Lieber Fußball, du machst es mir zunehmend schwer, dich zu mögen.


Normalerweise habe ich kein Problem damit, kulturelle Veranstaltungen ab und zu allein zu besuchen. Konzerte oder Kinofilme wirken manchmal ja sogar besser ohne Smalltalk rundherum. Bei Fußballspielen ist das schon etwas schwieriger. Gestern war ich zum Beispiel beim Berliner Tourstopp der Xabi-Alonso-Philipp-Lahm-Abschiedstour. Ist man allein auf dem Weg zum Stadion, fällt es schwierig eine richtige Vorfreude aufzubauen. An jeder Station eine neue Welle bierseeliger Idioten. Der Verein ist dabei egal, unterm Strich wird’s immer unangenehm. Und nein: Damit sind nicht alle Fußballfans gemeint, ich habe nichts gegen Fußballfans (bin ja selbst einer, haha) und ich habe auch nichts gegen Gesänge und Co. Aber meine Güte, muss man denn wirklich schon um 14 Uhr volltrunken in der U-Bahn alles und jeden bedrängen? Weil ich selbst auf dem Dorf groß wurde und deshalb nie in den Genuss dessen kam, träume ich umso mehr davon, in einigen Jahren ein Bundesligaspiel mit einer Mini-Version von mir zu besuchen. Aber so? Nur schwer vorstellbar.

Ich liebe Fußball, habe aber zunehmend meine Probleme damit, denn egal wo etwas mit Fußball stattfindet, wird es einem irgendwie madig gemacht. Bei meinem Fußballblog „Falsche Neun“ bekomme ich beispielsweise in den Kommentaren täglich einen guten Querschnitt, was Fußballdeutschland so denkt. Selten geht es in den Reaktionen um die Liebe zum Fußball oder zum eigenen Verein, sondern viel mehr um den Hass gegenüber allen anderen. Für jeden Verein gibt es eine Begründung warum die besonders scheiße sind. Bei all der Verbissenheit wird es dann gerne auch mal etwas schwieriger, bis Humor oder Ironie funktioniert.

Bei „11 Freunde“ können sie da wahrscheinlich erst recht ein Lied von singen. Unter jedem Beitrag gibt es irgendwelche wüsten Vorwürfe gegenüber der Redaktion und die üblichen mit Hass gekochten Botschaften. Ein aktuelles Beispiel zeigt das ganz gut: Unter dem Hashtag #faireGesänge gab es neulich allerhand lustige Umdichtungen von Fangesängen. Da lag die Idee nicht weit, ein paar davon kurzerhand mit dem Berliner Kneipenchor zu vertonen.

Das Ergebnis ist jetzt kein Superviralhit den ihr in 2 Monaten von eurer Mutter auf Whatsapp geschickt bekommt, aber eine nette Abwechslung ist es allemal. In den Kommentaren sieht man das natürlich anders. Da gibt es direkt solche Blüten wie: „spasten nennen sich Berliner Kneipen Chor und kein berliner Verein dabei.“. Schön. Dann natürlich diverse Vorwürfe, dass das scheiß Studentenhumor sei.

Wo wir auch schon beim nächsten Thema wären. Angeblich macht es Fußball ja aus, dass er im Kern so wunderbar einfach und für alle da ist. Nun ja, die Realität im Stadion sieht dann doch etwas anders aus. Da gibt es klare Vorgaben in Sachen Verhaltenskodex. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon in diversen Stadien drauf angesprochen wurde, dass ich Cola statt Bier trinke. Passt natürlich nicht so in ein Umfeld, wo „schwul“ und „Spast“ noch gängige Beleidigungen sind. Kritisiert man das Ganze, wird man selbstverständlich sofort verteufelt und steht auf Seiten der Fußballmafia DFB, die aus jeder Kurve Businesstribünen mit leisen BWL-Studenten machen möchte. Als wäre das auch nur annähernd erstrebenswert. Aber es kann doch nicht zu viel verlangt sein, hier und da etwas mehr Benehmen mitzubringen?

Oder ist Fußball mittlerweile wirklich hauptsächlich ein Gesellschaftsventil für Alpha-Männchen und die, die es gerne wären? Wenigstens einmal pro Woche schon nachmittags voll sein, alle beschimpfen und so richtig schön daneben benehmen. Ja, früher™ ging es in den Kurven noch rabiater zu, aber darf das jetzt wirklich als Ausrede zählen? Gestern saß ich zwischen zwei Grüppchen von Hertha Mittfünfzigern und meine Güte, was haben die das ganze Spiel über so auf den Platz gerufen. Ich bin nun wirklich kein Experte, aber da war ja wirklich alles falsch. Hauptsache irgendwas rein schreien und zeigen, dass man Ahnung hat. Lifehack an dieser Stelle: Bloß nicht in die Diskussion nach so was gehen.

