5. Dezember 2014 | 23:31 Uhr


Es fühlt sich zugegebener Maßen ein bisschen wie eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit an, wenn man als mittlerweile konzertverwöhnter Berliner, für den Auftritt einer Band extra in eine andere Stadt fährt. Das kommt schließlich wahrlich nicht oft vor, aber was tut man nicht alles für Machine Head, die aus irgendeinem Grund seit über 5 Jahren (oder?) nicht mehr in Berlin gespielt haben.

Sollte es eines Tages mal eine Musik-Arche geben und die Thrash-Metal Kabine frei bleiben, weil James Hetfield gerade in den Wäldern Sibiriens auf Bärenjagd ist, müsste man sofort Robb Flynn von Machine Head nachnominieren. Wie passend also, dass die Große Freiheit 36 von innen dank den Holzpaneelen an der Decke mit viel Fantasie wie das Innenleben eines Schiffs aussah.

Wobei für die Bühne die Beschreibung “Clubhaus” besser passte. Denn so viel Verlass wie auf die Riffs von Machine Head ist, so viel Verlass ist auch auf deren Fehlen für jegliches ästhetisches Empfinden. Es scheint die altbekannte Metal-Faustregel zu gelten: Je geschmackloser es aussieht, umso besser klingt es. Das Bühnenbild besteht im Wesentlichen aus mehreren (nicht unmittelbar kombinierbaren) Flaggen, welche die Bühne wie einen ausstaffierten Schuhkarton aussehen lassen. Das Schlagzeug steht auf einer Konstruktion in gefühlten zwei Metern Höhe und rundherum zieren ganze 14 Bandlogos die Bühne. 14. VIERZEHN! Aber Machine Head darf das und das wird sich im Laufe des Abends noch zeigen.

Spätestens jedenfalls als zwei Gitarristen und Bassist der zweiten Vorband sich zu einer Pyramide formierten, stieg in mir das wohlige Gefühl auf, endlich mal wieder auf einem richtigen Metalkonzert zu sein.

Die 14 Bandlogos wurden noch mal kurz gerichtet, bevor die Dunkelheit im Saal durch die Anfangstöne von “Imperium” gebrochen wird. In den YouTube Kommentaren zum Video des Songs steht: “Chuck Norris does not speak. When he opens his mouth ‘Imperium’ by Machine Head comes out.” und treffender könnte man es gar nicht beschreiben. Es ist der Auftakt für zwei energiegeladene Stunden, die sich jede Band als Blaupause für ein perfektes Konzert in das Regal stellen kann. Meine Güte!

Und das lag nicht nur an der Band allein. Ich war zuvor noch nie in der Großen Freiheit 36 und musste mir schmerzlich eingestehen, dass ich 28 Jahre meines Lebens einen der wahrscheinlich besten Konzertsäle Deutschlands ausgelassen hatte. Mit einem Fassungsvermögen von etwa 2000 Besuchern die perfekte Größe, ein unverbauter Blick auf die Bühne, Hamburger Charme und eine Akustik so schön wie eine kalte Dosencola am Strand von Teneriffa.

Als Kopf von Machine Head ist Robb Flynn eine Art lebendiges Metal-Maskottchen. Der Mann weiß alles, kann alles und hat in den über 20 Jahren Bandgeschichte wahrscheinlich auch schon alles erlebt. Und das Schönste daran ist, dass er dabei wahnsinnig authentisch ist. Jede noch so pathetische Songankündigung nimmt man ihm ohne den geringsten Zweifel ab und das nicht zuletzt auch deswegen, weil man bei jeder Bewegung im Scheinwerferlicht sehen kann, wie ihm der Schweiß literweise vom Körper fliegt.

Dennoch ist es keine Robb-Flynn-Show und Machine Head präsentieren sich als wahnsinnig gute Einheit. Kein Song, kein Moment bei dem nicht alles wie ein perfektes Uhrwerk zusammen funktionierte und sich die Band zunehmend in Rage spielte. Es war einfach so wunderbar zu sehen, wie gut die Chemie zwischen Band und Publikum stimmte. Ehrliche Freude auf Seiten der Band über Aktionen des Publikums wie diese hier, festgehalten von meinem Metalroadtripbegleiter:

Und wahrscheinlich ist es auch ein Qualitätsmerkmal der Neuzeit, dass man während des gesamten Konzertes äußerst wenige, leuchtende Handydisplays im Publikum sah. Nach zwei Stunden neigt sich das Konzert dem Ende und man wundert sich ein wenig, wie viele Hits noch fehlen, obwohl andererseits doch auch nur Hits gespielt wurden. Und überhaupt: Warum spielen Machine Head einerseits als Headliner auf Festivals, andererseits auf ihrer Tour nur in 3000er Hallen? Oliver sagte das wäre, weil Machine Head keine jungen Fans zieht. Und tatsächlich sieht man mehr schüttes Haar, als Minecraft-Shirts. Was für ein Frevel, wo diese Band mit diesem Abend doch ein weiteres Mal bewiesen hat, dass sie eins der weltweit besten Beispiele dafür ist, warum man Konzerte besucht.

