Es gibt nur wenige Menschen, die derart akrobatisch mit der deutschen Sprache umgehen, wie Dendemann. Und mit wieviel Stil er das auch noch tut! Ich wünsche viel Spaß mit dem neuen Video und dem damit verbundenem ständigen Zucken, liebe Kinder der Achtziger.

Kann gut sein, dass ich damit bereits ein wenig spät bin, aber während The XX regungslos wie ein dicker Pfannkuchen unter dickem Hypesirup liegen, kann man ja mal auf eine Band hinweisen die einen ähnlichen Weg vor sich haben könnte. Beach House! Wunderbar!
Beach House - “Norway”
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Bewertung: 
Zum Download
myspace.com/beachhousemusic
In den vergangenen Tagen ist für mich eine Art Traum in Erfüllung gegangen: Ein Dinosaurier in der Nachbarschaft! Okay, es ist ein Roboterdinosaurier, aber wen stört das schon? Letztlich bieten sich dadurch nur noch mehr Möglichkeiten. Hier ist das gute Stück:

UND ER MACHT ALLES PLATT!!!

Der kleine Saurier steht in direkter Nähe zur Kastanienallee. Ich werde ihn mir zähmen und dann am Wochenende immer durch besagte Allee fahren und nach Hipstern schnappen. Rrrhap! Rrrhap!
Und wo wir einmal beim Thema Dinosaurier sind, hier ein Bild welches ich mir jeden Morgen angucke und immer noch darüber lachen kann:

“Wash Echte” in seinem äußerst lesenswerten “Ich werde ein Berliner” Blog über den “Tatort”:
“Halfway into it, you’ll want to inject caffeine into your eyeballs just to make it through the next minute. In good German film-making tradition, everything about it feels painfully over-endeavored and every single character is stock beyond the worst stereotype. (…)
Mirroring the German society, in Tatort, everybody is a victim. Even the detectives. That’s because German people love to come up with far-flung excuses for any wrongdoing that wasn’t committed by a well-off person, and go to great lengths to construct a theory which serves to blame all the usual things they fear or disapprove of: Capitalism, environmental pollution, and being identified as Germans when traveling.”

Manche Gewerbezweige sind für mich ja ein kleines Rätsel. Als würde sich hinter den Türen der Zugang zu einer geheimen Parallelwelt mit eigenen Gepflogenheiten und Gesetzen befinden, von denen in den seltensten Fällen mal etwas an die Außenwelt dringt.
Ein Beispiel: Das Matratzengewerbe.
Gibt es ein Matratzengeschäft in dem nicht laut Schaufenster alles auf einen winzigen Bruchteil des Preises reduziert ist? Und viel wichtiger - Warum liegen derartige Geschäfte immer an Ecken?
Weil ich für meine neue Bliebe eine Schlafunterlage brauche, habe ich mich mal in eines dieser Geschäfte getraut. Man kann ja auch nie von aussen reingucken. Überall sind Plakate die darauf hinweisen, dass gerade eine Jahreszeit vorbei ist und deshalb die Matratzen weg müssen oder eben massive Mauern aus Matratzen die nichts von Innen nach draußen dringen lassen. Ein Helms Klamm mit Federkern.
Direkt am Eingang wurde ich von der Verkäuferin begrüßt. Sie sei Heute behindert sagt sie, deshalb müsste ihre Kollegin alles für sie tragen. Seit Wochen habe sie schon Rückenprobleme und kann nichts machen, furchtbar sei das.
Moment. Die Verkäuferin des Matratzenladens klagt über Rückenprobleme? Ist das bereits der Moment, wo man misstrauisch werden sollte?
Jede meiner Fragen schienen bei ihr, deutete man ihre Reaktionen, wie eine Beleidigung anzukommen. Federkern, Kaltschaum, tralala - wie konnte ich nur! Vielleicht war sie auch einfach nur gestresst, da sie den ganzen Vormittag lang immer den Haushalt von Charlie Sheen und seinem Bruder mit dem dicken Jungen schmeißen muss. Mir egal, ich wollte ja nur eine Matratze.
Die Plakate außen scheinen übrigens wirklich nur zur Jahreszeitenorientierung zu dienen, innen sind die Preise dann gefühlt verfünffacht. Letztlich bekam ich dann doch eine Matratze. Weil ich geflirtet habe, sogar mit 40 Euro Preisnachlass. Das hat mich ein bisschen erschrocken, denn geflirtet habe ich nun weiß Gott nicht und hätte ich es, dann würde ich mir ernsthaft Sorgen um mich machen. Hatte ich etwa unbewusst mit dem Zwerg aus der He-Man Verfilmung geflirtet? Uah! Aber vielleicht wertete sie es einfach als Flirtversuch, dass ich länger als 2 Minuten im Geschäft war und ihr trotz an Beleidigung grenzender Aussagen in die “Kaltschaumecke” folgte.
“Legen se sich mal hin und testen.”
“Nein.”
“Aber sonst wissense doch nicht wie …”
“Ich sehe das.”
“Okeh.”
Aber egal, letztlich hatte ich ja meine Matratze. (In der Gegend um braunschweig sagt man übrigens “Medratze”, das klingt viel mehr nach einschlafen. “Matratze” klingt so nach Drahtgestell) Was mich aber noch viel länger beschäftigte, war eine andere Aussage von Frau Nieselprim am Medratzenschalter. Sie schätzte mein Körpergewicht um ganze 20 Kilo weniger. Zwanzig Kilo!
Ich wusste einen Tag lang nicht damit umzugehen. Wie sollte man soetwas werten? Mit meinem Körpergefühl war ich aber erstmal wieder im reinen, als ich am Morgen eine unförmige Joggerin in einem hautengen, mintgrünen Anzug sah. Leider sollte das nicht von langer Dauer sein.
Am Samstag war ich dann in einem hamburger Hipster Laden und weil da alles so sehr reduziert war, dachte ich, könnte ich mir doch auch mal eine dieser Cheap Monday Hosen zulegen. Aber dann. Hosenweite 26. SECHSUNDZWANZIG! Und viel mehr nach oben war da nicht. Ein Bein hätte ich damit vielleicht einkleiden können. SECHSUNDZWANZIG! Ist das nicht eine Kindergröße?
Werdet ihr schon sehen, wie ihr mit euren Skinny Jeans wieder aus dem Graben kommt, wenn ich euch und eure hippen Rennräder mit meinem Mountainbike in den Graben drängle. Ha! Ich werde mir bis dahin noch bei Frau Federkern eine Kindermatratze holen, die ich mir im Sommer auf den Rücken binde. Stelle ich mir recht praktisch vor, quasi der Schildkröte nachempfunden. Und immer etwas schlauer.