Man könnte nun sagen: „Wenn es dir im Stadion nicht passt, dann geh doch nicht hin.“ Das würde ich einerseits sehr schade finden, zum anderen ist es woanders auch nicht sehr viel besser. Klar die Schwankungen des Profifußballs zwischen hasserfüllten Bierkutten und weltweiter Plastikvermarktung sind in ihrem Grade der Unannehmlichkeit einzigartig, dafür unterscheiden sich anderswo dann einfach die Symptome.

Das fängt ja schon beim Hobbyfußball an. Es scheint, als wäre es jedem Mann ab Mitte Zwanzig in die Gene gelegt, dass er auf dem Platz wahnsinnig viel meckern muss. Zwei Stunden Freizeitfußball pro Woche bedeuten für viele dann automatisch auch zweieinhalb Stunden Meckern pro Woche. Meine Güte. Ich habe hier in Berlin kaum eine Freizeitfußballgruppe erlebt, bei der nicht ohne Ende gemeckert wird. (Sollte jemand Ausnahmen kennen, bitte melden!) Mittlerweile gehe ich deshalb nur noch selten spielen, weil es mir einfach viel zu sehr auf die Laune drückt, wenn es statt Spaß am Fußball nur Geschrei gibt, weil eine von zehn Flanken ungenau kommt. Letztes Jahr habe ich bei einem Benefizspiel mitgespielt. In meinem Team war der damalige Bundesliga-Spieler Marco „Toni“ Sailer (damals bei Darmstadt) und selbst er wurde manchmal reflexartig von irgendwelchen Hobbykickern übers ganze Feld angeschrien. Auf die Idee muss man erstmal kommen, bei einem Benefizspiel (!) einen Bundesligaprofi (!) anzuraunen, während man selbst nach 15 Minuten kaum noch geradeaus laufen kann. Schön.

Auch da kommt dann gern die Ansage, man solle das nicht so eng sehen oder einfach nicht mehr kommen, wenn es einen nervt. Aber gerade wenn man es nicht so eng sehen soll, warum kann man das ganze Gemecker nicht einfach lassen? Oder sind wir auch hier schon wieder beim gesellschaftlichen Ventil angekommen? Nach einem unausgeglichenen Arbeitstag muss scheinbar ordentlich was von der Leber gemeckert werden. Dabei will ich doch nur Fußball spielen.

Vom Jugendfußball ganz zu schweigen. Was ich da immer wieder für Geschichten zu hören bekomme, die sich unter Vätern an der Seitenlinie zutragen. Puh. Aber es muss wohl schon von Kleinauf anerzogen werden, dass es bei Fußball nicht wirklich um Spaß am Spiel geht.

Es mag eine sehr schwarze Sicht auf den Fußball sein, aber es macht mich nun mal sehr traurig, dass so etwas so Schönes in jeder Form unangenehm kompliziert wird. Trotzdem gab es gestern auch einen lichten Moment in der vollgestopften U-Bahn auf dem Weg zum Olympiastadion: Als die Gruppe angetrunkener Bayernfans in einem Moment der Ruhe kurz keine eingebildeten Tiraden von sich gibt, weil alle an ihrem Desperados nippen, meldet sich ein kleiner Mann mit grauen Haaren zu Wort: „This is my third FC Bayern game, the last one was 40 years ago.“ Er erzählt, dass er zu Besuch aus Ankara ist und plötzlich schwärmen alle gemeinsam von Gerd Müller, Paul Breitner und Co. Auf einmal geht es um die Liebe zum Fußball und nicht mehr um den Hass gegenüber allen anderen oder ums Kampftrinken. Wenn das doch nur öfters so wäre.

Öbomor, huhu!


Wie wahrscheinlich so einige, habe ich in den letzten Tagen darüber nachgedacht, wie das damals war, als plötzlich dieser Barack Obama auftauchte und einem dieses „alles wird gut, echt jetzt!“ Gefühl vermittelte. Ich, damals noch in Bielefeld wohnhaft, ließ mir sogar ein Shirt von irgend so einer Billig-Internetdruckerei bedrucken. Einer meiner Lieblingskünstler, Shephard Farey (der Obey-Mensch), machte damals für den Wahlkampf ein Motiv, welches ich mir aufs T-Shirt machen ließ:

Ein paar Wochen später wurde aus dem „PROGRESS“ ein „HOPE“ und das Motiv zu einem der bekanntesten der 00er Jahre. Das Shirt habe ich mittlerweile leider nicht mehr, weil es sich irgendwann verfärbt hat.

Als Obama dann tatsächlich Präsident wurde, verstärkte sich dieses „alles wird besser, wirklich!“ Gefühl gleich noch viel mehr und man hatte das Gefühl, die westliche Welt hängt in einen kurzen Korridor der Glückseligkeit. Stellvertretend dafür, ist ein sehr sehr unterhaltsames Video, was entstand, als Obama kurz nach seiner Amtsübernahme nach Dresden kam.

