27. November 2014 | 13:39 Uhr

IN WENIGER ALS EINEM MONAT IST WEIHNACHTEN! AHHHH! Wie aufregend! ABER: Wer jetzt schon einen Weihnachtsbaum aufbaut, wird geboxt. Vor kurzem habe ich noch dazu geraten, für Weihnachten Spielkonsolen und Co. auf den Wunschzettel zu setzen. Das kam so gut an, dass ich gemeinsam mit den Weihnachtselfen von ebay gleich weiter fleißig Tipps gebe.

Mit meinem neuen Doppelleben als Fußballblogger und Möchtegernexperte rate ich natürlich zu einem erheblichen Fußballanteil auf dem Wunschzettel. Das bringt verschiedene Vorteile mit sich.

Ich habe zum Beispiel seit einiger Zeit einen “Torfabrik” Ball. Diese Praline unter den Fußbällen kostet über 100€ und zählt deshalb zu den teuersten Dingen überhaupt in meinem Besitz. (Zumindest definitiv zu den unangebracht teuren Dingen.) Ich bringe es deshalb nicht über’s Herz ihn mit nach draußen zu nehmen und im Dreck (!) dagegen zu treten (!!). Stattdessen liegt er neben meinem Bett und manchmal lasse ich ihn sanft durch den Flur rollen. Man denkt dann sofort, dass man mit so einem Ball vom anderen Stern direkt alle Tricks der Welt kann. Umso praktischer, wenn man ihn also nie mit nach draußen nimmt, um dann eines Besseren belehrt zu werden. Wer sich jetzt fragt, wie dann das Foto oben entstehen konnte – Natürlich ist das komplett CGI-animiert.

Ein weiterer Vorteil eines Fußballs unterm Weihnachtsbaum ist die lückenlose Überbrückung unangenehmer Familienmomente. Der nervige Neffe ist kurz vorm Kotzen wegen seinem gierigen Süßigkeitenkostüm und beschwert sich nur über seine Geschenke? BÄMM halbhoher Ball quer über den Tisch direkt an die Denkerstirn. Oder wenn die Gesprächsthemen zu langweilig werden, einfach mal einen Ball in den Weihnachtsbaum dreschen. Die Reaktionen sind bestimmt interessant und was für’s Familienalbum.

Seht ihr, macht doch alles wunderbar sind. Also ab zu ebay und meinen Empfehlungen.

24. November 2014 | 12:11 Uhr


Vor vielen Jahren als ich noch neben meinem Zebrahalbbruder Juselinho im Studentenwohnheim gewohnt hab, gab es mal einen großen Schlag. Ihm ist beim Abwasch (oder Aufwasch – je nachdem wo man her kommt) der noch an der Steckdose hängende Pürierstab ins Wasser gefallen. BRZRZRZZRZRZZZT! Ausser besagtem Schlag nichts weiter, was letztlich aber ein bisschen enttäuschend war, da wir eigentlich auf Superkräfte gehofft hatten. Er hat danach zwar noch für einige Tage wie eine kleine Trafostation leise gebrummt, aber ausserdem konnten wir keine besonderen Fähigkeiten feststellen.

In Russland lief das jetzt anders. Der zwölfjährige Nikolai Kryaglyachenko hat sich auf dem Heimweg von der Schule gegen einen Laternenmast gelehnt und daraufhin wegen einem defekten Kabel einen starken Stromschlag bekommen. Er flog durch die Luft und als er wieder zu sich kam, stellte er fest, dass er jetzt Superkräfte hat. Wie Magneto ist er plötzlich magnetisch!

Seine Erklärung dazu ist schon wunderbar:

“Als ich am nächsten Tag aufgewacht bin und aufgestanden bin, haben einige Münzen, die auf der Matratze lagen, an meinem Körper geklebt. Als mir beim Frühstück der Löffel aus der Hand fiel, blieb der auch an meiner Brust hängen.”

Noch tausend Mal besser als seine Erklärung sind aber die Beweisfotos dazu. Genau dafür wurde einst das Internet erfunden:

(via)

16. November 2014 | 22:06 Uhr


Neben der Tatsache, dass Mehmet Scholl vor kurzem 44 wurde und mittlerweile sein Sohn vor einem Profivertrag beim FC Bayern steht, gibt es nur noch eins, was mich wirklich alt fühlen lässt – YouTuber! Gerade, wenn man beim Fernsehen arbeitet bekommt man gerne mal öfters an den Kopf geknallt, dass das Fernsehen bald stirbt und alles nur noch im Internet statt findet. Die “Generation YouTube” übernimmt dann alles und die ticken ja ganz anders.

