so, als wäre es eine geheime Untergrundorganisation) … ähm … da müssen sie aufgehört haben, diverse bunt leuchtende E’s und Unmengen an Zucker in die Froot Loops zu mischen. Und das schlimme ist, die finden das auch noch gut und schreiben das vorn drauf. Pah!

    Da dachte ich heute also, dieses deftige Heavy Metal Fernfahrer-Frühstück hier würde mich in alte, farbenfrohe, überdreht süße Dimensionen katapultieren …

    … aber nein, auch die Katzenkringel waren nur eine weitere farbliche Ausgabe der Loop-Farce. Zu Schade. Menno!

    Erinnert sich eigentlich noch jemand an Kittie? Also die Band? Ob die das hier wohl jeden Morgen zum Frühstück essen?