foto: frank gatto
In einem Interview Anfang Februar gab es bereits sehr verheißungsvolles bezüglich des neuen Album der Deftones zu hören:
“Back in 2008, bassist Chi Cheng was critically injured in a car crash that left him in a semi-conscious state. After seeing their friend in this state, the band felt that “EROS” was a constant reminder of their fallen comrade. So they hit the studio again with friend and former Quicksand bassist Sergio Vega to record… some 11 songs that hark back to Around The Fur and White Pony.”
Jetzt gibt es ein paar mehr Infos: Das Album wird den Titel “Diamond Eyes” tragen und am 18. Mai (in Deutschland wohl also bereits am 14. Mai) erscheinen. Der erste Song daraus klingt noch verheißungsvoller als der eingangs erwähnte Artikel, heißt “Rocket Skates” und ist für kurze Zeit auf deftones.com als kostenloser Download verfügbar.
Deftones - “Rocket Skates”
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Download: gunsrazorsknives.com


Liebe lesenden Leserinnen und Leser, bitte kaufen sie dieses Buch:

Nicht nur weil es Vielerorts gerade sehr viele Lorbeeren einfährt und gut ist, sondern viel mehr, weil ich einen relativ guten Draht zur Autorin habe und dann Provision in Form von Cupcakes bekomme. Ha! Wenn man bequem ist, kann man sich auch was daraus vorlesen lassen:
03.03.2010 - Hamburg
14.03.2010 - Hamburg
18.03.2010 - Leipzig / Buchmesse
20.03.2010 - Berlin
26.03.2010 - Bielefeld (!!!!)
(Hihi ♥)
Wow. Es ist schon einige Zeit her, dass ein Musikvideo bei mir so richtig Gänsehaut verursacht hat. Sie sehen nun “Still Boy” von Kashmir.
Das Video stammt von Jakob Printzlau, besser bekannt als Plastic Kid oder Sänger von The Fashion. Hier ein Making Of dazu und das neue Album dieser sehr netten Herren kann ich auch direkt mitempfehlen.
Nach über 3 Wochen kräftezehrendem Stress bin ich nun endlich in der neuen Wohnung und kann mich hier ganz ohne Provisorien ausbreiten. Vom Hausmeister habe ich ein Schlüsselbund mit 8 zusätzlichen Schlüsseln bekommen. Er habe keinerlei Ahnung wo die passen. Ich wohne auf einem Abenteuerspielplatz! Zeit zum Krach machen!

When the wheels come down, there’s another round for you.