Ein Nebeneffekt davon, wenn eine Band, die eigentlich ins Stadion gehört, in einem vergleichsweise kleinen Club spielt ist übrigens, dass Tourshirts 30€ kosten. Egal, ich hab trotzdem eins gekauft, damit diese Band einfach für immer weiter macht.

3. Dezember 2014 | 11:40 Uhr

Filmemacher Danny Cooke ist, genauso wie ich, zu Zeiten der Chernobyl Katastrophe geboren. Vor einigen Monaten hat er für das CBS News Format “60 Minutes” den Ort des Geschehens Jahre später besuchen können. Seine Zeit dabei nutzte er unter anderem, um eine Drohne über die verlassene Stadt Prypjat zu schicken.

Das Ergebnis sind erstaunliche Bilder, welche die regungslosen, fast schon idyllischen Bilder einer Zivilisation zeigen, die von heute auf morgen nicht mehr weiter ging. Oder wie es Danny selbst sehr gut auf den Punkt bringt:

There was something serene, yet highly disturbing about this place. Time has stood still and there are memories of past happenings floating around us.

Oder kurz gesagt: So sieht die Welt wohl aus, wenn wir alle nicht mehr da sind.

3. Dezember 2014 | 10:55 Uhr


Heute vor 20 Jahren erschien in Japan die erste Playstation. Bis sie in Europa erschien, dauerte es zwar noch fast ein ganzes Jahr, dennoch reicht dieser Fakt aus, um mich furchtbar alt fühlen zu lassen. ZWANZIG Jahre!

Zeit für ein Geburtstagsständchen mit einem der schönsten Geräusche der Welt:

Der Playstation Start-Up Sound ist die Audioversion vom Geschmack von Crystal Pepsi.”Harvest Moon: Back to Nature” auf der Playstation ist übrigens der Grund dafür, warum diese Seite hier “Herm’s Farm” heißt. Da ich vor knapp 10 Jahren (huch!) meine alte Playstation heraus gekramt hatte und kurzzeitig Harvest Moon süchtig wurde und von einem Leben mit einem eigenen, digitalen Bauernhof träumte. Hat ja immerhin ganz gut geklappt bisher, ausser das eine Hälfte der Leute denkt, ich heiße “Hermsfarm” und die ander Hälfte denkt, ich heiße “Herms”. Dabei bin ich doch nur ein einfacher Bauer mit Deppenapostroph. (Was keins ist, weil es aus dem Englischen kommt.)

Jedenfalls: Happy Birthday Playstation! Du bist mir seit jeher ein treuer Begleiter. Auch wenn das natürlich nicht stimmt, da ich damals nur entfernt davon träumen konnte, eine Konsole im Jahr des Releases zu bekommen und damals noch ein Nintendo 64 vor dir auf dem weihnachtlichen Wunschzettel stand. (Den ich ja auch erst Jahre später selber kaufen musste)

Heute jedenfalls bin ich mit deiner Ur-Enkelin sehr froh und bin mehr als begeistert von der hübschen Jubiläumsversion.

(via Kotaku)

27. November 2014 | 13:39 Uhr

IN WENIGER ALS EINEM MONAT IST WEIHNACHTEN! AHHHH! Wie aufregend! ABER: Wer jetzt schon einen Weihnachtsbaum aufbaut, wird geboxt. Vor kurzem habe ich noch dazu geraten, für Weihnachten Spielkonsolen und Co. auf den Wunschzettel zu setzen. Das kam so gut an, dass ich gemeinsam mit den Weihnachtselfen von eBay gleich weiter fleißig Tipps gebe.

Mit meinem neuen Doppelleben als Fußballblogger und Möchtegernexperte rate ich natürlich zu einem erheblichen Fußballanteil auf dem Wunschzettel. Das bringt verschiedene Vorteile mit sich.