Spiegel Online zeigte damals eine Art Karikatur von Dresden und löschte das Video kurz darauf wieder, aber wir sind ja zum Glück im Internet:

Für mich immer noch eins der lustigsten, absurdesten Videos überhaupt. Obendrein wirkt es – erst recht, weil es so überzogen ist – wie aus einer vollkommen anderen Zeit. Ein US-Präsident, der die Welt zum Besseren führt, zu Gast in der weltoffenen, fröhlichen Stadt Dresden. Es hat sich einiges getan seitdem.

Elfenzwischenfall

Ich habe ein großes Herz für Kitsch. Deshalb war ich neulich in einem dieser Tiger Läden. Die kommen ursprünglich aus Dänemark, heißen dort „Flying Tiger“ und sind im Prinzip so was wie Nanu-Nana für Leute mit Abitur. Man wird auf einem Weg durch den Laden geführt, durch den man an jedem Regal einmal vorbei muss, aber meist stehe ich am Ende vor den Gewürzen und merke, dass ich doch nichts gefunden habe. Dieses Mal aber nicht! Es gibt dort gerade ein kleines Set, mit dem man ein Elfenhaus bauen kann. Genauer gesagt ist es eine kleine Tür, die man einfach irgendwo an die Wand kleben kann. Dazu ein kleiner Briefkasten, ein kleiner Fußabtreter und ein Paar winzige Schuhe, die dann vor der Tür stehen. Im Prinzip genauso wie diese Cafés für Mäuse.

Ich stellte es mir so wunderbar vor. Am Abend schmückten meine Liebste und ich den Weihnachtsbaum und bevor ich ins Bett ging montierte ich zu später Stunde heimlich noch den Eingang zur Elfenwohnung. Am nächsten Morgen würde ich sagen, dass ich glaube, was am Weihnachtsbaum gehört zu haben. Dann würde sie leicht mit den Augen rollen, weil ich schon wieder Zeug gekauft habe, das niemand braucht, aber toll wär’s ja trotzdem. Allein die schon wegen der Miete, die man dann durch drei rechnen kann.

Kam letztlich aber ein wenig anders. In meiner Kitschblindheit hatte ich nämlich die beiden anderen Mitbewohner mit Fell, die keine Miete zahlen, vergessen. Genauer gesagt, deren Hang dazu, Kleinkram (am liebsten gegen 4 Uhr nachts) durch die Wohnung zu schießen. Statt dem kitschig-romantischen Vorstellung, wie ein kleiner Weihnachtself nach getaner Arbeit seine Schuhe vor der Tür abgestellt hat, bot sich nun also ein anderes Bild.

Im Wohnzimmer verteilt, lagen seine Schuhe, sein Kochtopf und der dazugehörige Kochlöffel. Es sah so aus, als wäre er auf dem Heimweg nach seiner 14-Stunden-Schicht (Weihnachtszeit!) rücklings überfallen wurden. Die Tinte unter dem Mietvertrag war noch nicht trocken, schon standen zwei übergroße Katzen vor seiner Tür. Seitdem gab es keine Spur mehr vom Weihnachtselfmitbewohner. Es brennt kein Licht hinter seiner Tür neben dem Weihnachtsbaum. ich kann nur das Beste hoffen. Sorry.

Eine kleine Portion damals


Ich mochte immer, wie sich das Booklet von Nirvanas „Unplugged in New York“ Album anfühlte. Es war kein Hochglanz, sondern ganz normales, raues Papier. Auch wenn das nur ein klitzekleines Detail war, so passte es perfekt zur Stimmung und dem ganzen Artwork dieses Albums. Da ich im Jahr 1986 geboren bin, habe ich Nirvana logischerweise erst für mich entdeckt, als die Holzfällerhemden wieder im Schrank und die Löcher in den jeans wieder verschwunden waren. Deshalb überromantisiere ich dieses Album wahrscheinlich auch sehr viel mehr, als Fans der damaligen Zeit. Nirvana und das Schaffen von Kurt Cobain war für mich immer wie ein Film oder eine große Serie, in die man immer weiter hinein tauchte. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie es wohl gewesen sein musste, bei den Folgen des Überalbums „Nevermind“ bewusst dabei gewesen zu sein oder auf einmal im Radio zu hören, dass sich Kurt Cobain das Leben genommen hat.

So wie Kids in 10 Jahren sich vielleicht in einen Serienmarathon mit „Breaking Bad“ stürzen werden, entdeckte ich ähnlich zeitversetzt Stück für Stück Nirvana. „Unplugged in New York“ war für mich das gefühlte Abschlusskapitel dabei. Das Bühnensetting wie bei einer Beerdigung und dann fast nur Songs aus der zweiten Reihe, die wahnsinnig intim und zerbrechlich wirkten. Erhebliche Teile meines Taschengelds investierte ich nur wegen diesem Album in Räucherstäbchen, haha.