Jedes Mal wenn ich mich nun versuche auf die besagte “Generation YouTube” einzulassen, finde ich da einfach nichts interessantes dran. Also ich verstehe, dass man unterhaltsamen Menschen und ihren VLogs folgt, aber was da zum Beispiel als Comedy deklariert und gefeiert wird, verstehe ich einfach nicht. Das lässt mich einfach nur ratlos zurück. Wahrscheinlich ist das einfach so eine Generationenlücke. Da kann man machen was man will, man steigt einfach nicht dahinter.

So muss es meinen Eltern ergangen sein, als ich mit 7 Jahren mein Zimmer vollständig mit halb nackten, eingeölten, übermäßig muskulösen tapeziert habe, weil die WWF in mein noch junges Leben trat.

Im folgenden Video wird dieser Verständnisgraben rund um die “Generation YouTube” jedenfalls wahnsinnig toll portraitiert. Oder kurz gesagt: So fühlt es sich also an, wenn der Sohn YouTuber ist:

Schaut man sich die anderen Uploads in seinem Channel an, so kann es gut sein, dass es sich hierbei um einen Sketch handelt. Ich hoffe fast, dass es so ist, denn dann gibt es bald noch viel mehr davon. Mal schauen wann Jimmy Kimmel das Ganze auflöst …

11. November 2014 | 19:22 Uhr


Ich kann mir nicht vorstellen, dass es schwieriger ist, als eine Wohnung im umkämpften Berliner Wohnungsmarkt zu finden, aber ich bin zutiefst begeistert von den Entwicklungen der Rosetta Raumsonde der Europäischen Weltraumorganisation. Seit 2004 ist sie unterwegs gewesen, erreichte dieses Jahr im August 2014 endlich ihr Ziel, den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, studierte ihn seitdem und wird morgen versuchen, auf ihm zu landen. Ist das nicht verrückt?

Ob immer noch dieselben Personen für besagtes Raumsondenprojekt arbeiten? Das muss man sich mal vorstellen. 2004 wurde Rosetta losgeschickt und dann … joah, was machen wir jetzt? Abwarten. 10 Jahre später ist sie endlich an ihrem Ziel und fliegt dabei immer noch mit einer großen Portion Ungewissheit durch den Weltraum. Wenn ich überlege, was in meinem Leben allein seit 2004 alles passiert ist. ich stelle mir das so vor, als hätte ich eine Raumsonde während meines Zivildienstes 2004 losgeschickt und jetzt, 10 Jahre später, müsste ich die Technik von damals raussuchen und dieses andere Wunderwerk der Technik auf einem Kometen landen. Auf einem Kometen! Wie viele Festplatten, Speicherkarten, USB-Sticks und Computer ich allein seit 2004 geschrottet habe. Mein vollster Respekt gilt deshalb der ESA und ich bin gespannt, was Morgen passieren wird. Im Prinzip kann ja alles passieren.

Falls man sich gern Gedanken hingibt, dass in diesem Kometen das Ende der Menschheit schlummern könnte, sollte man sich folgende Audiodatei mal anhören.

Die ESA hat während ihrer Untersuchungen festgestellt, dass der Komet Geräusche von sich gibt. Das liegt an verschiedenen physikalischen Begebenheiten und ist im Prinzip ganz normal, so recht erklären kann man es sich allerdings nicht. Der Song den der Komet spielt, wie es die ESA nennt, ist für das Menschliche Ohr nicht hörbar, wurde deshalb entsprechend umgewandelt und klingt überaus gruselig. Vielleicht sind ja wirklich kleine (freundliche!) Maschinenwesen im Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Und selbst wenn nicht, ist es allemal eine großartige Leistung der Wissenschaft. In was für einer wunderbaren und interessanten Zeit wir doch Leben.

Hier gibt es den Livestream der Landung zu sehen:

(Und hier ist noch mal der Trailer von Prometheus)

9. November 2014 | 19:01 Uhr



Aufgepasst, in 45 Tagen ist Weihnachten! Geht man von der empfohlenen Tagesmenge von 2 Litern aus, heißt das also, dass man bis Weihnachten 90 Liter trinkt. Das entspricht etwa dem Fassungsvermögen einer handelsüblichen Regentonne oder dem Gewicht von Henry Maske. Ist da nicht Wahnsinn?! Wie auch immer, sobald der Vorweihnachtstagewert die 50er Marke unterschreitet, geht alles ganz schnell. Es wird also langsam höchste Eisenbahn sich über Geschenke Gedanken zu machen und unverzüglich zu handeln. Wie praktisch also, dass ebay meiner Expertise als Geschenkexperte vertraut und ich euch ein paar Tipps in Form einer Kollektion ans Herz legen kann.