Ich habe zum Beispiel seit einiger Zeit einen “Torfabrik” Ball. Diese Praline unter den Fußbällen kostet über 100€ und zählt deshalb zu den teuersten Dingen überhaupt in meinem Besitz. (Zumindest definitiv zu den unangebracht teuren Dingen.) Ich bringe es deshalb nicht über’s Herz ihn mit nach draußen zu nehmen und im Dreck (!) dagegen zu treten (!!). Stattdessen liegt er neben meinem Bett und manchmal lasse ich ihn sanft durch den Flur rollen. Man denkt dann sofort, dass man mit so einem Ball vom anderen Stern direkt alle Tricks der Welt kann. Umso praktischer, wenn man ihn also nie mit nach draußen nimmt, um dann eines Besseren belehrt zu werden. Wer sich jetzt fragt, wie dann das Foto oben entstehen konnte – Natürlich ist das komplett CGI-animiert.

Ein weiterer Vorteil eines Fußballs unterm Weihnachtsbaum ist die lückenlose Überbrückung unangenehmer Familienmomente. Der nervige Neffe ist kurz vorm Kotzen wegen seinem gierigen Süßigkeitenkostüm und beschwert sich nur über seine Geschenke? BÄMM halbhoher Ball quer über den Tisch direkt an die Denkerstirn. Oder wenn die Gesprächsthemen zu langweilig werden, einfach mal einen Ball in den Weihnachtsbaum dreschen. Die Reaktionen sind bestimmt interessant und was für’s Familienalbum.

Seht ihr, macht doch alles wunderbar sind. Also ab zu eBay und meinen Empfehlungen.

24. November 2014 | 12:11 Uhr


Vor vielen Jahren als ich noch neben meinem Zebrahalbbruder Juselinho im Studentenwohnheim gewohnt hab, gab es mal einen großen Schlag. Ihm ist beim Abwasch (oder Aufwasch – je nachdem wo man her kommt) der noch an der Steckdose hängende Pürierstab ins Wasser gefallen. BRZRZRZZRZRZZZT! Ausser besagtem Schlag nichts weiter, was letztlich aber ein bisschen enttäuschend war, da wir eigentlich auf Superkräfte gehofft hatten. Er hat danach zwar noch für einige Tage wie eine kleine Trafostation leise gebrummt, aber ausserdem konnten wir keine besonderen Fähigkeiten feststellen.

In Russland lief das jetzt anders. Der zwölfjährige Nikolai Kryaglyachenko hat sich auf dem Heimweg von der Schule gegen einen Laternenmast gelehnt und daraufhin wegen einem defekten Kabel einen starken Stromschlag bekommen. Er flog durch die Luft und als er wieder zu sich kam, stellte er fest, dass er jetzt Superkräfte hat. Wie Magneto ist er plötzlich magnetisch!

Seine Erklärung dazu ist schon wunderbar:

“Als ich am nächsten Tag aufgewacht bin und aufgestanden bin, haben einige Münzen, die auf der Matratze lagen, an meinem Körper geklebt. Als mir beim Frühstück der Löffel aus der Hand fiel, blieb der auch an meiner Brust hängen.”

Noch tausend Mal besser als seine Erklärung sind aber die Beweisfotos dazu. Genau dafür wurde einst das Internet erfunden:

(via)

16. November 2014 | 22:06 Uhr


Neben der Tatsache, dass Mehmet Scholl vor kurzem 44 wurde und mittlerweile sein Sohn vor einem Profivertrag beim FC Bayern steht, gibt es nur noch eins, was mich wirklich alt fühlen lässt – YouTuber! Gerade, wenn man beim Fernsehen arbeitet bekommt man gerne mal öfters an den Kopf geknallt, dass das Fernsehen bald stirbt und alles nur noch im Internet statt findet. Die “Generation YouTube” übernimmt dann alles und die ticken ja ganz anders.

Jedes Mal wenn ich mich nun versuche auf die besagte “Generation YouTube” einzulassen, finde ich da einfach nichts interessantes dran. Also ich verstehe, dass man unterhaltsamen Menschen und ihren VLogs folgt, aber was da zum Beispiel als Comedy deklariert und gefeiert wird, verstehe ich einfach nicht. Das lässt mich einfach nur ratlos zurück. Wahrscheinlich ist das einfach so eine Generationenlücke. Da kann man machen was man will, man steigt einfach nicht dahinter.

So muss es meinen Eltern ergangen sein, als ich mit 7 Jahren mein Zimmer vollständig mit halb nackten, eingeölten, übermäßig muskulösen tapeziert habe, weil die WWF in mein noch junges Leben trat.