Parallel dazu war MTV (und natürlich VIVA zwei) so ganz ohne Internet meine wichtigste Bezugsquelle für neue Musik, die es direkt auf die Ohren und Augen gab. Natürlich hatte ich auch damals schon großes Vertrauen in die VISIONS, aber letztlich ist es ja doch etwas anderes, einen Song spontan zu hören, statt davon zu lesen. Kurz gesagt: MTV war supercool. Und das trotz zahlreicher Realityformate, die vorherige MTV-Generationen wohl fürchterlich fanden. Aber dieses etwas zwischen Award-Shows, den Osbournes, Pimp My Ride und ab und zu Musik hat mich doch schwer begeistert.

Kurzer Zeitsprung ins hier und jetzt.

Vor einiger Zeit lief ich mit meinem geschätzten Freund Patrick Wollny an der Deutschlandzentrale von MTV vorbei. Und während es für uns beide früher nur wenig Cooleres als MTV gab, waren wir uns in diesem Moment einig, dass wir uns es mittlerweile nur noch schwer vorstellen könnten, dort zu arbeiten. Wie ein alternder Wrestler ist MTV nur noch ein Schatten seiner selbst, lebt noch ein wenig vom Namen und ist irgendwo … ja, wo eigentlich? Natürlich ist das logisch, denn wer würde sich heutzutage noch begeistert Musik im Fernsehen anschauen. Aber schade, ist es ja trotzdem. Sehr sogar. Als wäre ein alter, wichtiger Wegbegleiter der Kindheit und Jugend plötzlich so halb untergetaucht und wüsste leicht desillusioniert nichts mehr mit sich anzufangen. Der große Name steht noch drauf, aber dahinter? In Prinzip ein bisschen so wie bei David Hasselhoff. Da fällt mir ein: Ich wurde vor einigen Jahren sogar mal gefragt ob ich für MTV für ein geplantes Onlinedings arbeiten möchte. Und zwar kostenlos. Mein Gehalt wäre quasi der Name MTV gewesen. Daraus wurde aber nichts, weil MTV kurz darauf geschockschrumpft wurde und, na ja, ich auch sonst nicht allzu viel davon gehalten hätte, für Sticker und Kugelschreiber zu arbeiten.

Alles in allem ist es interessant zu sehen: Für die Generation(en) vor mir war MTV das neue große Ding mit den Leuten aus dem Radio im Fernseher drin. Für mich und meine Generation ist es der etablierte Riese, der immer vorgab was cool war bis er eines Tages umfiel und für die Kids von heute ist MTV wahrscheinlich kaum noch mehr als eine Webseite mit Gossip über Rihanna.

Auf diesen ausführlichen Gedankengang und die romantisierung meiner MTV-Vergangenheit kam ich übrigens, weil ich heute morgen davon las, dass es ein neues MTV Unplugged gibt. Und zwar mit … Andreas Gabalier. Wenn ich das sehe, zieht sich in mir alles zusammen:

Aber natürlich werden das sehr viele Leute sehr toll finden. Der Volksmusikrocker und so. Letzte Woche hat Helene Fischer ihre neue Tour angekündigt. Sie wird einfach in den größten hallen dieses Landes jeweils 5 (!) Konzerte geben. Das macht zwar irgendwie Sinn, aber gruselig ist es schon. So gern ich auf dem Balkon und in der Natur zum Rentner mutiere, so geschockt bin ich darüber, wie viele Leute in meinem Alter die modernen Formen von Volksmusik und Schlager hören und das teilweise sogar als rebellisch abtun. Puh. Ich bin in diesem Jahr 30 geworden und auch wenn mich diese Zahl nicht stört, habe ich zunehmend Angst davor, auf einmal bei Beatrice Egli und Konsorten mitzuwippen.

Glücklicherweise wurde ich zumindest bei diesem Gedanken aber wieder etwas beruhigt. Mein Lieblingsnirvanafan Nilz hat zu seinem 40. Geburtstag nämlich einfach ein Konzert gespielt mit sehr viel Krach ohne jegliche Anzeichen von Schlager.

Ich wäre jedenfalls so langsam aber sicher bereit für ein neues „Nevermind“. Bis dahin empfehle ich „Stage Four“ von Touché Amore, was glaube ich, mein Album des Jahres wird.

Bitte werfen sie eine Münze ein

Hallo Internet! Ich habe viel zu lange nicht geblogdingst. Ich hab aber wieder große Lust drauf und hab deshalb hier alles ein wenig umgebaut und verschlichtert. Ist alles noch nicht ganz so, wie es sein soll, aber ich mag es als Ausgangspunkt zum Text reintippen. Wahrscheinlich hab ich dadurch ein paar alte Sachen zerschossen, was aber ja eigentlich ziemlich egal ist. Deshalb stattdessen hier noch ein Foto von meinem Homie Anton und mir.

