18. Juli 2015 | 17:08 Uhr



Dienstagmorgen ist immer mein persönlicher Top-Chaosmoment der Woche, da hier mein Wecker bereits um 6 Uhr morgens klingelt und ich in einem ausgeklügelten Zeitsystem zum Zug muss. Um nicht ganz so verwirrt und übermüdet, dafür halbwegs gesellschaftsfähig zu sein, versuche ich mittlerweile akribisch am Abend vorher spätestens um 23 Uhr einzuschlafen. Für meinen Kopf muss sich das in etwa so anfühlen, wie wenn man einer Katze sagt, sie solle sich da bitte nicht hinsetzen.

Mittlerweile klappt es meistens, aber manchmal fallen mir Dinge ein, die in diesem Moment superwichtig erscheinen. Wie in den letzten Momenten eines erfolgreich geglaubten Einsatzes am Greiferautomat fällt der Schlaf kurz vorm Ziel dann einfach runter.

So hielt ich es gestern Abend zum Beispiel für eine gute Idee, endlich mal meine von Samsung bereitgestellten, neuen „Level On Wireless“ Kopfhörer auszuprobieren. Das Ergebnis war, dass ich nur vier Stunden Schlaf bekam, weil ich einfach diverse Lieder hören und NATÜRLICH eine Playlist für die Zugfahrt machen musste. Wenn es sich plötzlich so anfühlt, als würde einem James Hetfield direkt im Ohr sitzen, ist an Schlaf einfach nicht mehr zu denken.

Eigentlich ja verrückt, wie man Lieder noch einmal neu für sich entdecken kann, wenn man plötzlich das Gefühl hat, man würde mit der Band gemeinsam im Proberaum sitzen und jedes noch so kleine Detail hören. Und das obwohl ich jedes Lied bestimmt schon hunderttausendmal gehört habe. Schließlich verlasse ich seit ich denken kann das Haus mit Kopfhörern. Für mich wäre es nicht so schlimm, aus Versehen ohne Schuhe loszugehen, wie das Haus ohne Kopfhörer zu verlassen. Meine höchst wissenschaftlichen Messungen haben nämlich ergeben, dass sich beispielsweise jede Minute Arbeitsweg wie 20 Minuten Arbeitsweg anfühlt, sobald man keine Musik auf den Ohren hat.

Aber zurück zu meinen neuen Superduperkopfhörern. Im Zug entdeckte ich nämlich einen weiteren Vorteil, das Active Noise Canceling. Ich kann mir nur erklären, dass es durch Zauberei funktioniert, denn wenn man einen kleinen Knopf an den Kopfhörern drückt, werden plötzlich alle Umgebungsgeräusche einfach weggefiltert. Kein Rauschen mehr vom Zug, stattdessen hört man umso genauer das leise Quietschen der Finger auf einer Akustikgitarre. Auch nach außen hin geben die Kopfhörer selbst bei voller Lautstärke übrigens kaum einen Ton ab. Man kann also in Ruhe den „Pocahontas“ Titelsong auf voller Lautstärke hören, ohne dabei an Kredibilität einzubüßen.

Eine weitere Spielerei ist das (quasi unsichtbare) Touchpad auf der Außenseite der Hörmuschel. Zieht man darüber den Finger quer in eine Richtung, wird der vorherige oder nächste Song abgespielt. Tut man das gleiche nach oben oder unten, wird die Wiedergabe lauter oder leiser. Ein kurzes Antippen pausiert den Track. Das ist zum einen sehr praktisch, da man das Abspielgerät wie Smartphone, Tablet und Co nicht jedes mal aus der Tasche kramen muss. Und zum anderen sieht man dabei aus wie ein Zeitreisender, der gerade seine Mission koordiniert.

Wer gerne noch mehr (professionelle) Details zu den Kopfhörern wissen möchte, bekommt alle Infos dazu hier. Und wer sagt: „EY! Übertreibmanicht, die sind bestimmt garnichma so gut!“, dem sage ich: Doch, denn sonst würde ich sie nicht in der Öffentlichkeit tragen. Mit solchen übergroßen Kopfhörern wie einst im „Do they know it’s Christmas“ Video fühle ich mich nämlich ein bisschen, als würde ich aussehen, wie die neue brasilianische Stürmerhoffnung der TSG Hoffenheim. Aber was tut man nicht alles für den perfekten Proberaum im Ohr!

PS: Einziger Nachteil ist, dass unser Kater Louis aufgrund der Kabellosigkeit super enttäuscht von den Kopfhörern war. Er macht nämlich nichts lieber kaputt als Kopfhörerkabel. ABER es gibt glücklicherweise ein beigelegtes Kopfhörerkabel. Das kann man dann also entweder der Katze geben oder damit vollkommen unabhängig von der Akkulaufzeit der Kopfhörer sein.

Hinweis: Der in dem Beitrag vorkommende Level On Wireless wurde dem Ersteller des Beitrages von der Samsung Electronics GmbH zur Verfügung gestellt und die Erstellung des Beitrags auch im Übrigen von der Samsung Electronics GmbH unterstützt.
14. Juni 2015 | 22:40 Uhr


Früher Samstagnachmittag, bestes Sonnenwetter – Was tut man da? Richtig, ins Kino gehen um sich „Jurassic World“ anzuschauen. Es sind Momente wie diese, in denen ich es sehr schätze, in Berlin zu wohnen. Also dann, wenn man einfach am Nachmittag ins Kino gehen kann und da besagter Film im Original im IMAX läuft.