Im folgenden Video wird dieser Verständnisgraben rund um die “Generation YouTube” jedenfalls wahnsinnig toll portraitiert. Oder kurz gesagt: So fühlt es sich also an, wenn der Sohn YouTuber ist:

Schaut man sich die anderen Uploads in seinem Channel an, so kann es gut sein, dass es sich hierbei um einen Sketch handelt. Ich hoffe fast, dass es so ist, denn dann gibt es bald noch viel mehr davon. Mal schauen wann Jimmy Kimmel das Ganze auflöst …

11. November 2014 | 19:22 Uhr


Ich kann mir nicht vorstellen, dass es schwieriger ist, als eine Wohnung im umkämpften Berliner Wohnungsmarkt zu finden, aber ich bin zutiefst begeistert von den Entwicklungen der Rosetta Raumsonde der Europäischen Weltraumorganisation. Seit 2004 ist sie unterwegs gewesen, erreichte dieses Jahr im August 2014 endlich ihr Ziel, den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, studierte ihn seitdem und wird morgen versuchen, auf ihm zu landen. Ist das nicht verrückt?

Ob immer noch dieselben Personen für besagtes Raumsondenprojekt arbeiten? Das muss man sich mal vorstellen. 2004 wurde Rosetta losgeschickt und dann … joah, was machen wir jetzt? Abwarten. 10 Jahre später ist sie endlich an ihrem Ziel und fliegt dabei immer noch mit einer großen Portion Ungewissheit durch den Weltraum. Wenn ich überlege, was in meinem Leben allein seit 2004 alles passiert ist. ich stelle mir das so vor, als hätte ich eine Raumsonde während meines Zivildienstes 2004 losgeschickt und jetzt, 10 Jahre später, müsste ich die Technik von damals raussuchen und dieses andere Wunderwerk der Technik auf einem Kometen landen. Auf einem Kometen! Wie viele Festplatten, Speicherkarten, USB-Sticks und Computer ich allein seit 2004 geschrottet habe. Mein vollster Respekt gilt deshalb der ESA und ich bin gespannt, was Morgen passieren wird. Im Prinzip kann ja alles passieren.

Falls man sich gern Gedanken hingibt, dass in diesem Kometen das Ende der Menschheit schlummern könnte, sollte man sich folgende Audiodatei mal anhören.

Die ESA hat während ihrer Untersuchungen festgestellt, dass der Komet Geräusche von sich gibt. Das liegt an verschiedenen physikalischen Begebenheiten und ist im Prinzip ganz normal, so recht erklären kann man es sich allerdings nicht. Der Song den der Komet spielt, wie es die ESA nennt, ist für das Menschliche Ohr nicht hörbar, wurde deshalb entsprechend umgewandelt und klingt überaus gruselig. Vielleicht sind ja wirklich kleine (freundliche!) Maschinenwesen im Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Und selbst wenn nicht, ist es allemal eine großartige Leistung der Wissenschaft. In was für einer wunderbaren und interessanten Zeit wir doch Leben.

Hier gibt es den Livestream der Landung zu sehen:

(Und hier ist noch mal der Trailer von Prometheus)

9. November 2014 | 19:01 Uhr



Aufgepasst, in 45 Tagen ist Weihnachten! Geht man von der empfohlenen Tagesmenge von 2 Litern aus, heißt das also, dass man bis Weihnachten 90 Liter trinkt. Das entspricht etwa dem Fassungsvermögen einer handelsüblichen Regentonne oder dem Gewicht von Henry Maske. Ist da nicht Wahnsinn?! Wie auch immer, sobald der Vorweihnachtstagewert die 50er Marke unterschreitet, geht alles ganz schnell. Es wird also langsam höchste Eisenbahn sich über Geschenke Gedanken zu machen und unverzüglich zu handeln. Wie praktisch also, dass ebay meiner Expertise als Geschenkexperte vertraut und ich euch ein paar Tipps in Form einer Kollektion ans Herz legen kann.

Mir fiel mit dem älter werden irgendwann einmal auf, dass Weihnachten in puncto Geschenke exponentiell langweiliger wird. Am schlimmsten ist es im Teenageralter, da bekommt man nur noch solche Badetaschen mit Deo und Duschgel geschenkt, wo die Folie der Verpackung größer ist als das beiliegende Handtuch. Spätestens das ist auch der Punkt, wo Verandte einem nichts mehr schenken und Eltern keine Ahnung mehr haben, was sie verschenken sollen und die weihnachtliche Magie zunehmend verloren geht. Ich habe seitdem beispielsweise einen Akkuschrauber (mit Licht), eine Decke (mit meinem Namen drauf) oder eine Laptoptasche (die man als Rucksack tragen kann) bekommen.