Speiseeis und Chlorgeruch


Nach rund 12 Stunden in Mailand muss ich sagen: Toll hier! Es ist mir ein bisschen unangenehm und ich frage mich, ob das schon eine Form des kulturelle Rassismus ist, aber ich habe immer wieder einen Ohrwurm der Musik aus der Miracoli-Werbung. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass es überall kleine Gässchen mit noch kleineren Balkons gibt, bei denen man eigentlich nur darauf wartet, dass eine dicke Oma rausgestürmt kommt und „Hermeeeriiiicooooo“ ruft.

Alle Männer tragen hier übrigens Anzug und sehen damit auch alle gut aus. Außer ältere Männer, die tragen leichte Pullover und haben immer einen kleinen dicken Hund dabei. Bei allen Kids spannt passend dazu übrigens das Shirt am Bauch, weil sie eine kleine Speiseeistrommel haben. Ob ich übertreibe? Natürlich nicht!

Wahrscheinlich kann ich das nach 12 Stunden noch gar nicht einordnen und da romantisiert man ja auch gern, aber ich mag es, wie man sich hier etwas mehr Ruhe gönnt und sehr viel mehr Wert auf die kleinen Schönheiten des Lebens legt. Und das selbst dann, wenn lauter Fußballfans durch die Stadt kullern.

Apropos: Ich hab ein falsches Ticket gekauft, was im Bereich, wo ich ausgestiegen bin, nicht mehr galt. In Mailand muss man das Ticket aber auch benutzen, wenn man das U-Bahn-Netz wieder verlässt. Sprich: Ohne gültiges, passende Ticket kommt man gar nicht raus und ist in der U-Bahn-Station gefangen. Der korrekte Weg wäre dann: Man fährt zurück in den Bereich, wo das Ticket noch gültig war, verlässt die Station, kauft dann ein neues, passendes Ticket und fährt dorthin, wo man eigentlich hin wollte. Kompliziert. Oder man fragt den U-Bahn-Menschen in seinem kleinen Kabuff am Ausgang, ob er was machen kann. „Ja, das Ticket gilt nicht.“ sagt er, öffnet dann einfach die Tür und schon ist die Sache gegessen. Man stelle sich das mal in Berlin vor, wenn man einen BVG-Mitarbeiter um Hilfe bittet, weil man versehentlich ein falsches Ticket dabei hat. Haha. Hahaha. HAHAHAHAHA!

Oh und noch was: In Mailand gibt es scheinbar so eine Art Privatisierung kleiner Grünflächen. Auf einer Tafel daneben steht immer, welche Firma die jeweilige Grünfläche unterstützt. Was für ein schlauer Move, diese ganze PR-Welt endlich mal praktisch auszunutzen!

Meine neue Jacke


Meine Güte, habe ich schon lange nicht mehr gebloggt! Zumindest nicht hier. Es muss schon so lange her sein, dass ich mittlerweile so alt bin, dass ich Sätze mit „Meine güte“ beginne. Aber nach so einer langen Abstinenz hat man dann auch wenigstens wieder richtig Lust drauf. Ich bin in der Zwischenzeit 30 geworden und habe gerade viele Dinge zum ersten Mal im Leben.

Letzte Woche habe ich mir zum beispiel aus einer Laune heraus spontan meine allererste (Kunst!)Lederjacke gekauft. Eine mit leichten Polstern an Armen, Schultern und Ellenbogen. Dadurch fühlt man sich immer so, als würde man jederzeit bereit für eine Schlägerei oder einen krassen Stunt sein. Oder beides! Wohl auch deshalb summe ich immer diverse Intro-Songs vor mich hin, wenn ich die Jacke trage.

Nur eine Stunde Stunden nachdem ich die Jacke gekauft hatte, trug ich sie direkt bei einem Mode-Event meiner Freundin war. Wer weiß, vielleicht würde es dort ja eine Schlägerei geben. Tatsächlich sah ich auf dem Weg dorthin drei kleine Jungs. UND ICH HAB SIE VERDAMMT NOCH MAL AUFGEMISCHT! Haha, nein, einer der drei trug nagelneue Boxhandschuhe. In seinem Alter hatte ich dank Henry Maske auch meine Boxphase, hatte Handschuhe bekommen und einen Tag lang gegen alles Mögliche gehauen. Das war es dann auch schon mit meiner Boxphase. Aber es fühlte sich großartig an.

Also streckte ich ihm meine Faust entgegen … und er gab mir Faust zurück. Was für ein Moment! Meine neue Jacke, seine neuen Handschuhe! Für einen Augenblick waren wir die Schutzheiligen vom Halleschen Ufer. Die Ratten legten kurz die Dönerreste bei Seite und salutierten. Die Tauben flogen in Formation über uns wie die Jets bei sportlichen Großereignissen in den USA.