Überhaupt ist das Kino als Sommerort vollkommen unterschätzt. Da ist es nämlich immer schön kühl, man bekommt keinen Sonnenbrand und nervige Insekten gibt es auch nicht. Kinobetreiber scheinen davon Wind bekommen zu haben, weshalb das IMAX-Ticket bereits 14 € kostet. Mittlerweile also teurer als eine Blu-Ray, die es ein paar Monate später gibt. Natürlich hinkt der Vergleich, denn auch ich sehe das Kino eher als ein Erlebnis und nicht als eine von vielen Möglichkeiten, um einen Film zu schauen an. Aber VIERZEHN Euro? So viel dürfen höchstens frisch zubereitete Smoothies kosten! Ach ja 50 Cent Online Gebühr kamen noch dazu für … hmmm keine Ahnung wofür. Und das obwohl ich online gar nicht gekauft, sondern nur reserviert habe. Ach ja, eine letzte Rentnerbeschwerde noch: Mir fehlen Zeiten, in denen Eintrittskarten so toll aussahen, dass man sie sich an eine Pinnwand übers Bett geheftet hat. Mittlerweile wären da nur noch eventim Ausdrucke und ähh solche Kassenzettel neuerdings:

Aber zurück zu „Jurassic World“. Hach, ich bekomme ja immer noch Gänsehaut, wenn sich das Tor des Parks öffnet und die Musik dazu ertönt. Allen menschen, denen es genauso geht, sei dieser Film empfohlen. Allen anderen die einen wendungsreichen, nachdenklichen Wasauchimmer-Kracher erwarten und Dinosaurier nicht leiden können … nun ja, was macht ihr in diesem Film? Natürlich gibt es von allem zu viel, aber das muss ja so in Hollywood. Was mich mittlerweile nur wirklich stört, ist das immer aggressivere Product Placement. Ich habe an sich ja nichts dagegen, nur muss es doch nicht immer so wahnsinnig plakativ sein. Man versteht auch, dass es ein Mercedes ist, auch wenn er nicht wie im Werbeprospekt geparkt ist. Oder diese wahnsinnig unnatürlichen Art und Weisen, ein Mobiltelefon zu halten, nur damit jedes Mal der Hersteller gut zu sehen ist. Man mag sich gar nicht vorstellen, was für wahnsinnig viele unangenehme Telefonate es da jedes Mal geben muss. Also wenn Marken darauf bestehen, dass ihr Produkt so und nicht anders abgelichtet ist. Da muss doch alles in einem sterben, wenn kreative Filmmacher in ein Meeting mit diversen Marketingmenschen gesetzt werden, um die Szenen durchzugehen. Aber wahrscheinlich gibt es dazwischen eh noch sehr viel mehr Ebenen. In Jurassic World gibt es in den ersten 10 Minuten jedenfalls weitaus mehr Marken als Menschen zu sehen.

Ich gehöre übrigens zu den Nerds, die sich den Grundplot von Jurassic Park und Jurassic World wirklich vorstellen können. Irgendwann wird das mit dem Klonen schon irgendwie auch ohne lebende Zellen gehen. Man kann es sich nur jetzt natürlich noch nicht vorstellen. Wenn man jemandem vor 30 Jahren das Internet erklärt hätte, dann hätte der das auch weitaus verrückter gefunden, als einen Park voller wiederbelebter Saurierspezies.

Viel unrealistischer waren am Film ganz andere Dinge. Man stelle sich das Mal vor: Ein Park auf einer Insel vor Costa Rica wo alles so High Tech ist, dass es wahnsinnig teuer ist. Die Folge ist, dass nur reiche Kids dorthin kommen. Im Film sind die alle wahnsinnig liebe und begeisterte Dino-Fans die mit ihren Lomo Kameras (HAHAHAHA!) aufgeregt Fotos machen. Malen wir uns das doch mal in der Realität aus. Ein Dinosaurier Park wäre so ziemlich der letzte Strohhalm, wo reiche Eltern ihre Rich Kids of Instagram hinschicken, um sie irgendwie für etwas begeistern zu können. Das Ergebnis wäre ein Park voller genervter, verzogener Kids, die keine Lust auf irgendwas haben. Was für eine wahnsinnig unangenehme Insel das dann wäre. Und die Mishcung erst! Dinosaurier und genervte Teenager. Im Prinzip ja das gleiche irgendwie.

Als „Parks and Recreation“ Fan hat man übrigens die ganze Zeit dieses wohlige Gefühl der Freude, dass Chris Pratt jetzt auf einmal der heisseste Scheiß Hollywoods ist. Ich bin so stolz auf dich, Andy! Und der Film bekommt dadurch so eine schöne zweite Ebene, wenn man sich die ganze Zeit automatisch denkt, der junge Dinosaurier-Trainer wäre eigentlich Andy Dwyer aus Pawnee.

Apropos Dino-Trainer. Ja, im Film werden Velociraptoren von Menschen trainiert. Es ist wahnsinnig ernüchternd, wenn man in einem Film gesehen hat, wie Velociraptoren aufs Wort hören und dann kommt man Heim und da liegen zwei Katzen da, die … naja sie liegen halt rum. Das ist ja auch okay, aber dann sollen sie wenigstens nicht so vorwurfsvoll gucken, wenn sie schon keine Tricks können.