Glücklicherweise kann man das mit gut ausgewählten Freunden und dem/der Lebenspartner/in kompensieren. (Das klingt jetzt so ausbeuterisch, aber ich verschenke ja auch wahnsinnig gern!) Dennoch fehlte mir Weihnachten im Vergleich zur Kindheit immer irgendetwas, nicht genauer definierbares. Wahrscheinlich lag es einfach daran, dass man als Kind noch einen ganzen Tag lang Angst vor dem Weihnachtsmann hatte und dann Spielzeug in der Größe von einem selbst bekam. Eine wahnsinnig emotionale Berg- und Talfahrt!

Irgendwann kam ich aber drauf: Das Geheimnis ist es, dass man sich Sachen wünschen muss, mit denen man direkt spielen kann. Ansonsten bekommt man ein Hemd mit komischen Aufdrucken oder einen Gutschein, den man sich den Rest des Abends als regloses etwas anschauen kann.

Des Rätsels Lösung ist meiner Meinung nach entweder ein großer Lego Bausatz oder eine Spielkonsole. Der Lego Bausatz fällt im Vornherein schon weg, da man für einen Baukasten in halbwegs vernünftiger Größe mittlerweile einen Kredit im fünfstelligen Bereich aufnehmen muss. Wenn die Familie also auf einen unterm Weihnachtsbaum verzichten kann, bzw auch auf den Fernseher am Heiligabend verzichten kann (eher unwahrscheinlich) ist das der perfekte Moment für eine Konsole.

Womit wir wieder bei meiner neuen ebay Kollektion wären: Konsolen und Games für den Weihnachtsbaum

Viel Erfolg damit! Ich kann es jedenfalls wärmstens empfehlen.

4. November 2014 | 0:47 Uhr


Endlich habe ich auch mal so einen reißerischen Titel, hoffentlich werde ich jetzt viraler Socialmediasuperklickstar und verdiene Geld mit Schminktipps auf YouTube. Aber mal ehrlich. Als ich vor ein einigen Wochen mit meiner Liebsten zu Gast in meiner Thüringer Heimat war, durfte ich Zeuge eines besonderen Naturschauspiels werden.

Ein lautes Knacken, was man nicht so recht zuordnen kann, irgendwo im Wald, dann noch mehr Knacken und ein lauter, dumpfer Schlag, den man im Bauch spüren kann. So hört und fühlt es sich also an, wenn ein Baum im Wald umfällt. Einfach so. Er war wohl etwas morsch, hatte keine Lust mehr und stürzte deshalb einfach quer über den Weg.

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30. Oktober 2014 | 10:25 Uhr


Bald gibt es kein “Wetten, dass …” mehr (leider) und dann gibt es auch nicht mehr allzu oft dieses beklemmende “Aber so ist das nicht immer hier!”-Gefühl, wenn zum Beispiel Hollywood-Größen oder Musiker auf dem Showsofa Platz nehmen. An sich kann es einem ja egal sein, was zum Beispiel Tom Hanks denkt, wenn er durch die einem unangenehmen Witzgewitter ausgesetzt ist. Er wird schließlich schon viel Schlimmeres erlebt haben.

Dennoch fragt man sich jedes Mal, wie gerade US-Größen das alles wahrnehmen, die ganz andere Show Standards gewohnt sind. Die kommen ja zu “Wetten, dass..” und bekommen erzählt “Hey, dass hier ist das absolut Größte was deutsches Fernsehen zu bieten hat.”

Letzte Nacht hat der großartige Will Arnett seine deutsche Showerfahrung ganze 5 Minuten lang bei Jimmy Kimmel zum besten gegeben. Und ja, es ist wirklich so schlimm, wie man es sich immer ausmalt. Und endlich lernt man auch mal, wie nervig Simultanübersetzer sind, das hatte ich mich schon immer gefragt. Viel …äh … Spaß damit:

Da merkt man ja erstmal das Ausmaß, wie schlimm diese Sendung eigentlich ist, wenn sich damit 5 Minuten zur (fast noch) Primetime mit einem (fast) Standup im US-Fernsehen füllen lassen. Und da sieht man auch, dass es einem eben doch nicht egal sein kann, weil es diverse fürchterliche Klischees befeuert, denen man sich im Ausland stellen muss.