Mir fiel mit dem älter werden irgendwann einmal auf, dass Weihnachten in puncto Geschenke exponentiell langweiliger wird. Am schlimmsten ist es im Teenageralter, da bekommt man nur noch solche Badetaschen mit Deo und Duschgel geschenkt, wo die Folie der Verpackung größer ist als das beiliegende Handtuch. Spätestens das ist auch der Punkt, wo Verandte einem nichts mehr schenken und Eltern keine Ahnung mehr haben, was sie verschenken sollen und die weihnachtliche Magie zunehmend verloren geht. Ich habe seitdem beispielsweise einen Akkuschrauber (mit Licht), eine Decke (mit meinem Namen drauf) oder eine Laptoptasche (die man als Rucksack tragen kann) bekommen.

Glücklicherweise kann man das mit gut ausgewählten Freunden und dem/der Lebenspartner/in kompensieren. (Das klingt jetzt so ausbeuterisch, aber ich verschenke ja auch wahnsinnig gern!) Dennoch fehlte mir Weihnachten im Vergleich zur Kindheit immer irgendetwas, nicht genauer definierbares. Wahrscheinlich lag es einfach daran, dass man als Kind noch einen ganzen Tag lang Angst vor dem Weihnachtsmann hatte und dann Spielzeug in der Größe von einem selbst bekam. Eine wahnsinnig emotionale Berg- und Talfahrt!

Irgendwann kam ich aber drauf: Das Geheimnis ist es, dass man sich Sachen wünschen muss, mit denen man direkt spielen kann. Ansonsten bekommt man ein Hemd mit komischen Aufdrucken oder einen Gutschein, den man sich den Rest des Abends als regloses etwas anschauen kann.

Des Rätsels Lösung ist meiner Meinung nach entweder ein großer Lego Bausatz oder eine Spielkonsole. Der Lego Bausatz fällt im Vornherein schon weg, da man für einen Baukasten in halbwegs vernünftiger Größe mittlerweile einen Kredit im fünfstelligen Bereich aufnehmen muss. Wenn die Familie also auf einen unterm Weihnachtsbaum verzichten kann, bzw auch auf den Fernseher am Heiligabend verzichten kann (eher unwahrscheinlich) ist das der perfekte Moment für eine Konsole.

Womit wir wieder bei meiner neuen ebay Kollektion wären: Konsolen und Games für den Weihnachtsbaum

Viel Erfolg damit! Ich kann es jedenfalls wärmstens empfehlen.

4. November 2014 | 0:47 Uhr


Endlich habe ich auch mal so einen reißerischen Titel, hoffentlich werde ich jetzt viraler Socialmediasuperklickstar und verdiene Geld mit Schminktipps auf YouTube. Aber mal ehrlich. Als ich vor ein einigen Wochen mit meiner Liebsten zu Gast in meiner Thüringer Heimat war, durfte ich Zeuge eines besonderen Naturschauspiels werden.

Ein lautes Knacken, was man nicht so recht zuordnen kann, irgendwo im Wald, dann noch mehr Knacken und ein lauter, dumpfer Schlag, den man im Bauch spüren kann. So hört und fühlt es sich also an, wenn ein Baum im Wald umfällt. Einfach so. Er war wohl etwas morsch, hatte keine Lust mehr und stürzte deshalb einfach quer über den Weg.

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30. Oktober 2014 | 10:25 Uhr


Bald gibt es kein “Wetten, dass …” mehr (leider) und dann gibt es auch nicht mehr allzu oft dieses beklemmende “Aber so ist das nicht immer hier!”-Gefühl, wenn zum Beispiel Hollywood-Größen oder Musiker auf dem Showsofa Platz nehmen. An sich kann es einem ja egal sein, was zum Beispiel Tom Hanks denkt, wenn er durch die einem unangenehmen Witzgewitter ausgesetzt ist. Er wird schließlich schon viel Schlimmeres erlebt haben.

Dennoch fragt man sich jedes Mal, wie gerade US-Größen das alles wahrnehmen, die ganz andere Show Standards gewohnt sind. Die kommen ja zu “Wetten, dass..” und bekommen erzählt “Hey, dass hier ist das absolut Größte was deutsches Fernsehen zu bieten hat.”

Letzte Nacht hat der großartige Will Arnett seine deutsche Showerfahrung ganze 5 Minuten lang bei Jimmy Kimmel zum besten gegeben. Und ja, es ist wirklich so schlimm, wie man es sich immer ausmalt. Und endlich lernt man auch mal, wie nervig Simultanübersetzer sind, das hatte ich mich schon immer gefragt. Viel …äh … Spaß damit:

Da merkt man ja erstmal das Ausmaß, wie schlimm diese Sendung eigentlich ist, wenn sich damit 5 Minuten zur (fast noch) Primetime mit einem (fast) Standup im US-Fernsehen füllen lassen. Und da sieht man auch, dass es einem eben doch nicht egal sein kann, weil es diverse fürchterliche Klischees befeuert, denen man sich im Ausland stellen muss.