– ACHTUNG SPOILER –
PS: Ich hätte gerne eine Romantic Comedy, welche direkt an das Ende des Films anschließt.
PPS: Es ist wahnsinnig unbefriedigend, dass die legendäre Melodie aus dem ebenso legendären Soundtrack bis aus eine Ausnahme nie ganz gespielt wird. immer nur Deee Deee …. statt Deee Deeee DeDeDeeeDeeeeDeeee

9. Juni 2015 | 21:15 Uhr


Ich weiß gar nicht, seit wann das so ist, aber wenn man neuerdings irgendetwas auf oder mit einem Berliner Amt machen möchte, muss man dafür einen Termin haben. Die Vergabe der Termine erfolgt dabei komplett online. Das Problem allerdings ist, dass alle Ämter vollkommen unterbesetzt sind. Das wiederum hat zur Folge, dass der Online-Terminkalender randvoll rot und ausgebucht ist. Wenn man Glück hat, bekommt 3 Monate später einen Termin in einem Amt an einem komplett anderen Ende Berlins.

Ich rechne es mir selbst hoch an, meinen Termin trotzt 3 Monaten Wartezeit nicht verpasst zu haben und erschien genau 3 Minuten vorher. Allerdings habe ich dafür auch den Taxi-Cheatcode benutzt. Ich bin ja großer Fan von Gesprächen mit Taxifahrern. Mein Tipp dazu: Man muss zum Gesprächseinstieg sehr verständnisvoll sein und darauf schimpfen, dass die Gepflogenheiten im Taxigewerbe in den letzten Jahren sehr bergab gingen. Ungeschriebene Gesetze werdne gebrochen, man nimmt sich die Gäste weg und so weiter. Am besten legt man dann noch hinterher, wie schwierig die Taxiprüfung ist, da man dafür ja alle Hauptstraßen Berlins kennen muss. Schon hat man das Herz des Taxifahrers gewonnen und sie erzählen ihre tollsten Geschichten und Ideen. Letzte Woche erzählte mir einer davon, wie sehr er die Trams in Berlin hasst. Die Straßen werden allein durch die Schienen derart kaputt gemacht, dass man von dem Geld eine neue U-Bahn-Linie bauen könnte. Ausserdem hatte er mal Architektur studiert und ist fest davon überzeugt, dass es bald Kurzstreckenhelikopter für den innerstädtischen Verkehr in Berlin gibt. Äh ok. Danach habe ich ihm die DDR erklärt.

Ich weiß auch nicht was das über mein klischeehaftes Verhalten gegenüber Taxifahrern mit Migrationshintergrund aussagt, aber unseren Sommerurlaub (also den von meiner Frau und mir, nicht mit einem Taxifahrer) verbringen wir dieses Jahr in der Türkei und ich habe mir fast alles aus Tipps von Taxifahrern zusammen gestrickt.

Wie toll es wäre, wenn man bei Taxifahrten auch noch Amtskram erledigen könnte. Aber nein. Zurück also zum Amt. Diese Terminvergabe ist theoretisch ja eine super Sache, da man so ohne lange Wartezeiten auskommt. Hat aber den Nachteil, dass das in der Praxis nur bedingt greift, denn wie so oft in Deutschland krachen hier dumme und genervte Menschen aufeinander. Auf der einen Seite sind Menschen, die diese Terminpflicht trotz tausender Hinweise nicht verstanden haben und auf der anderen Seite genervte Amtsmitarbeiter, die dadurch noch genervter werden. Ein Teufelskreis. Und dabei rede ich nicht von Omis, die das alles nicht verstehen. Omis dürfen das. Ich meine da eher Instagram-Kids. Aber rein vom äußerlichen her, haben die ihre Piercings und Tattoos auch ohne Termin bekommen, von daher.

Mein Ausweis ist seit mittlerweile drei Jahren abgelaufen, ich musste mir also vorher schon diplomatisch zurecht legen, wie ich vorgehen würde, um großen Geldstrafen zu entgehen. Auf Ämtern arbeiten aber immer Frauen vom Typ vorwurfsvolle Mutti und mit diesem Typ Mensch kann ich ganz gut. Da verwandle ich mich immer kurz in eine Art Florian Silbereisen des Bürgeramts und die Erfolgsquote davon liegt bei ca 70%.

Ich kam also rein und eröffnete das Gespräch mit:

„Hallo ich wollte mich ummelden und habe dabei bemerkt, dass mein Ausweis seit Äonen von Jahren abgelaufen ist. Kann ich noch mal Heim und packen bevor ich ins Gefängnis muss?“

Die Frau mit rotgefärbtem Igelschnitt (Pflicht auf jedem Amt) daneben lachte, meine Sachbearbeiterin allerdings nicht. Ohne die Mundwinkel auch nur minimal zu verziehen sagte sie „Wollmermaschaun.“ Und wies mich und ihre Kollegin danach darauf hin, dass „Äonen“ viel zu lang sind. Zur Erklärung: Äon kommt aus dem Griechischen und steht für Ewigkeit. Willkommen in Deutschland. Mit meiner Florian Silbereisen Nummer würde ich heute wohl nicht weit kommen.

Danach habe ich direkt zwei wichtige Sachen gelernt: Es ist vollkommen okay, dass der Ausweis ungültig ist, wenn man einen gültigen Reisepass hat. Und die Ummeldung und Beantragung eines neuen Ausweises sind zwei Vorgänge für die man auch zwei Termine braucht. Immerhin konnte mich mein Silbereisen-Charme davor bewahren.