Am Dienstagmorgen bin ich nach Hamburg gefahren und musste morgens zur Bahn rennen. Ich hab danach tierisch in meiner neuen Jacke geschwitzt. Was ja im Prinzip egal ist, schließlich sieht es für Außenstehende ja so aus, als würde man gerade wegen etwas Coolem schwitzen. Vielleicht hatte ich gerade eine Oma vor einem Taschendieb bewahrt und bin ihm fünf Kilometer hinterher gerannt, wer weiß das schon? Als ich dann in Hamburg ankam, hat mir eine Vogel auf die Jacke gekackt. Diesen Sachverhalt bemerkte ich allerdings auch erst am Nachmittag, als der Sachverhalt bereits eingetrocknet war und ich die vorherigen Stunden entsprechend beschissen ausgesehen haben muss.

In 7 Stunden fliege ich für 48 Stunden nach Mailand. Meine neue Jacke kommt nicht mit, weil es dort 30 Grad sein sollen und ich darin schmelzen würde. Allerdings fühle ich mich ein bisschen schlecht deswegen. Die Hauptstadt der Mode und dann lasse ich meine neue Geheimwaffe zu Hause liegen. Vielleicht finde ich ja ein passendes Bandana dazu.

In wie vielen Beige-Tönen haben sie das?

Seit einiger Zeit habe ich einen neuen Punkt auf meiner ToDo-Liste: Heiraten! Das ist grundsätzlich erstmal super und obendrein noch sehr interessant, weil man dadurch in eine vollkommen neue Welt eintaucht, mit der man vorher absolut gar nichts zu tun hatte. Es ist ja an sich schon interessant wenn da alte Traditionen, Familienangelegenheiten, eigene Vorstellungen, jede Menge Fragen und einiges mehr aufeinander treffen. Im Kern ist es etwas sehr schönes, mit jeder Menge Fragen rundherum.

Neulich war ich, pardon – waren wir, zum ersten Mal auf einer Hochzeitsmesse. Lustiger Weise hieß es aber gar nicht Hochzeitsmesse, sondern „Love Circus BASH Wedding Festival“. Da muss man erstmal drauf kommen und es dann auch immer noch ernsthaft gut finden, wenn man es irgendwo zum ersten Mal auf Flyern gedruckt liest. Aber an sich ein schönes Dings mit lauter Ausstellern, die entweder im kleinen Rahmen Sachen mit viel Liebe selber basteln oder als Premiumprofis als Teil der Bezahlung eine vollständig ausgestattete Blutdiamantenmine fordern.

Am erstaunlichsten war für mich jedoch etwas anderes. In einer heteronormativen Gesellschaft ist man es als weißer, großer Mann gewohnt, immer die erste Geige zu spielen. So ziemlich egal was, egal wo. Leider. Bei so einer Hochzeitsmesse bekommt man dann mal mit, wie es eigentlich ist, wenn das nicht so ist. Wenn man höchstens als +1 wahrgenommen wird. So muss es in etwa sein, wenn man als Frau in einem Fußballstadion ist. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass es scheinbar für alle klar ist, dass die Hochzeitsinitiative natürlich von meiner Frau ausgeht. Erst recht die Entscheidung, eine Hochzeitsmesse zu besuchen. Ich wurde dann auch gerne mal belächelt. Frei nach dem Motto „Haha sonntags auf ner Hochzeitsmesse, dabei könntest du doch jetzt Bier trinken und American Gladiators schauen WIE EIN ECHTER MANN!!!!“ Zugegeben, wenn die „American Gladiators“ wieder im Fernsehen laufen würden, hätte mich wohl tatsächlich nichts vom Sofa bekommen. Aber zurück zum Weddingdingsbash.

Es ist wohl auch so ein ungeschriebenes Gesetz, dass sämtliche Entscheidungsgewalt in den Händen der Frau liegt. Wenn einem Visitenkarten und dergleichen übergeben wurden, stand ich dann also gerne Mal daneben wie eine Topfpflanze. Man muss die Frau für sich gewinnen und der Mann zahlt das dann. Meine Güte.

Gestern habe ich mir aus Interesse sogar ein Hochzeitsmagazin gekauft. Selbst da ist das so. Man bekommt 2 Magazine zum Preis von einem. Vorne ganz große das Braut Magazin und hinten klebt dann das Bräutigam Magazin dran, was nicht nur ein Drittel der Seiten hat, sondern auch im Format kleiner ist. Haha! Ich hab noch nicht reingeschaut, aber wahrscheinlich ist das Bräutigam Magazin voller Uhrenwerbung.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum man den Spaß überhaupt mitmacht. Schließlich ist es an sich eine Mischung aus zwei sehr unangenehmen Dingen die da aufeinander treffen:
a) Wahnsinnig alteingesessene Wertevorstellungen und Abläufe. So und nicht anders!
b) Der daraus resultierende Drang, ausbrechen zu wollen und sich doch irgendwie daran halten zu wollen. Bei der Eröffnung des Tanzes passiert auf einmal ein Flashmob wie in diesem einen YouTube Video und selbst der dicke Onkel Heiner macht beim Breakdance mit. So crazy!