25. Oktober 2014 | 11:55 Uhr


Ich bin manchmal schrecklich voreingenommen, weshalb deutsche Kinofilme mit den üblichen Top 5 Verdächtigen von vornherein einen schweren Stand haben. Ausnahmen bestätigen da glücklicherweise die Regel. Aus beruflichen Gründen habe ich mich mit “Hin und Weg” beschäftigt und siehe da, der Trailer beginnt mit einem Riff der Beatsteaks, meine Voreingenommenheit war vergessen und dann überzeugt auch noch die Handlung.

Endlich mal keine deutsche “Er ist ein Weiberheld verliebt sich dann aber in eine Frau die ganz anders ist und er kriegt sie nicht, dann aber irgendwie doch” Komödie, stattdessen eine Tragikkomödie über selbstbestimmtes Sterben.

Die Geschichte handelt von Hannes, der jedes Jahr mit seinen Freunden eine Fahrradtour unternimmt. Dieses Jahr überredet er alle für das Ziel Belgien. Zu Beginn der Reise weiß nur noch niemand, dass Hannes dieses Ziel gewählt hat, da er an ALS erkrankt ist, nicht mehr lange zu leben hat und am Zielort in Belgien Gebrauch von aktiver Sterbehilfe machen wird. Die Reise soll ein letztes großes Abenteuer unter Freunden sein, bevor alles vorbei ist.

Wer jetzt denkt, der Film sei ein Schnellschuss um auf den letzten Wellen der ALS Icebucket Challenge noch ein paar Taler zu verdienen, liegt allerdings falsch. Der Film war bereits fertig abgedreht als die Aktion aufkam, profitiert aber natürlich davon, dass man die eigentlich eher unbekannte wie schlimme Krankheit ohne große Erklärung einordnen kann.

Der Film ist ein einziges auf und ab, dabei sehr emotionsgeladen, aber nicht unangenehm kitschig. Immer, wenn einem die Tränen in den Augen stehen (was mehr als einmal vorkommt) kommt ein unterhaltsamer Moment, der all das wieder halbwegs auffängt. Im Prinzip ist der Film ein Loblied auf Freundschaft mit all ihren Facetten.

Einerseits zieht einen der Film wahnsinnig runter und man braucht einen Tag um sich davon zu erholen, andererseits weckt man dadurch wieder ein größeres Bewusstsein für Freundschaft und natürlich den Umgang mit dem eigenen Leben.

Unbedingt anschauen und danach etwas mit den Liebsten unternehmen.
hinundweg-film.de

16. Oktober 2014 | 22:36 Uhr


Wahrscheinlich weil mich in meiner Kindheit nichts besser amüsierten als der Pumuckl und der FC Bayern, habe ich schon früh eine starke Bindung zu Bayern aufgebaut. Vielleicht auch durch eine Art Gehirnwäsche meines Opas, der auch noch heute als eine Art Volksmusik-Jukebox funktioniert. Von Ernst Mosch über das Naabtal Duo bis hin zu den Klostertalern kenne ich sie alle. (Seht ihr, wieder nicht richtig aufgepasst ihr N00bs. Ernst Mosch kommt doch aus Tschechien und die Klostertaler aus Österreich!)

Wie auch immer. Mein Hang zu Bayern gipfelte (ha!) jedenfalls darin, dass ich mittlerweile mit dem schönsten Enzianpflänzchen Oberbayerns zusammen bin. Selbst über meinen Unmut gegenüber quälend langer Wanderurlaube in meiner Kindheit bin ich mittlerweile hinweg und freue mich, wenn es mal in die Berge geht.


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11. Oktober 2014 | 16:59 Uhr


Die New York Times hat ein großartiges Experiment gemacht und per Video festgehalten. Vergangenen Monat wurden sechs Zweitklässler in das New Yorker Nobelrestaurant “Daniel” gesetzt um ein Sieben-Gänge-Menü zu probieren. Der Preis für dieses Menü liegt übrigens bei stolzen $220 pro Person. Die Reaktionen sind großartig:

Am besten finde ich den kleinen, blonden Jungen, der sechs Gänge lang nichts sagt, weil er vollkommen überfordert zu sein scheint und beim letzten Nachtisch komplett austickt. Alles andere hat weder geschmeckt noch wusste er, wie er es essen sollte… ABER DANN! Oder kurz gesagt: Ich habe seit heute die Gewissheit, dass ich bei solchen Fancy Dinnerabenden genau so reagiere wie ein Zweitklässler.