Aber wieder einmal interessant zu sehen, wie die meisten Amtsmitarbeiter mit ihrem Job bereits innerlich abgeschlossen haben. Dieser Tage tritt irgendeine Führerschein-Neuerung in Kraft, aber bisher wusste keiner, was die so 100%ig beinhaltet. In den 5 Minuten, die ich dort war, wiederholte meine Sachbearbeiterin gegenüber ihren Kolleginnen 3 Mal: „Ja, wir arbeiten ja damit und bekommen es deshalb eh als Allerletzte mit!“ Es musste unbedingt Bestätigung her, dass alles zwischen den Spanplattenschränken ganz fürchterlich ist.

So ziemlich das Gegenteil von einem Amtsbesuch hatte ich dann am Abend: Ein La Dispute Konzert. Allerdings mit der Parallele, dass ich ebenfalls 3 Minuten vor Beginn da war. Ha! Meine beiden Male pünktlich sein fürs Jahr und das dann auch noch an einem Tag!

Das Konzert fand im Berliner C-Club statt und mir fiel ein weiteres Mal auf, dass es sich dabei um eine meiner Lieblingskonzertlokalitäten handelt. Der Laden hat eigentlich die ideale Größe, einen guten Sound und – ganz wichtig – als ehemaliges Kino einen abgestuften Boden. Sprich auch ich, als großer Mensch, kann weiter vorne stehen ohne den Hass der restlichen Menschheit hinter mir zu spüren. Hach!

La Dispute sind meine absolute Lieblingsschreihalsband und enttäuschten auch dieses Mal nicht. Sehr nette Jungs, die sehr gute Musik machen und die ersten 4 Reihen sind wie gewohnt voller Tumblr-Kids. Es gibt ja viele Menschen, die einer Band sofort den Rücken kehren, wenn mehr als anderthalb Teenies bei einem Konzert auftauchen. Aber mir fiel auf, dass ich das doch sehr gut finde, wenn nicht alle schlechten Deutschrap auf YouTube hören. Man hat ja schließlich selbst auch noch ganz gut diese besonderen Erinnerungen, an die allerersten Konzerte im Kopf. Also immer vor mit der Jugend. Allerdings nur so lange es nicht ganz solche Ausmaße annimmt wie bei Casper oder Billy Talent, denn dieses Gemisch aus Teenieschweiß und Vanille-Deo brennt dann einfach zu sehr in den Atemwegen.

5. Juni 2015 | 11:29 Uhr


In Berlin macht sich dieser Tage eine ganz besondere Fußballstimmung breit. Denn dort wo sich sonst die alte Hertha Knoten in die Beine spielen lässt, sind am Samstag unter anderem die Ausserirdischen Messi und Pirlo zu Gast. Es ist so wunderbar, wenn in Berlin aus jeder Ecke ein kleines Fußballpflänzchen wächst und man sich auch ganz ohne Finaltickets mittendrin fühlt.

Eine der zahlreichen Möglichkeiten in den Tagen vorm Finale, ist die „My Final“ App von Mastercard. Die wandelt in der Zeit bis zum Finale nämlich kurzerhand die ganze Stadt in ein Spielfeld um. Man schnappt sich mit Hilfe der App einfach einen virtuellen Ball und feuert diesen auf eine der zahlreichen Torwände, in Form von Plakatwänden.

Sollte es einem tatsächlich gelingen, einen Ball zu versenken, darf man sich auf einen „Priceless® Surprise“ freuen. Das ist nicht etwa ein lahmes Mastercard Schlüsselband oder ein Fußball-Abziehtattoo, sondern eine tatsächlich unbezahlbare Überraschung. Wie zum Beispiel diese hier in der eine Legende aus der Fankurve Besuch einer Legende vom Platz bekommt:

Hach, da bekommt der Bayernfan in mir einmal Gänsehaut rundherum. Ich muss jetzt los und irgendwo so eine Torwand treffen, damit Mehmet Scholl zusammen mit mir in den Urlaub fährt.

Ach ja, die App kann man hier runterladen.

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Dieser Artikel wurde gesponsert von Mastercard.

2. Juni 2015 | 11:12 Uhr

Zu den meisten Paketboten habe ich in etwa so ein Verhältnis wie zu den Geistern bei Super Mario World. Wenn man ihnen den Rücken zudreht, nähern sie sich, aber sobald man sie anschaut (und auf sie warte) regt sich nichts mehr. Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe, aber irgendwie habe ich bei Paketboten nicht den besten Ruf.

Wobei es sich nach unserem Umzug sehr gebessert hat. Bis vor kurzem habe ich meist einfach einen Zettel in den Briefkasten bekommen. Darauf ein Kringel (oder eine Brezel?) und ich musste dann raten, wo mein Paket wohl sein könnte. Es war jedes Mal ein anderer Nachbar und so wurden die beiden Hinterhöfe zu einer Art Adventskalender für mich.

Mittlerweile geht das, ich wohne in einem geordneteren Haus, wo man die Klingelschilder ungefähr zuordnen kann und Paketboten haben kleine Drucker dabei, so das man ihre Handschrift nicht mehr lesen muss. Selbst Ärzte können nämlich die Handschrift von Paketboten nicht lesen.

Eines meiner Pakete wurde im Haus nebenan abgegeben. So weit, so normal. Problematisch war für mich nur, dass es sich dabei um ein Bestattungsinstitut handelte. Oh. Schlagartig verabschiedete ich mich von meinem Paket. Das sind zu viele Fettnäpfchen in die man dabei treten könnte.