Aber zum Glück kann man ja selbst daraus machen was man will. Im Kern ist das schließlich eine wunderbare Sache. Nicht das ich nicht auch ohne könnte, aber ich finde dieses große Geständnis zueinander sehr schön. Und wenn man das auch noch mit seinen Liebsten feiert, ist das doch umso schöner. Wie in fast allem gilt also: Letztlich kommt es drauf an, was man selbst draus macht und wenn man da ohne Rechtfertigungsdrang rangeht, wird es schon irgendwie super. UND AUSSERDEM KANN MAN DANACH VOLL STEUERN SPAREN, OH YEAH!

Je mehr ich darüber nachdenke, umso verrückter finde ich aber diesen Druck der im Allgemeinen aufgebaut wird. Es muss der schönste Tag des Lebens werden! Was für eine schlimme Vorstellung, dass man nach einem Drittel seines Lebens den schönsten Tag des Lebens dann bereits schon hatte! Was passiert, wenn man das zu ernst nimmt, kann man immer in dieser Hochzeitssendung auf Vox nehmen. Es gibt keine Sendung bei der ich mich mehr unangenehm und aufgeregt zugleich fühle. Uah. Nichtsdestotrotz (ich liebe dieses Wort!) sollte natürlich einer der schönsten Tage überhaupt werden. Aber das steht doch eh außer Zweifel. Immer komisch wenn man dann Leute sieht, bei denen das nicht so ist. Die also diesen Zug wirklich voll und ganz mitfahren. Wo die Ringe natürlich ein bestimmtes Preisbudget sprengen müssen und die Hochzeit eher für die Außenwahrnehmung des Paares, als für das Paar selbst gedacht ist gedacht ist. Ronny und Cheyenne können sich in den nächsten 30 Jahren nichts mehr leisten, aber ihre Ringe sind sooo toll und auf ihrer Hochzeit hatten sie Tauben, die Klavier spielen konnten.

Woher diese Herangehensweise wohl kommt? Meine Theorie ist, dass vor allem Leute, die man noch aus Schulzeiten vom Dorf kennt, äußerst anfällig dafür sind. Das mag jetzt wahnsinnig abgehoben klingen, aber ich habe das Gefühl, dass man viel mehr darauf abgeht EINMAL AM SCHÖNSTEN TAG DES LEBENS IM MITTELPUNKT ZU STEHEN UHH JAAAA wenn man das sonst eben nicht tut und seit dem 18. Lebensjahr im gleichen Reihenhaus neben Mutti wohnt.

Aber vielleicht werde ich ja auch noch so. Immerhin war ich vor zehn Jahren schonmal Protagonist in einer „Frank der Weddingplanner“ Ausgabe, in meiner Paraderolle als dümmlicher Cousin, der seine Hose für die Hochzeit vergessen hat. Mal schauen was das alles wird, ich freue mich jedenfalls auf den ganzen Wahnsinn. Den schwierigsten Part hab ich ja immerhin schon hinter mir und die passende Frau gefunden. Ha! Hauptsache es gibt irgendwas mit Monster Trucks.

Früher war alles anders. Ehrlich!


Noch mal so viel wie bis jetzt,ein bisschen obendrauf und schon bin ich Rentner! Vielleicht liegt daran, dass ich mich in den letzten Jahren immer dabei erwischt habe, zum Jahresende schweißnasse Hände bekommen habe und dachte „Huch, was waren denn jetzt die wirklich guten Platten des Jahres?!“ Bisher ging es immer, aber Ende 2015 war es beinahe aussichtslos. Bin ich etwa schon Musikrentner, der immer den gleichen Alten Kram hört und bei neuen Releases nur kritisch die Augenbraue hoch zieht? Und das in Zeiten, wo es so einfach war wie noch nie, neue Musik für sich zu entdecken? Oder war das Musikjahr 2015 einfach wirklich so enttäuschend und leer für mich?

Oder liegt es daran, dass Rockmusik scheinbar eine immer kleinere Bedeutung bekommt? Zumindest lässt mich dieser Gedanke seit diesem Essay von Danko Jones nicht mehr los. Gegen Ende des Jahres habe ich mal in die 100 aktuell am meisten gestreamten Songs geschaut. Natürlich war es nur eine Momentaufnahme, aber nicht ein Song war ein Rock-Song und es waren allerhöchstens 4 von 100 Songs in denen eine Gitarre merklich zu vernehmen war. Wenn sich Geschichte wiederholt ja eigentlich ein gemachtes Beet für Grunge.