Diverse Szenarien schossen mir sofort durch den Kopf. Unter anderem, das Ende vom Film „Sieben“. Oder ich will nur mein Paket mit schnöden Wasserfiltern abholen und dann nehme ich versehentlich eins mit einer Urne mit. Man weiß ja nie. Oder ich komme da rein und sehe erst dann, dass gerade eine Familie einen Termin (?) hat. „Wenn ich kurz stören dürfte. Mein Beileid und so, ich möchte nur kurz mein Amazon Paket abholen.“

Oder ein Klassiker meiner Vita: Sachen umwerfen. Ich hab mal beim Gehen in einem Thai Restaurant den kleinen Buddha Schrein (?) am Eingang mit meinem Rucksack umgeworfen. Seitdem traue ich mich nicht mehr in die Nähe und meide Reisen in den buddhistischen Kulturkreis. Was also, wenn ich mich, während mein Paket aus dem Lager geholt wird, irgendwo anlehne und dann ein Domino Effekt mit 10 Särgen losgeht? Apropos, wo liegt mein Paket überhaupt? Liegen da jetzt ein Kranz für Tante Ingeborg, die Urne für Opa Heinz und dazwischen mein Paket?

Wenn es wenigstens ein unangenehmer Ort wäre, den man einschätzen kann. Ein Sex Shop zum Beispiel. Da gibt’s halt Pimmelpropeller und Taschenmuschis, aber das kann einem ja egal sein, wenn man sein Paket holt. Vielleicht gibt’s ja noch eine Packung Boobie-Nudeln obendrauf. Aber ein Bestattungsinstitut hat für mich so eine unberechenbare,emotionale Komponente. Auch weil ich (zum Glück!) noch nie so wirklich damit zu tun hatte. Was, wenn ich mit einem Grinsen im Gesicht und dem Paket unterm Arm gerade den Laden verlasse, während Familie XY rein kommt, die vor zwei Tagen ihren Sohn bei einem Autounfall verloren hat?

Mich hat das wirklich beschäftigt. So sehr, dass ich mein Paket fast zwei Wochen nebenan liegen ließ. Irgendwann auf dem Heimweg hielt ich aber doch nebenan mal an. An der Tür steht „Bitte klopfen“. Ist das jetzt wie in einem Club, wo man erst Fragen beantworten muss? Anzugspflicht? Dem Ort angepasste, besondere Andächtigkeit?

Die Tür öffnete sich und eine kleine, fröhliche Frau in einem leuchtgelben Hemd übergab mir tänzelnd mein Paket. Wie sich außerdem herausstellte, musste ich klopfen, weil mich sonst ihre beiden Mini-Pudel angefallen hätten.

26. Mai 2015 | 17:35 Uhr

Ich weiß gar nicht wie es dazu kam, aber immer mehr große Firmen und Einrichtungen lassen ihre Instagram Accounts von den Nutzern selbst betreiben. Macht ja irgendwie auch Sinn, einmal die andere – echte – Seite zu beleuchten. Ich glaube, das Land Schweden fing damit an, den eigenen Twitter Account abwechselnd für eine Woche an Einwohner zu geben.

Wie auch immer, jedenfalls macht Microsoft Deutschland jetzt auch so! Also zumindest erstmal, bis irgendwas kaputt geht, denke ich. GUCKT MICH NICHT SO AN, JA! Und wer hat die Ehre, das als allerallerallererster zu übernehmen? Ich! Hat es sich also endlich mal gelohnt, eine emotionale Beziehung zu Karl Klammer aufgebaut zu haben.

Einen ganzen Monat darf ich den Instagram Kanal mit verwackelten Fotos befüllen. Und zwar nicht als superschlauer Internetstratege, der sagt was cool ist, sondern als ich selbst. Gar nicht mal so leicht, um ehrlich zu sein. Wenn man eine Marke hat, schaut man ja sonst, was sie darstellt (oder gern darstellen würde) und richtet daran die Inhalte aus. Aber jetzt mache ich das, sozusagen als ähh Privatperson.

Ja genau, was macht man da? Ich kann doch jetzt nicht einfach zeigen, was ich den Tag über so mache. Im Prinzip ist das ja meine Aufgabe, aber so ganz ohne Microsoft-Bezug kann ich es doch nicht durchziehen. Ich muss dann immer an die Leute denken, die dem Kanal folgen. Eigentlich sind sie da wegen Windows Phones und Microsoft Word und dann kommt da so ein Fusselbart und fotografiert sein Essen.

Andererseits ist genau das auch das Lustige daran. Am Anfang der Aktion gab es zwar ein Video, wo ich kurz Hallo sage und erzähle, was jetzt hier los ist, aber das hat bestimmt nicht jeder gesehen. Gut, allzu viele Follower sind es (noch) nicht aber irgendwie macht es Spaß Leute damit zu verwirren, dass Microsoft auf einmal ein Bild einer Katze postet.

Es fühlt sich auch ein bisschen so an, wie als man das erste Mal als Kind ein Feuerzeug in die Hände bekommen hat. Eigentlich soll man nur den Gasherd anmachen, ABER ES GINGE NOCH SO VIEL MEHR! Anders gesagt: Ich habe gerade die Möglichkeit, mich auf einem offiziellen Microsoft Kanal als neuer Microsoft Deutschlandchef zu präsentieren. Hmmm. Als Kind habe ich versehentlich den Balkon meiner Eltern angezündet, mal abwarten, was mir also in den letzten Tagen meiner Instagram-Regentschaft also noch so einfällt.

Hier geht’s zur Aktionsseite, wo ihr euch auch als Instagramoberchef/in bewerben könnt.

22. Mai 2015 | 21:45 Uhr


Im Wesentlichen orientieren sich die größten Punkte auf meiner Liste der Dinge, die ich im Leben noch machen möchte, an Fernsehhighlights meiner Kindheit. Zum Beispiel will ich seit je her auch mal in den Eliminator der American Gladiators. Oder auf Flucht vor der Tennisballkanone sein. Oder den Super Toy Run mitmachen. Da durften Kinder mit einem Einkaufswagen durch Toys’r’Us rennen und alles mitnehmen was sie innerhalb von, ich glaube, 3 Minuten greifen konnten. Noch heute mache ich mir Gedanken über perfekte Strategien dafür. Wo sind die Prioritäten? Was sind die kürzesten Wege zwischen den Regalen? Schwierig. Eigentlich hätte ich auch gern mal bei „Takeshi’s Castle“ mitgemacht, allerdings sah das immer so aus, als würden mindestens 60% der Kandidaten mit einem Genickbruch im Schlammwasser verenden.

Umso schöner, wenn einer dieser Wünsche plötzlich ganz unverhofft erfüllt wird. Na gut nicht ganz. Also Entwarnung, NOCH war ich nicht im Eliminator, aaaber so ähnlich. Zum Geburtstag bekam ich einen Gutschein für einen Aufenthalt im „Jumphouse“. Klingt vom Namen her ein bisschen wie eine Hip Hop Disko an einer Autobahnausfahrt, ist aber in Wirklichkeit – viel besser – eine große Halle voller verschiedene Trampolins. Und das für Erwachsene!

Seit Jahren fehlt mir der Hüpfspaß so sehr. Ich war ja auch gar nicht darauf vorbereitet, dass man eines Tages nicht mehr auf Hüpfburgen drauf darf. Das lernte ich übrigens ziemlich beindruckend. Ich war bei einem Wettkampf vom Deutschen Roten Kreuz (Ja, ich hatte eine sehr aufregende Jugend!) bei dem es eine kleine Hüpfburg gab. Da es nur wenige Kinder und gar keine sehenswerten Mädchen in der Nähe gab, sprangen wir als Teenager über unsere Coolnessgrenze und vereinnahmten die Hüpfburg. Das hatte ich damals schon viel zu lang nicht mehr gemacht. Einer in unserer Gruppe war allerdings damals schon körperlich sehr viel weiter und oppulenter als alle anderen. Sein Körperbau und sein Bartansatz, den man gegen das Licht leicht erkennen konnte, ließen ihn durchaus schon fast als Erwachsenen durchgehen. Er nahm Anlauf, streckte seine Arme wie das Chiemsee Logo von sich und sprang mit dem Bauch voran auf die Hüpfburg. Mit einem lauten „FUMP!“ flog der Schlauch vom Belüftungsgerät, die Hüpfburg verlor an Luft und fiel sofort in sich zusammen.

Ein wegweisender Moment in meinem Leben. Bis dahin waren Hüpfburgen für mich ein unkaputtbarer Ort unendlichen Spaßes. Man warf sich rein, gegen die Wände oder blieb einfach in den großen Rillen liegen, Hauptsache man hatte die Schuhe vorher ausgezogen. Und jetzt das. Nie wieder Hüpfburg.

Zeitsprung zu 2015: EINE HALLE VOLLER TRAMPOLINS! Ich hatte vorher nicht weit genug mitgedacht und trug ein Shirt der US-Basketballnationalmannschaft. Das weckte wahrscheinlich Begehrlichkeiten der anderen Anwesenden und der Aufseher, dass ich supercoole Tricks kann, tatsächlich sah ich aber wahrscheinlich eher aus, wie ein morsches Stück Holz, an das jemand Wackelaugen geklebt hat. Aber vielleicht musste ich mich ja schonen für die NBA Playoffs und performte deshalb nur auf Sparflamme, schwitzte dabei aber sehr?

So zufrieden wie das einfache Hüpfen macht, so sehr schwitzt man davon übrigens auch. Man kann dann aber einfach in ein großes Becken voller Schaumstoffwürfel springen, wo zuvor schon 100 andere ihren Schweiß ließen. Das ist allerdings vollkommen egal, schließlich ist es ein großes Becken voller Schaumstoffwürfel, in das man einfach reinspringen kann. WIE BEI DER 100.000 MARK SHOW!

Wenn ich das richtig verstanden habe, sollen mit der Zeit in ganz Deutschland solche Hüpfhallen eröffnen. Ich wünsche es mir sehr und fühle mich nun ein Stück näher am Eliminator.

PS: Wie hieß diese Nickelodeon Show, die eine Art American Gladiators für Kinder war? Moderiert damals von jemandem, der danach dann bei QVC arbeitete.

PPS: Ich hatte die deutsche Handpuppe bei den American Gladiators ganz vergessen …

19. Mai 2015 | 9:56 Uhr

Letzten Donnerstag war ich beim 5. Geburtstag von Mit Vergnügen. Weil die Jungs und Mädels von Mit Vergnügen in Berlin besser vernetzt sind als Mallorca Jens auf den Balearen, kam zu diesem Anlass nicht nur ein müder Alleinunterhalter mit Keyboard, sondern gleich 20 Acts! In die Volksbühne! Unter dem Titel „Die 21 schönsten Sängerinnen und Sänger der Stadt“ wurde eine große Berliner Musikpralinenschachtel aufgemacht.

Genau das richtige für einen Rosinenpicker wie mich. Ich weiß gar nicht warum ich so verwöhnt geworden bin, was Konzerte angeht, aber da muss schon viel passieren, wenn ich nicht bei der Vorband gelangweilt schnaube oder zum Konzert eines Künstlers gehe, von dem ich nicht mehr als 2 Songs kenne. Ich bin ein Musikschnösel geworden, schlimm.