So sehr ich letztlich auch überlegte und mich noch einmal durchhörte, für mich war (bis auf wenige Ausnahmen) 2015 einfach kein gutes Musikjahr. Und was macht man in solchen Momenten als Musikrentner? Richtig, man blickt wohlwollend zurück, schließlich war früher alles besser. Erst recht vor 10 Jahren, als vor allem der Indie-Rock-Abschlussjahrgang brillierte. Zum Beweis die Top 30 der Visions-Lesercharts 2005, welche sich aus heutiger Sicht wie eine Hall of Fame lesen:

Mando Diao – Hurricane Bar
System of a Down – Mezmerize
Bloc Party – Silent Alarm
… And You Will Know Us by the Trail of Dead – Worlds Apart
Maxïmo Park – A Certain Trigger
Dredg – Cath Without Arms
Foo Fighters – In Your Honour
Franz Ferdinand – You Could Have It So Much Better
Queens of the Stone Age – Lullabies To Paralyze
Kettcar – Von Spatzen und Tauben
Bright Eyes – I’m Wide Awake It’s Morning
The Mars Volta – Frances the Mute
Arcade Fire – Funeral
Nine Inch Nails – With Teeth
Kaiser Chiefs – Employment
Art Brut – Bang Bang Rock & Roll
Coldplay – X&Y
Babyshambles – Down In Albion
Coheed And Cambria – Good Apollo
System of a Down – Hypnotize
My Chemical Romance – Three Cheers For Sweet Revenge
Madsen – Madsen
The White Stripes – Get Behind Me Satan
Muff Potter – Von wegen
Turbonegro – Party Animals
Sigur Rós – Takk
Oasis – Don’t Believe the Truth
Hard-Fi – Stars of CCTV
Bright Eyes – Digital Ash In a Digital Urn
Tocotronic – Pure Vernunft darf niemals siegen

Für eine extra Portion in Erinnerungen schwelgen hab ich daraus mal eine Playlist gebaut:

Oder sieht das einfach nur aus der Zukunft so wahnsinnig gut aus und 2025 werde ich davon schwärmen wie großartig 2015 war? Die verschiedene Wahrnehmung von Musik über die Jahre ist jedenfalls ziemlich interessant. Bei Deezer hat man dafür nicht nur 10 sondern gleich 20 Jahre zurück geschaut und dabei gemerkt, dass einige One-Hit-Wonder heutzutage in Sachen Streaming viel erfolgreicher sind als damals in den Charts. Oder ganz einfach gesagt: Coolio war in den deutschen Jahrescharts gerade mal auf Platz 17 ist heute aber der unangefochten meistgestreamte Song aus diesem Jahr. Heißt das jetzt, Gangster denken noch lieber an damals™?
Interessante Statistik jedenfalls:

Kann man sich auch als Playlist anhören (Falls man sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hat und tierisch Lust hat, „Lemon Tree“ zu hören.)

Aber genug zur Vergangenheit, ich muss jetzt das neue Turbostaat Album hören, damit 2016 ein gutes Musikjahr wird.

Die Meerschweinchen interessieren sich dafür


Am Montag wurde mir kurzerhand ein Auftrag abgesagt. Solche plötzlich geschenkten Tage werden entweder Örghs-Tage oder ICHBINSUPERPRODUKTIV-Tage. Das Verhältnis liegt bei ungefähr 1 zu 6. Glücklicherweise hatte ich am Montag letzteren und stand schon um 9 Uhr morgens im Baumarkt zwischen Bodenlacken und Steinfliesen.

Ich hab eigentlich nur ein bisschen Kram fürs Grünzeug zuhause eingekauft, aber war kurz dabei ein neues Haus zu planen. Grund dafür war die Sprecherstimme der Baumarkt-Spots. Wenn ich mich nicht irre, war das die Stimme aus „Anno 1602“! Was für eine perfekte Kombination! Diesem mann traue und folge ich. Leider hat er seine Signature-Sätze nicht entsprechend angepasst. „Es fehlt an Dübeln. Euer Volk wünscht ein Gewächshaus. Ein Reisender hat die Pest in Euren Baumarkt gebracht!“

Wer jetzt Lust auf Anno spielen hat: Die älteren Teile sind alle zum Download für unter 10€ zu haben. Und ich fühle mich jetzt (wieder Mal) ein bisschen alt, weil ich gerade gelesen habe, dass „Anno 1602“ in diesem Jahr bereits 18 wird.

Zurück zum Einkauf. Danach war ich noch kurz im „Fressnapf“ nebenan, um unseren beiden Mitbewohnern (die frechsten Arbeitslosen Deutschlands) etwas mitzubringen. Den ganzen Morgen und Vormittag hatte ich sämtliche Medien von Internet über Fernsehen bis hin zu Radio gemieden, da in der Nacht zuvor die beiden NFL Conference Finals waren und ich mir später die Aufnahme der Spiele noch anschauen wollte. Und dann werden doch tatsächlich die NFL Ergebnisse im Fressnapf durchgesagt. IM FRESSNAPF!

Apropos: Ich hätte gern eine Webseite, wo man per Zufall die Sprechanlage eines Supermarktes zugewiesen bekommt und per Webcam dann die Reaktionen der Besucher sehen kann.