Aber zurück zur Volksbühne. Jede/r durfte genau einmal, man wusste nicht wer als nächstes kommt und zwischendurch sprang noch ein gut aufgelegter Nilz umher. In etwa so als wären Mit Vergnügen die Ghostbusters und Nilz wäre Slimer. Aber sehen sie doch selbst:

Der Abend hatte neben seiner generellen Schönheit noch zwei weitere Nebeneffekte:
1) Zwischen nach einem Sonnenstrahl vollends verdreckten Parks und Junkies, die einem in Regelmäßigkeit vor die Schuhe kotzen, vergisst man gerne mal, wie schön Berlin doch eigentlich ist und warum man dort ursprünglich mal hingezogen ist. An solchen Abend merkt man es wieder, wenn 20 tolle Acts aus Berlin auftreten und das gerade mal die Spitze des Musikeisbergs dieser Stadt ist.

2) Ausserdem war der Abend ein schöner Leuchtturm dafür, was aus einer kleinen Idee werden kann, wenn man sie richtig angeht. Und was überhaupt aus diesem „Wir machen jetzt nen Blog“ Ding werden kann.

Ich wünschte es hätte Mit Vergnügen schon gegeben als ich nach Berlin kam. Da war ich mit dem Nachtleben und der generellen Fülle an Events nämlich komplett überfordert. Oder überhaupt mit der Tatsache, dass man mindestens eine halbe Stunde U-Bahn überall hin fahren musste. Das gab es in Bielefeld nicht.

Deshalb meine Empfehlung: Abonniert euch den Mit Vergnügen Newsletter, denn es ist einer der wirklich nützlichen Newsletter. Die Wortkombination „nützlich“ und „Newsletter“ ist so abstrus, dass euch bewusst sein dürfte wie ernst es mir mit dieser Empfehlung ist.

Und nun wünsche ich Erfolg und vlel Vergnügen für die nächsten 50 Jahre. Am besten genauso weitermachen, nur mit der Ausnahme, dass gesponsorte Artikel ein bisschen besser gekennzeichnet sind und so sind. Wobei ich das ja selbst nicht mal richtig kann. ABER ICH FEIER JA AUCH NICHT GEBURTSTAG IN DER VOLKSBÜHNE!

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15. Mai 2015 | 9:03 Uhr


Musikalische Früherziehung ist ja sehr wichtig. Zum Glück wurde da bei mir sehr viel richtig gemacht. Mein Onkel unterbreitete mir alles, was gute Gitarren enthält. Das beschränkte sich zu 80% zwar auf Bruce Springsteen, was aber auch alles andere als ein Kritikpunkt ist. Ich weiß nicht so ganz warum, aber mein Vater machten während meiner Kindheit eine Volksmusikphase durch. Einmal habe ich auf der Fahrt in den Alpen-Wanderurlaub heimlich eine Ronny Kassette auf einem Rastplatz entsorgt, weil ich es einfach nicht länger ausgehalten habe. Hoooohe Tannnnneeeeen ….

Wie gesagt, ich kann mir nicht erklären, woher bei meinem Vater diese plötzliche Vorliebe für Volksmusik kam, aber manchmal hielt er glücklicherweise doch noch an den Helden seiner Jugend fest. Da hörten wir bei Autofahrten die Rolling Stones oder AC/DC.

Von letzteren bekam ich auch mein erste Musikkassette – das legendäre „Back in Black“ Album. So sehr wie ich die Kassetten mit „Steiermän san very good!“, „Feuer im ewigen Eis“ oder „Hooooheeee Tannnnneeeeeeeen“ hasste, so sehr liebte ich es, wenn wir mal „Back in Black“ im Auto hörten.

Meine allererste Kassette war übrigens ein Hörspiel mit der ersten Folge von „Panki aus Pankanien“. Das ist ein freundlicher Ausserirdischer, der gern Kastanien isst. Ein sehr netter Kerl, allerdings gab es auf Seite B auf einmal gruselige andere Ausserirdische vor denen ich so sehr Angst hatte, dass ich diesen Teil des Hörspiels nur unter Aufsicht hören konnte. Nie gegruselt habe ich mich dafür vor den tiefen Glockenschlägen mit denen „Back in Black“ beginnt. Auch gut 25 Jahre nach dem ersten Hören ist das für mich immer noch eins der besten Albumintros überhaupt.

Schon lustig, während ich tierische Angst vor einem Möchtegern-Bösewicht auf einem Hörspiel hatte, fand ich es total super, vorm Einschlafen mit „Hells Bells“ einen Song zu hören, in dem der Sensenmann davon erzählt, wie er wie ein Wirbelsturm übers Land fliegt. Gut, ich hab natürlich auch kein Wort verstanden, ABER DIE GITARREN SIND VOLL GUT!!!!11!!111

Besonders wenn, so wie hier in Argentinien, die Melodie der Gitarren mitgesungen wird:

So entwickelte sich schon sehr früh AC/DC als wichtige Verbindung zwischen mir und meinem Vater. Egal wie viel Streit und Ärger es während der Pubertät und weit darüber hinaus bis heute auch gab, wenn wir im Auto zusammen AC/DC hören, ist alles wieder gut. Eine dementsprechend große Herzensangelegenheit war es auch für mich, als ich ihm einen Jugendtraum erfüllte und uns beiden Tickets für ein AC/DC Konzert besorgte. Ich muss zugeben, dass es durchaus etwas übernatürliches hat, wenn Angus Young direkt vor einem auf einer Plattform aus dem Boden gefahren kommt und die ersten Töne auf seiner Gitarre anstimmt. Erst recht, wenn man Jahrzehnte auf diesen Moment gewartet hat.

Derzeit sind AC/DC wieder in Europa unterwegs und nächsten Monat ist es im Olympiastadion wieder Zeit für einen Vater-Sohn-Konzertbesuch. Seit der Ankündigung des Konzerts wächst meine Vorfreude täglich, auch wegen dem Bewusstsein, dass es wahrscheinlich das letzte AC/DC Konzert meines Lebens sein wird. Ich hoffe natürlich nicht, aber angesichts des Zustands der Band und dem kürzlichen Verlusts des an Demenz erkrankten Masterminds dahinter, ist die Zukunft natürlich mehr als fraglich. Umso schöner, sie jetzt noch mal zu sehen, diese Band, die seit 200 Jahren Songs über exakt 2 Themen schreibt.

Und fast noch besser ist, dass Sonos mich im Finden eins Vatertagsgeschenks unterstützt hat. In diesem Jahr gibt es für meinen Vater nämlich einen PLAY:1 Lautsprecher. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieses Ding gerade mal halb so groß wie Angus Young ist, aber einen Klang im Wohnzimmer machen kann, als würde man direkt vor der Bühne stehen. Perfekte Konzertvorbereitung also! Und außerdem ist es auch die logische Konsequenz davon, dass ich mich gekümmert habe, dass in der ganzen Wohnung das WLAN funktioniert. Denn darüber steuert man diversen Geräten den Speaker an und kann ordentlich Krach machen. (Ich hoffe nur, mein Vater erwartet jetzt nicht jedes Jahr solche Geschenke von mir.)

– GEWINNSPIEL –


Falls ihr auch „Back in Black“ (oder was von den Klostertalern, das ist euch frei gestelt) in bestem Sonos Klang hören möchtet, dann habt ihr hiermit die Chance einen PLAY:1 zu gewinnen! Schreibt einfach bis einschließlich 22. Mai 2015 in die Kommentare, welches Album ihr als erstes darüber hören würdet. Der oder die Gewinnerin werden dann (vollkommen musikalisch wertfrei) per Zufall gezogen. Für den Vatertag reicht es also nicht mehr ganz, aber immerhin habt ihr beim nächsten Elternbesuch dann was zum angeben.

PS: Meine zweite Musikkassette war übrigens das Album „Lotusblume“ von den Flippers. Glücklicherweise hatte diese Kassette nicht halb so viel Einfluss auf mein weiteres Leben wie „Back in Black“. Und siehe da, während sich die Flippers mittlerweile aufgelöst haben, gibt es AC/DC immer noch. Am Ende gewinnt eben immer das Gute.

» Infos zum Sonos PLAY:1
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12. Mai 2015 | 11:22 Uhr


Ich lebe in so viel digitaler Dekadenz, dass neben der Playstation 4 im Wohnzimmer die Playstation 3 ein neues Leben im Schlafzimmer bekam. This is where the magic happens.

Ich weiß gar nicht mehr warum, aber ich habe gestern Abend einen wasserlöslichen Sportdrink ausprobiert. Nebeneffekt war, dass auf ein Glas 100mg Koffein kam. Das wirkte sogar in meinem colaverwöhnten Kopf. Wo ich statt Schlaf schonmal Konfetti im Kopf hatte, nutzte ich die gewonnene Wachzeit und entstaubte GTA 5 für die Playstation 3. Ich hatte da noch nie den Onlinemodus ausprobiert und hielt ihn für einen guten Zeitvertreib.

Ich kannte den GTA Onlinemodus von der PS4 und wusste also was mich in etwa erwartet. Anfangs wird man mit ein paar anderen Leuten, die ebenfalls erstmals diesen Modus spielen, zusammen gewürfelt und man muss einen Auftrag erfüllen. Irgendwo hinfahren und was besorgen. Gesagt getan.

Nach dem ersten Auftrag zur Einführung kann man im Prinzip machen, was man will. Mir fiel allerdings auf, dass mich ein anderer Spieler die ganze Zeit verfolgte. Normalerweise werden minderbemittelte Spieler wie ich in solchen Fällen eigentlich immer sofort umgelegt, weshalb ich mich immer mehr wunderte warum er das wohl tat.

Irgendwann kam mir ein Geistesblitz. Wir hatten den Auftrag vorher gemeinsam gespielt und wahrscheinlich denkt er nun, ich sei eine Figur des Spiels, die ihm die Stadt weiter zeigt. Ha! Er denkt ich wäre der Computer! Ich bin Gott!

Erst wusste ich nicht so recht, was ich mit meiner neu gewonnenen Macht tun sollte, bis mir einfiel was NATÜRLICH das logischste ist, um jemanden in GTA zu verwirren. Ich setzte mich in ein Auto, wartete bis er auch einstieg und fuhr los. Etwa 10 Minuten fuhr ich durch die Stadt ohne auch nur die geringste Verletzung der Straßenverkehrsordnung. Ich hielt brav an jeder Kreuzung und fuhr, wie es sich für einen vorbildlichen Verkehrsteilnehmer gehört, äußerst defensiv. Als wir einmal beinahe 2 Minuten an einer Ampel warten mussten, verließ er das Spiel.

Hatte ich gerade wirklich jemandem den Anschein vermittelt, dass GTA Online so eine Art Mitfahrgelegenheit ist? Sieben Stunden später schlief ich dann jedenfalls endlich ein.